Ein kurzer Überblick über den Dharma-Virus:

Als die Ereignisse über das neue Erpressungsprogramm Dharma die Schadsoftwarenanalysten erreichten, haben viele darüber spekuliert, ob die Cyberinfizierung eine originale Kreation oder eine neue Version einer größeren Virenfamilie ist.
Experten weisen jedoch auf die Ähnlichkeit des Erpressungsprogramms CrySiS[1] hin und können sich durchaus vorstellen, dass die Entwickler einen Nachfolger erstellt haben, da die erste Version von CrySiS bereits entschlüsselt wurde. Die Beziehung zwischen Dharma und CrySiS wurde jedoch noch nicht offiziell bestätigt. Genau genommen gibt es zurzeit kaum Informationen über den neuen Virus.
Die Entwickler scheinen ihn so vage wie möglich halten zu wollen. Sie folgen keinen typischen Mustern wie es normalerweise andere Ersteller von Erpressungsprogrammen tun. Der Virus hinterlässt zum Beispiel keinen Erpresserbrief oder andere Dokumente, die Informationen über den Virus, seinen Ursprung oder seine Verfahrensweise liefern.[2]
Antivirenprogramme scheinen den Virus auch nicht erkennen zu können, wodurch die Entfernung von Dharma erheblich erschwert wird. Bewährte Antivirenprogramme wie FortectIntego können diese Hürden jedoch bewältigen und das Erpressungsprogramm vom Computer beseitigen. Bevor Sie also die Entfernung eines Virus angehen, sollten Sie sicherstellen, dass Sie die richtigen Tools dafür haben.

Wenn Dharma auf dem infizierten Computer keinen Erpresserbrief speichert, woher wissen die Opfer dann an wem sie sich bezüglich der Entschlüsselung der Daten wenden können? Die abgeänderten Dateiendungen liefern hierfür Hinweise. Betroffene sollten die Verbrecher über die E-Mail-Adresse kontaktieren, die an den betroffenen Dateien angehangen wird. Abgesehen von der E-Mail-Adresse ist am Ende auch ein „.dharma“ zu finden.
Heißt die ursprüngliche Datei beispielsweise „bild.jpg“, dann würde bei einer Infizierung mit Dharma die Datei nun zu “bild.jpg[E-Mail-Adresse].dharma” umbenannt. Interessant ist, dass die E-Mail-Adressen variieren. Im Falle einer Infizierung könnte die E-Mail-Adresse also [email protected], [email protected] oder Ähnlich lauten. Wir raten dringendst davon ab mit Cyberkriminellen in Kontakt zu treten.
Es lässt sich nämlich nicht sagen, was zu erwarten ist und wohin das Ganze führt. Angemessener wäre die Entfernung von Dharma, damit man den Computer wieder normal verwenden kann. Wenn Sie den Computer weiterhin mit Dharma nutzen, wird jede neue Datei beim nächsten Systemstart verschlüsselt.
Wie wird das Erpressungsprogramm befördert?
Die Verbreiter von Dharma haben sich diverse listige Methoden ausgedacht, um die Anwendungen in die Computer einzuspeisen. Die gängigste hiervon ist sie via spam zu senden.[3] Sie erstellen betrügerische E-Mails und hängen dann ihre Schadsoftware an.
Bedauerlicherweise fallen viele Computernutzer auf die Tricks herein. Falls Sie eine E-Mail von einem unbekannten Absender, einer Firma oder einer Institution erhalten, sollten Sie sie sorgfältig überprüfen. Stellen Sie sich die Frage, ob Sie überhaupt solch eine E-Mail erwarten und es einen Grund dafür geben könnte.
Wenn nicht, haben Erpresser Sie wahrscheinlich im Visier. Bleiben Sie in diesem Fall von dem Anhang der E-Mail fern und löschen Sie sie direkt. Andernfalls könnte sich die Schadsoftware als Flugticket, Strafzettel oder ähnliches überzeugendes Dokument getarnt in den Computer einschleichen.
Wie entfernt man Dharma vom Computer?
Alle Computersicherheitsexperten sind sich darüber einig, dass der Dharma-Virus und jeder andere erpresserische Virus am besten mit einer professionellen Anti-Malware[4] entfernt wird. Wie wir aber bereits erwähnt haben, ist der Virus besonders gut darin sich zu verstecken und wird womöglich nicht von den Sicherheitsanwendungen erkannt.
Aus diesem Grund sind einige extra Schritte notwendig, bevor man einen Systemscan durchführt. Diese Schritte führen wir im Folgenden auf. Vergessen Sie anschließend nicht Ihr System zu scannen!
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