Beschreibung der Ransomware LeChiffre:
Die Ransomware LeChiffre ist ein gefährlicher Virus, welcher jeden befallen kann, der einen Computer nutzt. Der Name des Virus deutet bereits auf seine Vorgehensweise hin: Der Virus nutzt einen bestimmten Algorithmus, um Daten zu verschlüsseln und sie unzugänglich zu machen. Falls der Virus ins Computersystem gelangt, macht er alle persönlichen Dateien (unter anderem Dokumente, Musik-, Video- und Audiodateien) ausfindig und verschlüsselt diese mit dem AES-Verfahren. Es werden dabei die ersten und letzten 8192 Bytes einer Datei verschlüsselt und anschließend der schädliche Schlüssel als 32-Byte Blob angehangen. Sobald die Datei verschlüsselt worden ist, ist sie dem Computernutzer unzugänglich und nutzlos.
Die Ransomware hinterlegt außerdem auf dem infizierten Computer eine Mitteilung im Format .html oder .txt. Darin wird folgendes angegeben:
Your important files […] which were crypted with the strongest military cipher RSA1024 and AES. No one can help you to restore files without out decoder, Photorec, RannohDecryptor […] repair tools are useless and can destroy your files irreversibly. If you want to restore files – send an e-mail to […] You will receive decrypted samples and our conditions how you’ll get decoder. Follow the instructions to send payment.

Wenn Sie diese Mitteilung sehen, wurde Ihr Computer offensichtlich mit dem LeChiffre-Virus infiziert. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle davon abraten das Lösegeld zu bezahlen. Internetkriminellen kann man nicht vertrauen. Es gibt keine Garantie, dass Sie wirklich wieder an Ihre Dateien gelangen. Zudem wurde bereits ein Entschlüsselungsprogramm entwickelt, welches aber bedauerlicherweise nur für LeChiffre 2.6 funktioniert (Aktualisierungen sind aber nicht ausgeschlossen). Sie können Ihre Dateien übrigens auch wiederherstellen, wenn Sie ein Back-up angefertigt haben. Falls Sie Kopien von Ihren Dateien haben, müssen Sie einfach nur zuerst LeChiffre vom Computer entfernen (bspw. mit FortectIntego) und dann die Dateien von Ihrer Datensicherungsfestplatte importieren. Vergessen Sie nicht, dass Sie Ihre Datensicherungen auf externen Festplatten speichern sollten, denn einige Viren können selbst Ihre Cloud-Speicher angreifen und die darin gespeicherten Dateien infizieren.
Wie infiziert man sich mit der Ransomware LeChiffre?
Sicherheitsexperten geben bekannt, dass LeChiffre keine typische Ransomware ist und in den meisten Fällen manuell verbreitet wird. Dies bedeutet, dass Internetkriminelle Zugriff auf den Computer haben und die Datei manuell herunterladen und ausführen. Neulich gab es solch ein Fall in Indien. Der LeChiffre-Virus wurde auf dem Computer in einer indischen Bank eingeschleust und dann mithilfe von Fernwartungsports, die keinen Passwortschutz hatten, an weitere Computer übertragen.
Man darf zudem nicht außer Acht lassen, dass Internetkriminelle Neues dazu lernen und tagtäglich deren Produkte verbessern. Wir möchten daher darauf hinweisen, dass man keine E-Mails von unbekannten Absendern (Ransomware wird nämlich häufig mit schädlichen E-Mail-Anhängen verbreitet) öffnen, keine Links auf riskante Webseiten anklicken oder unzuverlässige Software installieren sollte.
Wenn Sie wissen möchten, wie Sie die Dateien wieder entschlüsseln können, sollten Sie auf der nächsten Seite weiterlesen.
Wie entfernt man die Schadsoftware LeChiffre und stellt die Dateien wieder her?
Laut der Lösegeldforderung vom LeChiffre-Virus bekommt man nach 6 Monaten seine Dateien kostenlos wieder zurück. Auch wenn dies unwahrscheinlich ist, möchten Sie wirklich 6 Monate auf Ihre möglicherweisen wichtigen Daten warten? Viele brauchen jeden Tag ihre Dokumente, weshalb der sofortige Zugriff auf die verlorenen Dateien wünschenswert ist. Glücklicherweise gibt es bereits ein Entschlüsselungstool – Sie können es hier herunterladen. Vergessen Sie aber nicht, dass Sie zuerst den LeChiffre-Virus komplett vom Computer entfernen müssen, bevor Sie anfangen Ihre Dateien zu entschlüsseln. Sie können den Virus mit FortectIntego oder einer anderen Anti-Malware beseitigen.
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