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  • Geprüft · Apr. 2021

Philadelphia-ransomware-virusRichtig entfernen?

Eine Schritt-für-Schritt-Entfernungsanleitung für betroffene Geräte. Folgen Sie dem geprüften Verfahren unten — die meisten Leser sind in unter 10 Minuten fertig.

Julie Splinters · Expertin im Bereich Schadsoftwareentfernung

Philadelphia-Virus im Anfangsstadium der Verbreitung

Der berüchtigte Virenersteller „The Rainmaker“ ist mit einem neuen Erpressungsprogramm ins Rampenlicht getreten – dem Philadelphia-Virus, einer neuen Variante des Stampado-Virus. Wie in allen Fällen, wird mit dem Erpressungsprogramm versucht einen Riesenerfolg zu landen. Hacker entwickeln daher Strategien, um so viele Computer wie nur möglich zu infizieren. Wenn Ihre persönlichen Daten bereits von diesem Virus gesperrt worden sind, sollten Sie sich auf die Entfernung konzentrieren. Beginnen Sie am besten jetzt schon die Installation von FortectIntego, um noch während des Lesens des Artikels die Entfernung zu beginnen. Je länger Sie die Entfernung hinauszögern, desto mehr Schaden richtet der Virus an. Eine umgehende Entfernung vom Philadelphia-Virus ist daher ratsam.

Fabian Wosar, der für das Erstellen von Entschlüsselungscodes für das Erpressungsprogramm Apocalypse bekannt ist, wurde glücklicherweise über das Erpressungsprogramm in Kenntnis gesetzt. Philadelphia wurde nämlich auf einem Darknet-Markt zum Kauf angeboten, einer speziellen geheimen Tor-Webseite. Die Entwickler bieten die Schadsoftware für jedermann an, die nichts dagegen haben auf diese Weise Profit zu machen. Mit dem Kauf des Erpressungsprogramms erhält der neue Besitzer einfache Anweisungen, wie man den Virus und die Infizierungsreichweite steuert. Die Entwickler stellen außerdem Neuheiten wie einen „Give mercy“-Button vor. Dem Anschein nach dient der Button dazu Dateien ohne ein Lösegeld zu entschlüsseln. Allerdings liegt das komplett in den Händen des neuen Besitzers des Erpressungsprogramms.

The picture revealing Philadelphia ransomware

Eine weitere interessante Eigenschaft der dateiverschlüsselnden Schadsoftware ist das Philadelphia Headquarter, eine Anwendung zum individuellen Anpassen des Erpressungsprogramms. Sie kann außerdem die Opfer auf einer Karte oder in einer Liste anzeigen. Der Entwickler ist jedoch noch stolzer auf sein Feature „Bridges“. Statt mit teuren C&C-Servern findet die Kommunikation zwischen Opfer und Angreifer mit PHP-Skripten über ein verteiltes Netzwerk statt. Weitere inbegriffene Funktionen sind das Bestimmen des Lösegelds und das Festlegen der Zeitspanne in der die Daten gelöscht werden. Philadelphia wurde in der Skriptsprache AutoIT geschrieben und Virenforscher nehmen daher an, dass der Virus schon bald entschlüsselt sein wird. Allerdings ist es nicht gerade überraschend, dass Erpressungsprogramme zum Online-Geschäft geworden sind. Für moderne Viren ist wenig nötig und trotzdem bringen sie relativ hohen Ertrag, wodurch sich der Boom erklären lässt.

Wie konnte das Erpressungsprogramm den Computer infizieren?

Der dateiverschlüsselnde Virus entwickelt sich zwar noch stets weiter, aber die Hauptverbreitungsmethode wird vermutlich Spammails sein. Die typischen „Sie haben gewonnen“-Mails oder gefälschten Lieferinformationen sind nur einige wenige Beispiele für geläufige Täuschungsmethoden. In manchen Fällen missbrauchen Hacker auch Namen von offiziellen Behörden, um von der Legitimität einer Mitteilung zu überzeugen. In solch einer E-Mail findet man dann gewöhnlich die infizierte .doc-, .zip- oder .js-Datei. Da Sie sich der Gefahren von solchen E-Mails nun bewusst sind, empfehlen wir mehr Rücksicht zu nehmen und nicht mehr auf suspekte Links zu klicken und verdächtige Anhänge zu öffnen.

Die Entfernung des Philadelphia-Virus

Der Virus ist leider kein kleiner Fisch und sollte daher nicht lange auf dem System verbleiben. Er kann selbst verbundene Geräte und Treiber infizieren. Es ist daher wichtig, dass man ihn so schnell wie möglich entfernt. Sie können zu diesem Zweck FortectIntego oder MalwarebytesMalwarebytes installieren. Die Anwendungen können das Erpressungsprogramm im Nu erkennen und beseitigen. Sie können allerdings nicht die Dateien entschlüsseln. Die Dateien lassen sich am zuverlässigsten und einfachsten mit einem Back-up wiederherstellen. Alternativ können Sie auch so lange warten bis IT-Experten ein Entschlüsselungsprogramm entwickelt haben. Wir können nachvollziehen, dass die Daten sehr wichtig sind und Sie sie wahrscheinlich um jeden Preis wiederherstellen möchten. Wie wir aber bereits erwähnt haben, hängt die Verschlüsselung der Dateien vom Angreifer ab. Selbst wenn Sie die geforderte Geldsumme bezahlen, könnte der Angreifer sich dazu entscheiden die Dateien zu löschen. Entfernen Sie daher lieber den Philadelphia-Virus und probieren Sie unsere Datenwiederherstellungsmethoden aus.

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