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Wallet-Erpressersoftware. Richtig entfernen? (Anleitung für die Deinstallation)

von Alice Woods - -   Dharma | Virustyp: Ransomware
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Weiterhin neue Updates für Erpressungsprogramm Wallet

Als Sicherheitsexperten Dateien entdeckt haben, die am Ende mit .wallet markiert worden sind, wurde der dafür verantwortliche Virus mit dem Namen Wallet-Virus getauft. Während der Untersuchungen wurde festgestellt, dass es sich hierbei um ein Krypto-Erpressungsprogramm handelt, das von der Virenfamilie Dharma abstammt. Diese fest etablierte Gruppe an Erpressungsprogrammen ist bereits dafür bekannt komplexe Verschlüsselungsalgorithmen anzuwenden, wie bspw. AES und RSA. Obwohl der Code von Dharma und Wallet quasi identisch ist und Experten nicht zögern die Virenbezeichnungen synonym zu verwenden, ist es für den regulären Computernutzer wahrscheinlich eine etwas andere Erfahrung. Jeder dieser Viren markiert die verschlüsselten Dateien nämlich mit unterschiedlichen Namenszusätzen. Betroffenen zufolge versieht der Wallet-Virus verschlüsselte Dateien mit einem .wallet oder [mk.scorpion@aol.com].wallet.lock. Zudem werden verschiedene E-Mail-Adressen als Kontaktinformationen angegeben. Der Einfachheit halber und um Ihnen etwas Zeit zu ersparen, gehen wir in den folgenden Abschnitten nur auf die Hauptcharakteristiken des Wallet-Virus ein. Sie werden am Ende des Artikels außerdem hilfreiche Ratschläge für die Entfernung von Wallet (Dharma) finden.

Sobald sich der Wallet-Virus auf dem System befindet, aktiviert er seine schädliche Programmdatei, die den Systemscan veranlasst. Während des Scans sucht der Virus nach bestimmte Dateitypen, hauptsächlich persönliche Dokumente, Medien, Archive usw. Anschließend verschlüsselt er sie und markiert sie mit .wallet oder mit einer zusätzlichen E-Mail-Adresse der Erpresser wie bspw. [mk.scorpion@aol.com].wallet.lock. Des Weiteren ersetzt der Virus den Bildschirmhintergrund mit einer Mitteilung. Im Folgenden eine Abschrift:

“//hallo, our dear friend!
//looks like you have some troubles with your security.
//all your files are now encrypted.
//using third-party recovering software will corrupt your data.
//you have only one way to get them back safely – using our decryption tool.
//to get original decryption tool contact us with email. in subject like write your ID, which you can find in name of every crypted file, also attach to email 3 crypted files.
lavandos@dr.com
//it is in your interest to respond as soon as possible to ensure the restoration of your files, because we won’t keep your decryption keys at our servers more than 72 hours in interest of our security.
//P.S. only in case you don’t receive a response from the first email address within 24 hours, please use this alternative email address.
amagnus@india.com

Wie wir bereits erwähnt haben, können die E-Mail-Adressen in diesem Erpresserbrief verschieden sein. Einige wenige Beispiele hierfür sind mmk.scorpion@aol.com, orlegionfromheaven@india.com, destroed_total@aol.com, stopper@india.com, bitcoin143@india.com, mkgoro@india.com, mkliukang@india.com und lavandos@dr.com. Der Erpresserbrief wurde zwar in Englisch verfasst, aber es ist offensichtlich, dass es für die Täter eine Fremdsprache ist. Ungeschickte syntaktische Konstruktionen und Rechtschreibfehler verraten sie. Nichtsdestotrotz sind das Ziel Computernutzer, die Englisch sprechen und die Situation verstehen. Obwohl weitere Anweisungen für die Datenwiederherstellung nur nach der Kontaktaufnahme mit den Kriminellen ausgehändigt werden, können wir bereits annehmen, dass ein bestimmter Betrag an Bitcoins überwiesen und das Ganze möglicherweise über das anonyme Tor-Netzwerk geschehen soll. Die Lösegeldbezahlung sollte allerdings die letzte Option sein. Experten empfehlen den Wallet-Virus zu entfernen und Kriminelle nicht finanziell zu unterstützen

