Was weiß man über den .onion-Virus?

Es wird vermutet, dass der .onion-Virus eine neue Variante vom Erpressungsprogramm Dharma ist. Die Erpressungsprogrammfamilie wurde erstmals in November 2016 gesichtet und hat seitdem mehrere Updates erhalten. Vor Kurzem haben Schadsoftwareforscher Bezüge zwischen dem neuen .onion-Virus und dieser Familie entdeckt.
Der Virus befindet sich zwar immer noch in Untersuchung, aber man muss sich dennoch auf die Möglichkeit auf ein baldiges Antreffen gefasst machen. Die Erpressungsprogrammfamilie ist dafür bekannt Dateien diverser Dateitypen unzugänglich zu machen, aber nicht alle Versuche sind erfolgreich verlaufen. Manche Versionen von Dharma sind bereits entschlüsselbar und Betroffene können folglich die Dateien wiederherstellen, ohne dass Lösegeld zu bezahlen.
Der neue Schädling versieht die betroffenen Dateien mit der Endung .onion. Es ist jedoch noch nicht bekannt, ob die Daten wieder entschlüsselt werden können oder nicht. Neue Versionen von Erpressungsprogrammen wurden meistens verbessert. Die Autoren könnten also einige Mängel behoben und als Resultat einen stärkeren Virus entwickelt haben.
Wenn Sie auf den Schädling treffen, sollten Sie sich jedoch erstmal nicht auf die Wiederherstellung der Daten konzentrieren. Die wichtigste Aufgabe besteht zuerst darin den Virus zu entfernen, um das Gerät und die persönlichen Daten zu schützen. Wir empfehlen hierfür von einer Anwendung wie FortectIntego Gebrauch zu machen.
Das Ziel von datenverschlüsselnden Viren ist immer dasselbe: Geld erschwindeln. Die Schadsoftware ist quasi ein Erpressungsmittel, um mit dem illegalen Werk der Vorgänger fortzufahren. Die Gauner verlangen für die Nutzung der Entschlüsselungssoftware und damit die Wiederherstellung der Dateien Geld.
Unabhängig davon, wie viel Bitcoins man bereit ist zu bezahlen, könnte es passieren, dass der Deal nicht wie gehofft abläuft. Die Erpresser könnten sich mit dem Geld aus dem Staub machen ohne den Decrypter herauszurücken, weil sie ihn eventuell nicht haben oder einfach kein Interesse daran haben ihr Wort zu halten.
Nach einem Angriff ist es demzufolge ratsam den Virus zuerst zu entfernen und danach nach alternative Methoden zu suchen, um die Dateien wiederherzustellen. Vergessen Sie außerdem nicht, dass die früheren Versionen von Dharma bereits entschlüsselbar sind. Die Chancen sollten daher eigentlich gutstehen, dass Sie die Daten später kostenfrei wiederherstellen können.

Wie infiziert man sich mit Erpressungsprogrammen?
Die neue Variante von Dharma verbreitet sich vermutlich auf dieselbe Weise wie ihre Vorgänger – via schädliche E-Mail-Anhänge. Die Erpresser geben sich hierbei als Vertreter von diversen Institutionen, Organisationen oder Firmen aus und geben allerlei Gründe an, warum man das angehangene Dokument öffnen muss.
Auf dem ersten Blick kann es ziemlich schwierig sein den Schwindel auszumachen, denn sie können die Referenzen und Signaturen offensichtlich fälschen. Wenn Sie aber plötzlich eine E-Mail empfangen, die darum bittet Einzelheiten in einem Auszug oder sonstigen angehangenen Dokument zu prüfen und dann umgehend zu antworten, sollten Sie damit rechnen, dass etwas nicht stimmt.
Halten Sie in diesem Fall nach Grammatikfehlern Ausschau, prüfen Sie den Absender und seien Sie extrem kritisch. Erwarten Sie überhaupt solch eine E-Mail? Wenn nicht, dann löschen Sie sie. Wenn Sie trotz Zweifel das angehangene Dokument anklicken, können Sie sich mit dem .onion-Virus oder einer anderen Schadsoftware infizieren. Diese Verbreitungsmethode ist mittlerweile sehr beliebt und findet bei Hackern häufig Anwendung. Wenn Sie Ihre Daten schützen möchten, ist es äußerst ratsam in Bezug auf E-Mails nicht überstürzt zu handeln und insbesondere wichtige Dateien regelmäßig zu sichern.
Wie entfernt man den .onion-Virus vom Computer?
Bei einer Infizierung mit einem Erpressungsprogramm ist schnelles Handeln gefragt. Überlegen Sie nicht, ob Sie das Angebot für den Decrypter für ein paar Bitcoins in Anspruch nehmen sollten oder nicht. Das Ganze kann böse enden und zudem unterstützen Sie damit Cyberkriminelle.
Entfernen Sie also den .onion-Virus ohne groß nachzudenken mit einer bewährten Sicherheitssoftware. Datenverschlüsselnde Viren sind gefährlich und kompliziert, weshalb Sie sich auf professionelle Anwendungen stützen müssen. Wir empfehlen hierfür immer wieder gerne die Anwendungen FortectIntego, SpyHunterCombo Cleaner oder MalwarebytesMalwarebytes. Die Programme können problemlos schädliche Einträge auf dem System erkennen und sie löschen.
Die Entfernung wird aber dennoch nicht so einfach und reibungslos wie erwartet verlaufen, denn die Bedrohungen können des Öfteren Antivirenprogramme und Anti-Malwares blockieren. Sie können den Virus aber vorübergehend deaktivieren, indem Sie den Computer in den abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten und dann auf die benötigte Software zugreifen.
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