Cyberkriminelle verbreiten Erpressungsprogramm namens Vortex
Vortex ist ein ausgeklügeltes Erpressungsprogramm, das anscheinend von polnischen Cyberkriminellen entwickelt wurde. Der schädliche Virus wendet bei den auf dem betroffenen Computersystem befindlichen Bildern, Dokumenten, Videos und anderen Dateien das Verschlüsselungsverfahren AES-256 an und generiert mithilfe der Seite sethcardoza.com/api/rest/tools/random_password_generator/length:40/complexity:alphaNumeric ein aus 40 Zeichen bestehendes Passwort. Bei der Verschlüsselung markiert das Erpressungsprogramm jede Datei mit der Endung .aes, wodurch schnell ersichtlich wird wie viele Dateien bereits verschlüsselt worden sind. Das Erpressungsprogramm hat es hierbei auf alle Dateien jeder Festplatte abgesehen, aber überspringt immerhin Systemverzeichnisse, damit der Computer weiterhin läuft. Sobald der Virus die Verschlüsselung fertiggestellt hat, hinterlegt er in einer Textdatei namens ODZSZYFRUJ-DANE (zu Deutsch: Entschlüsselungsdaten) einen Erpresserbrief. Vortex erstellt keine modern aussehende Nachricht im HTML-Format wie bspw. der Spora-Virus, sondern liefert seine Informationen in einer einfachen TXT-Datei und speichert sie auf dem Desktop. Es ist außerdem möglich, dass der Erpresserbrief zusätzlich in den Ordnern mit den verschlüsselten Dateien gespeichert wird.
Für das Entschlüsselungsprogramm verlangt der Virus die Summe von 299 USD. Weitere Informationen über die Datenwiederherstellung erhält man, wenn man mit den Erpressern über die angegebenen E-Mail-Adressen Kontakt aufnimmt. Mit dem Vortex-Virus werden in der Regel diese zwei E-Mail-Adressen in Verbindung gebracht: [email protected] und [email protected]. Laut den bereitgestellten Informationen hat man vier Tage Zeit, um mit den Erpressern in Kontakt zu treten und das geforderte Geld zu überweisen. Nach Ablauf der Frist verdoppelt sich das Lösegeld. Wir empfehlen mit solchen Cyberterroristen keine Geschäfte zu machen und den Forderungen nicht Folge zu leisten. Vor allem sollte das Lösegeld nicht bezahlt werden, weil die Chancen auf eine Rettung der Dateien gering sind. Selbst wenn man es bezahlt, ist nicht garantiert, dass man die Dateien zurückbekommt. Sind die Dateien einmal verschlüsselt, kann man nichts dagegen machen. Statt den Kontakt mit den Entwicklern des Erpressungsprogramms zu suchen, sollten Sie Vortex lieber mit FortectIntego oder einer anderen vertrauenswürdigen Anti-Malware entfernen. Wenn Sie es noch nie mit solch einer Infizierung zu tun hatten, lesen Sie sich bitte zuerst die Entfernungsanleitung durch, die wir am Ende des Artikels vorbereitet haben. Es ist sehr wichtig, dass Sie alle schädlichen Dateien vom Computer entfernen, denn bleiben Reste von dem Erpressungsprogramm übrig, ist das System anfälliger für weitere Angriffe.

Wie Vortex ohne Ihr Wissen in den Computer gelangen konnte
Erpressungsprogramme tauchen nicht wie aus dem Nirgendwo auf dem Computer auf. Für solche schädlichen Viren sind bestimmte Bedingungen nötig, um ins System zu gelangen. Die erste Ursache ist ein mangelhafter Computerschutz. Wenn Sie keine Anti-Malware oder Anti-Spyware auf dem Computer installiert haben, haben schädliche Programme leichtes Spiel. Eine weitere Ursache für die Infizierung mit Erpressungsprogrammen ist der Computernutzer selbst, denn Schadsoftware wird meistens mithilfe von E-Mails befördert. Cyberkriminelle bringen in diesem Fall mit Methoden des Social Engineerings zum Öffnen des schädlichen Anhangs. Zu guter Letzt können Erpressungsprogramme mithilfe von Exploit-Kits ins System gelangen, welche sich Sicherheitslücken in veralteter Software zunutze machen. Die Programme auf dem Computer sollten aus diesem Grund immer auf dem aktuellsten Stand gehalten werden.
Vortex-Virus zügig entfernen
Wenn der Vortex-Virus Ihren Computer angegriffen hat und nun alle Dateien verschlüsselt worden sind, sollten Sie keine Zeit verschwenden und den Virus umgehend entfernen. Das Erpressungsprogramm befindet sich zurzeit noch in Untersuchung und es steht aus diesem Grund noch nicht fest, ob es überhaupt möglich ist einen Vortex-Decodierer zu entwickeln. Wir empfehlen daher: Geduldig sein und in Sachen Vortex auf dem Laufenden bleiben. Sobald ein Decodierer zur Verfügung steht, geben wir ihn hier bekannt. Im Folgenden die Entfernungsanleitung für den Vortex-Virus.
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