Wallet-Erpressungsprogrammversionen

Joker_lucker@aol.com ist eine von den vielen Versionen des Wallet-Virus, die sich auf die Verschlüsselungsalgorithmen AES und RSA verlassen. Die Algorithmen werden zur Verschlüsselung von Word-, PDF-, Excel- und ähnlichen Dateien verwendet, um sie unzugänglich zu machen. Man kann die vom Joker_lucker@aol.com-Virus oder anderen Erpressungsprogrammen verschlüsselten Dateien unterscheiden, indem man die Dateinamen genauer beäugt, denn sie markieren die Dateien mit der entsprechenden E-Mail-Adresse. Im Falle einer Infizierung lassen sich die Dateien mit Back-ups wiederherstellen. Die Täter empfehlen natürlich einen speziellen Entschlüsselungsschlüssel kaufen, der nach der Verschlüsselung an ihre C&C-Server übertragen wurde. Bitte gehen Sie den Forderungen nicht nach! Es ist durchaus möglich, dass Sie sonst am Ende mit nichts dastehen!

Mk.scorpion@aol.com kann ein Großteil der auf dem Computer gespeicherten Dateien verschlüsseln. Das Erpressungsprogramm geht hierbei genau wie seine Vorgänger vor und verlangt nach der Verschlüsselung ein Lösegeld. Es versieht die korrupten Dateien im Dateinamen typischerweise mit .[Mk.scorpion@aol.com].wallet und speichert ebenfalls die Datei README.txt auf dem Computer, welche Informationen über die Datenwiederherstellung enthält. Die Anweisungen vom Mk.scorpion@aol.com-Erpressungsprogramm sind allerdings nicht so detailliert, wie die von anderen Erpressungsprogrammen. In allen Fällen sollte man es nicht in Betracht ziehen das Lösegeld zu bezahlen.

Wie verbreitet sich der Virus?

Wallet nutzt genau wie der originale Virus Phishing, um in die Computer einzudringen. Meistens verlassen sich die Betrüger hierbei auf Spammails und senden ihre infizierten Dateien in die Posteingänge der potenziellen Opfer. Der Empfänger muss dann nur noch die Datei in der überzeugend aussehenden E-Mail herunterladen und er setzt den Virus frei. Es gibt zurzeit immer noch zahlreiche Computernutzer, die auf solche Tricks hereinfallen. Man kann ihnen auch nichts vorwerfen, denn die Hacker machen von fortschrittlichen Social-Engineering-Techniken Gebrauch, um vom Download der vermeintlichen Flugtickets, Rechnungen und Ähnlichen zu überzeugen. Das zeigt lediglich, dass man die Sicherheit von E-Mails nicht voraussetzen sollte, selbst wenn sie von einer bekannten Organisation oder Behörde stammen. E-Mails sollten immer erst unter die Lupe genommen werden, bevor man ihre Inhalte öffnet. Auf diese Weise lässt sich zumindest verhindern, dass Dateien auf dem Computer von einem Erpressungsprogramm wie Wallet verschlüsselt werden.

Die Entfernung von Wallet

Erpressungsprogramme sind hinsichtlich ihrer Vielschichtigkeit und ihren Auswirkungen auf dem System eine der führenden Viren. Im Anbetracht dessen kann man auch erwarten, dass die Entfernung von Wallet nicht so leicht vonstattengehen wird. Natürlich gibt es Tools, die eine Entfernung enorm erleichtern. Ein vollständiger Systemscan mit einer professionellen Anti-Malware dauert nicht länger als 10 Minuten und der Computer kann anschließend wieder normal verwendet werden. Allerdings legen solche Viren einen auch gerne Steine in den Weg, weshalb es nicht überraschend wäre, wenn die Entfernung beim ersten Mal nicht klappt. Wir haben für diesen Fall eine Anleitung vorbereitet, die Ihnen dabei helfen sollte den Wallet-Virus endgültig und erfolgreich zu beseitigen.

