Welche Gemeinsamkeiten haben CryptoWall und CryptoWall 4.0?
CryptoWall und CryptoWall 4.0 sind beinahe identische Computerviren, die beide in die Kategorie der Ransomware gehören. Hat man es mit eins dieser Programme zu tun, muss man hauptsächlich wissen, dass es keine Anwendung gibt, die die Dateien wieder in Ordnung bringt und sie entschlüsselt. CryptoWall 4.0 verwendet genau wie sein Vorgänger moderne Techniken, um die wichtigen Dateien der Computernutzer zu verschlüsseln. Anschließend wird im Gegenzug für den speziellen Entschlüsselungsschlüssel die Bezahlung des Lösegelds gefordert. Wenn Sie nicht unnötig Ihr Geld ausgeben möchten, sollten Sie das Lösegeld nicht bezahlen. Es gibt nämlich bereits tausende Betroffene, die nachdem sie das Geld an die Hacker überwiesen haben mit nichts da stehen.
Verständlicher wird das Ganze wahrscheinlicher, wenn wir beim Anfang beginnen. Was also ist Ransomware? Ransomware ist ein sehr gefährlicher Computerparasit, der Dateien auf dem Computer verschlüsselt und für die Verschlüsselung kein „Rückgängig“ anbietet. Viren der Ransomware-Kategorie werden hauptsächlich von Hackern genutzt, um Dateien mit folgenden Endungen zu verschlüsseln: .docx, .pdf, .txt, .img, .gif, .mp3, .mp4, .flv. CryptoWall 4.0 kann bedauerlicherweise nicht nur die Dateien verschlüsseln, sondern auch deren Namen ändern. Der Virus ersetzt dabei den Dateinamen mit willkürlichen Zeichen, sodass der Betroffene nicht erkennt welche Dateien verschlüsselt worden sind. Die neue Version von CryptoWall wird zudem auch noch nur selten von Antivirenprogrammen erkannt und kann sogar die zweite Generation von Firewall-Lösungen für Unternehmen umgehen. Des Weiteren kann der Virus weitere Schadsoftware auf dem Computer installieren, um einer Entdeckung zu entgehen.
Nachdem die Ransomware die Dateien verschlüsselt hat, hinterlegt sie in jedem Ordner mit verschlüsselten Dateien eine Nachricht. Die Nachrichten können in der Form von .txt-, .html- oder .png-Dateien auftauchen. Im Folgenden ein Beispiel:
HELP_YOUR_FILES.TXT
HELP_YOUR_FILES.HTML
HELP_YOUR_FILES.PNG
In der Nachricht kann sich folgender Inhalt befinden:
Cannot you find the files you need?
Is the content of the files that you have watched not readable?
It is normal because the files‘ names, as well as the data in your files have been encrypted.
Congratulations!!!
You have become a part of large community CryptoWall.
[…]
For your attention, the software to decrypt the files (as well as the private key that come fitted with it) is a paid product.
Wie Sie sehen, soll man für einen suspekten „Schlüssel“ ein Lösegeld bezahlen. Es ist nicht empfehlenswert solchen Aussagen Glauben zu schenken, denn es gibt absolut keine Garantie, dass man den Schlüssel erhält und wieder Zugriff auf seine Dateien erlangt.

Wie konnte CryptoWall 4.0 den Computer infizieren?
CryptoWall 4.0, auch als HELP_YOUR_FILES bekannt, wird wie alle anderen Versionen von CryptoWall mithilfe von E-Mails verbreitet. Infizierte E-Mails werden normalerweise als Spam gefiltert, aber dennoch besteht die Möglichkeit, dass mancher E-Mail-Anbieter bei der Filterung fehlschlägt. Es gilt natürlich generell, dass man keine E-Mails von unbekannten Absendern öffnen sollte. E-Mails mit CryptoWall 4.0 enthalten einen Textanhang, welcher sich jedoch tatsächlich als JavaScript-Datei herausstellt. Sobald man sie öffnet, wird der Virus CryptoWall 4.0 auf dem System ausgeführt.
Wenn Sie keine Daten preisgeben möchten und nicht Ihre Dateien verlieren möchten, sollten Sie über den Schutz Ihres Computers nachdenken. Es ist äußerst empfehlenswert eine Anti-Malware, wie beispielsweise FortectIntego, zu installieren. Solche Programme können Ransomware wie CryptoWall 4.0 vom Computer entfernen. Hat aber eine Ransomware einmal die Dateien verschlüsselt, ist es sehr schwer oder sogar fast unmöglich wieder an die Dateien zu gelangen. Sie sollten aus diesem Grund auch immer ihre Dateien auf einer externen Festplatte sichern.
Wie entfernt man den Virus?
Sie können CryptoWall 4.0 mit einer Anti-Malware entfernen oder aber sich an der manuellen Entfernung versuchen. Für Letzteres haben wir eine Anleitung zusammengestellt, welche Sie weiter unten finden können. Vergessen Sie zukünftig nicht beim Internetsurfen vorsichtiger zu sein und öffnen Sie keine suspekten E-Mail-Anhänge. Verzichten Sie lieber auch auf das Besuchen von nicht vertrauenswürdigen Webseiten. Es gibt heutzutage leider viele Internetkriminelle, die sich viel Mühe geben.
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