Erpressungsprogramm Kaandsona schlägt aufgrund Programmfehler bei der Verschlüsselung fehl
Ein neues, noch in der Entwicklungsphase befindliches Erpressungsprogramm namens Kaandsona wurde im Januar 2017 gesichtet. Das Erpressungsprogramm ist auch als Käändsõna und RansomTroll-Virus bekannt. Schadsoftware-Forscher vermuten, dass es lediglich erstellt wurde, um Schadsoftware-Analysten zu ärgern. Das Wort Käändsõna ist Estnisch und steht für Nominale, folglich könnte der Autor des Virus aus Estland stammen. Das Krypto-Erpressungsprogramm scheint von einem nicht sehr erfahrenen Entwickler erstellt worden zu sein, denn dank Fehler im Quellcode des Programms stürzt es ab, bevor es etwas verschlüsselt. Der Virus soll das ganze System nach Dateien mit einer bestimmten Endung (hierfür ist eine Liste mit den Typen implementiert) scannen und währenddessen verschlüsseln und mit .kencf versehen. Der Virus kreiert außerdem ein Dokument mit Informationen für die Wiederherstellung der Dateien. Für die Wiederherstellung wird allerdings die Bezahlung von 1 BTC innerhalb von 24 Stunden gefordert. Wenn das Opfer nicht innerhalb der Frist bezahlt, droht man damit die Dateien endgültig zu löschen.

Wenn der Virus die Dateien verschlüsselt hätte, wäre wahrscheinlich auch kein Zugriff mehr auf sie möglich. Wenn Sie aber ein Back-up gemacht haben, dann können Sie selbst in diesem Fall die korrupten Daten retten. Zuerst sollte aber natürlich die Entfernung von Kaandsona sichergestellt werden. Führen Sie hierfür einen vollständigen Systemscan mit einer Anti-Malware wie bspw. FortectIntego aus. Sie können aber auch Programme wie SpyHunterCombo Cleaner oder MalwarebytesMalwarebytes verwenden. Wenn Sie noch nie einem Erpressungsprogramm zum Opfer gefallen sind, empfehlen wir die Entfernungsanleitung zuerst gut durchzulesen.
Wie infiziert man sich mit dem Virus?
Kaandsona schlägt mittels infizierter E-Mails oder gefälschten herunterladbaren Inhalten zu. Also: Vorsicht vor verdächtigen Inhalten im Internet. In den meisten Fällen infizieren sich Computernutzer, weil sie nicht über die Verbreitungsmethoden Bescheid wussten oder beim Internetsurfen einfach vergessen haben ihren gesunden Menschenverstand einzusetzen. Wenn Sie jemals nach einer Webseite voller Downloadlinks und als Anzeigen getarnte Buttons weitergeleitet werden, lassen Sie besser die Finger davon. Klickt man auf einen falschen Link, wird man nach dubiosen oder sogar gefährlichen Drittseiten umgeleitet. Des Weiteren sollten Sie auch niemals auf suspekte Videolinks klicken, die behaupten ein bloßstellendes Video von Ihnen zu haben. Wenn Sie sich sicher sind, dass keine solche Videos von Ihnen existieren, sollten Sie selbstverständlich nicht auf den Link klicken. Die Titel solcher Links sind lediglich Klickköder, um zum Besuch einer schädlichen Webseite zu verleiten.
Wie kann man den Kaandsona-Virus entfernen?
Wenn Sie jemals wieder einen sicheren und virenfreien Computer nutzen möchten, müssen Sie den Kaandsona-Virus vollständig beseitigen. Allerdings kann der Virus weitere zusätzliche Schadsoftware ins System lassen, weshalb wir empfehlen das komplette System mit einer Anti-Malware zu scannen und damit Kaandsona zu entfernen. Starten Sie für eine erfolgreiche Entfernung von Kaandsona den Computer in den abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern, laden Sie einen unserer empfohlenen Schadsoftware-Entferner herunter, aktualisieren Sie das Programm und führen Sie einen Systemscan aus. Im Folgenden finden Sie eine ausführliche Entfernungsanleitung, sowie Optionen für die Datenwiederherstellung.
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