Infiziert mit dem Vipasana-Virus: Was bedeutet das für Betroffene?
Unter den jüngsten Erpressungsprogrammen, die den Internetnutzern Probleme bereitet haben und immer noch bereiten, hinkt der erpresserische Virus Vipasana in Sachen Schaden und Gefahr sicherlich nicht hinterher. Obwohl der Begriff Vipasana eigentlich für eine bestimmte Art von Meditation steht, löst der Virus bei den Betroffenen alles andere als innere Ruhe aus, denn er kann mithilfe von bestimmten Algorithmen persönliche Dateien verschlüsseln. Zudem ist dieser Virus einer der wenigen, die die Dateien auch ohne eine Internetverbindung unzugänglich machen können. Das heißt, dass selbst wenn man es bei einem Angriff schafft den Computer vom Internet zu trennen, die Dateien trotzdem verschlüsselt werden. Wenn Sie Vipasana ebenfalls zum Opfer gefallen sind, sollten Sie sich auf die Entfernung des Virus konzentrieren. Eine Möglichkeit hierfür ist die Installation einer Anti-Spyware.
Anhand der Lösegeldforderung lässt sich sagen, dass der Virus an russischsprachige Computernutzer ausgerichtet ist. Aber auch wenn man in anderssprachige Länder lebt, darf man sich nicht in Sicherheit wiegen. Ferner ist bereits bekannt, dass der Virus das populäre Verschlüsselungsverfahren AES nutzt, welche von einen öffentlichen und privaten Schlüssel Gebrauch machen. Mit diesen Verfahren konnten bereits zahlreiche Benutzerdaten erfolgreich verschlüsselt werden. Vipasana sollte außerdem als besonders gefährlich betrachtet werden, weil es seine Aufgaben ohne eine Internetverbindung durchführen kann. Gelangt die schädliche Datei mit dem Virus einmal in den Computer, kann sich der Virus auch offline aktivieren.

Es wird außerdem angenommen, dass der Virus zu einer berüchtigten Gruppe von Viren gehört, die die gleiche E-Mail-Adresse zum Kontakt angeben. Es gibt mehrere Bedrohungen, wie z.B. [email protected] und [email protected], die auf die gleiche Weise arbeiten. Beim Vipasana ist jedoch unbekannt wie hoch die Lösegeldforderung ist. Betroffene sollen die Hacker via [email protected] kontaktieren. Für die Überweisung des Lösegelds legen die Hacker eine Frist von einer Woche fest. Ferner erklären sie wie man Bitcoins erwerben kann und wohin sie überwiesen werden sollen, wenn man seine persönlichen Dateien wiederhaben möchte. Wir müssen Sie leider daran erinnern sich bei Ihren Dateien keine großen Hoffnungen zu machen, selbst wenn Sie das Geld überweisen. Verantwortungsgefühl und Gewissen sind aller Wahrscheinlichkeit nach für Cyberkriminelle Fremdwörter und demzufolge ist die Wahrscheinlichkeit für den Wiedererhalt der Daten gering. Sie können stattdessen lieber Datenwiederherstellungsprogramme ausprobieren. Entfernen Sie aber zuerst den Virus vollständig.
Wie infiziert Vipasana die Computer?
Vipasana tendiert dazu wie andere Bedrohungen dieser Art die Computer durch Spammailanhänge zu infizieren. Überstürzen Sie es also nicht E-Mails zu öffnen, die angeblich von Steuerbehörden, Transportfirmen oder auch lokalen Gerichten stammen. Hacker haben in ihren Überredungskünsten definitiv Fortschritte gemacht. Gefälschte E-Mails enthalten aber trotzdem oft Grammatik- oder Tippfehler. Manchmal lassen sich auch einige Makel in den Logos finden. Seien Sie demzufolge aufmerksam und werfen Sie einen prüfenden Blick auf erhaltene E-Mails. Zusätzlich versucht man in solchen E-Mails auch gerne davon zu überzeugen den Anhang zu öffnen, welcher dann Vipasana oder ein anderes Erpressungsprogramm enthält. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie einfach die angegebene Behörde oder Firma. Ein leichtfertiges Öffnen von E-Mails kann langwierige Probleme mit sich bringen und sollte demzufolge vermeidet werden. Zu guter Letzt darf man außerdem nicht außer Acht lassen, dass die Schadsoftware mithilfe von Trojanern den Computer angreifen kann. In solchen Fällen ist eine leistungsstarke Anti-Spyware, wie FortectIntego, notwendig. Eine Anti-Spyware kann die Bedrohung erkennen, bevor sie aktiv wird und das Erpressungsprogramm walten lässt.
Entfernungsanleitung für Vipasana:
Wir empfehlen direkt die Wahl der automatischen Entfernung. Eine Anti-Malware wird Vipasana ausfindig machen und innerhalb weniger Minuten entfernen. Außerdem stellt die Verwendung einer Anti-Malware sicher, dass alle Dateien des Virus vom System entfernt werden. Nachdem die Bedrohung vollständig beseitigt worden ist, können Sie sich Gedanken über die Entschlüsselung Ihrer Dateien machen. Wie bereits erwähnt, haben Sie hier die Optionen für diverse Datenwiederherstellungsprogramme. Am besten wäre natürlich, wenn Sie von Ihren Dateien Sicherheitskopien angefertigt hatten. Wenn Sie bisher keine Sicherheitskopien angefertigt haben, ist es nun an der Zeit, dass Sie sich damit beschäftigen. Wichtige Dateien können Sie beispielsweise auf Wechseldatenträger speichern. Vergessen Sie außerdem nicht beim Surfen im Internet und Herunterladen von Software vorsichtig zu sein. Man ahnt leider nicht, wo der nächste Virus lauert.
Hat diese Anleitung geholfen?
Schreiben Sie den ersten Kommentar