Takahiro Locker droht mit dem Löschen von Dateien
Unter den zurzeit aktiven Erpressungsprogrammen findet man auch den Takahiro-Locker-Virus. Wenn man allerdings nicht vorsichtig genug ist, macht man mit dem Virus früher als gewünscht Bekanntschaft. Die Bedrohung sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn schließlich ist sie eine dateiverschlüsselnde Schadsoftware. Mithilfe von raffinierten Verschlüsselungsmethoden macht der Virus die Daten unzugänglich. Die Bedrohung fügt im Vergleich zu anderen keine Endung an die korrupten Dateien an, wodurch Betroffene eine Zeit lang keinen Verdacht auf eine Infizierung hegen. Wenn man die aufleuchtende Benachrichtigung „Running kill me“ auf dem Desktop sieht, ist es bereits zu spät. Falls Sie Takahiro Locker ebenfalls zum Opfer gefallen sind, möchten wir Ihnen die umgehende Entfernung des Virus empfehlen. FortectIntego kann zu einer schnellen Entfernung verhelfen. Wenn Sie es gewohnt sind Browser-Hijacker und weniger gefährliche Viren selbst zu entfernen, müssen Sie leider beachten, dass bei dem Virus Takahiro Locker die üblichen Methoden nicht ausreichend sind. Eine inkorrekt durchgeführte manuelle Entfernung von Takahiro Locker kann dazu führen, dass Schwachstellen und Sicherheitslücken auf dem System bleiben, welche später für eine erneute Infiltrierung ausgenutzt werden können.
Computernutzer, die Interesse an der Politik in Japan haben, sind eventuell mit dem Rechtsanwalt Takahiro Karasawa vertraut. Der Anwalt ist aufgrund seiner beleidigenden Aussagen über Internetsicherheit und Atomwaffen eine berüchtigte Berühmtheit. Seine Inkompetenz ließ Unruhe in der Öffentlichkeit erklingen. Kurz danach haben Hacker die Story genutzt und sie für inspirierende Ideen bei ihren Machenschaften verwendet. Wenn das Erpressungsprogramm Takahiro Locker nämlich den Verschlüsselungsprozess fertigstellt, öffnet es ein Fenster mit einer in Japanisch geschriebenen Nachricht. In der Nachricht werden die Opfer begrüßt und der Übertragung von illegalen Dateien beschuldigt, welches auch als Grund für den Angriff von Takahiro Locker genannt wird. Die Bedrohung verlangt für das Freilassen der verschlüsselten Dateien ein Lösegeld in Höhe von 30 000¥ (etwa 260 Euro). Die Überweisung soll außerdem innerhalb drei Tage durchgeführt werden. Wie üblich drohen die Hacker damit die Daten zu zerstören, wenn das Lösegeld nicht bezahlt wird. Allerdings ist dies auf keinen Fall eine Alternative, um die Dateien wiederherzustellen.

Der Virus wird interessanterweise als Trojaner erkannt. Abhängend von der Sicherheitsanwendung wird das Erpressungsprogramm als Trojan.Win32.Scar.nzln, Trojan.GenericKD.3222895, W32/Scar.NZLN!tr oder Ransom_TAKALOCKER.A präsentiert. Es besteht wahrscheinlich auch eine Verbindung mit dem neulich erschienenen Virus Japan Locker. Obwohl die ersten Anzeichen der Schadsoftware bereits im Juni festgestellt wurden, wird angenommen, dass der Virus seine Aktivitäten mithilfe anderer dateiverschlüsselnder Viren, wie bspw. Taka, weiterführt. Installieren Sie also eine neue Anti-Spyware oder aktualisieren Sie ihre derzeitige Anwendung, um die Sicherheit des Computers zu stärken.
Die Besonderheiten bei der Verbreitung von Schadsoftware
Der Virus hat wahrscheinlich die Chance genutzt mit einem infizierten E-Mail-Anhang in den Computer zu schleichen. Es versteckt dabei seine updated.exe in einer gefälschten E-Mail von offiziellen Behörden oder in angeblichen Lieferdokumenten. Ähnlich aussehende offizielle E-Mails sind häufig ein Lockmittel. Ohne sich darüber bewusst zu sein, öffnen Computernutzer leichtfertig den Anhang. Nur um dann später herauszufinden, dass sie eine Bedrohung auf dem Computer losgelassen haben. Man kann erhebliche Schäden vermeiden, indem man beim Prüfen der E-Mails vorsichtiger ist. Vergessen Sie nie, dass sich Viren hinter den Namen von existierenden und offiziellen Behörden verstecken können. Überprüfen Sie den Absender sorgfältig, bevor Sie den Anhang einer E-Mail öffnen.
Empfehlungen für die Entfernung von Takahiro Locker
Das Erpressungsprogramm lässt sich mit der Installation von einer Anti-Spyware wie FortectIntego oder MalwarebytesMalwarebytes schnell und effektiv entfernen. Mithilfe dieser Tools kann man Takahiro Locker im Nu beseitigen. Sie sollten vorher nur überprüfen, ob die entsprechende Sicherheitssoftware auf den aktuellsten Stand ist und nur dann den Scan durchführen. Denn eine veraltete Software erkennt eventuell nicht alle Dateien von Takahiro Locker, wodurch die Entfernung fehlschlagen kann. Wenn Sie die Bedrohung beseitigt haben, können Sie mit den Datenwiederherstellungsanweisungen fortfahren. Am besten lassen sich die Daten mit einem Back-up oder einem Entschlüsselungsprogramm wiederherstellen. Zurzeit gibt es allerdings noch kein kostenloses Tool dafür, weshalb Sie auf alternative Methoden zurückgreifen müssen. Wenn Sie bei der Entfernung von Takahiro Locker aufgrund eines nicht funktionierenden Betriebssystems auf Probleme treffen, empfehlen wir Ihnen die Anweisungen weiter unten zu befolgen.
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