Wir können mit jedem Produkt, dass wir auf unserer Seite empfehlen, affiliiert sein. Weitere Auskunft in unsern Nutzungsbedingungen. Mit dem Herunterladen einer vorausgesetzten Anti-spyware Software, um Wallet-Erpressersoftware zu entfernen, stimmen sie unserer Datenschutz und Nutzungsbedingungen.
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Was ist zu tun, wenn das Programm nicht hilft?
Wenn Sie die Infizierung nicht mit Reimage beseitigen konnten, kontaktieren Sie unser Support-Team unter Frage stellen und geben Sie so viele Informationen wie möglich.
Für die Deinstallation von Wallet-Erpressersoftware ist Reimage empfehlenswert. Der kostenlose Scanner lässt einen überprüfen, ob der Computer infiziert ist oder nicht. Falls Sie Schadsoftware entfernen müssen, müssen Sie die lizenzierte Version von Reimage erwerben.

Weitere Informationen über das Programm können Sie in der Beurteilung von Reimage finden.

Weitere Informationen über das Programm können Sie in der Beurteilung von Reimage finden.
Pressebeiträge auf Reimage
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Wallet-Erpressersoftware-Screenshot
Wallet-Erpressersoftware-Screenshot

Anleitung für die manuelle Entfernung des Wallet-Virus:

Entfernen Sie Wallet mit Safe Mode with Networking

Reimage ist ein Programm zum Erkennen von Schadsoftware.
Für die Beseitigung von Infizierungen ist die Vollversion notwendig.
Weitere Informationen über Reimage.

Wallet lässt sich am besten entfernen, wenn man den Computer in den abgesicherten Modus startet. Sie finden hierfür im Folgenden eine Anleitung:

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Networking

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Safe Mode with Networking von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Networking'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Networking. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Networking'
  • Schritt 2: Entferne Wallet

    Melden Sie sich am infizierten Computer an und starten Sie den Browser. Laden Sie Reimage oder eine andere legitime Anti-Spyware herunter. Aktualisieren Sie das Programm bevor Sie einen vollständigen Systemscan ausführen und entfernen Sie die schädliche Dateien, die zu der Ransomware gehören und stellen Sie die Entfernung von Wallet fertig.

Probieren Sie folgende Methode aus, falls die Ransomware Safe Mode with Networking blockiert.

Entfernen Sie Wallet mit System Restore

Reimage ist ein Programm zum Erkennen von Schadsoftware.
Für die Beseitigung von Infizierungen ist die Vollversion notwendig.
Weitere Informationen über Reimage.

Für eine reibungslose Entfernung des Erpressungsprogramm muss man den Virus erst stoppen. Befolgen Sie hierfür die unten aufgeführten Schritte. Vergessen Sie nicht das Gerät anschließend mit einer Anti-Malware zu scannen!

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Command Prompt

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Command Prompt von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Command Prompt'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Command Prompt. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Command Prompt'
  • Schritt 2: Stellen Sie Ihre Systemdateien und -einstellungen wieder her.
    1. Sobald das Fenster Command Prompt auftaucht, geben Sie cd restore ein und klicken Sie auf Enter. Geben Sie 'cd restore' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    2. Geben Sie nun rstrui.exe ein und drücken Sie erneut auf Enter.. Geben Sie 'rstrui.exe' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    3. Wenn ein neues Fenster auftaucht, klicken Sie auf Next und wählen Sie einen Wiederherstellungspunkt, der vor der Infiltrierung von Wallet liegt. Klicken Sie anschließend auf Next. Wenn das Fenster 'System Restore' auftaucht, wählen Sie 'Next' Wählen Sie den Wiederherstellungspunkt und klicken Sie auf 'Next'
    4. Klicken Sie nun auf Yes, um die Systemwiederherstellung zu starten. Klicken Sie auf 'Yes' und starten Sie die Systemwiederherstellung
    Nachdem Sie das System zu einem früheren Datum wiederhergestellt haben, vergewissern Sie sich, dass die Entfernung von Wallet erfolgreich war, indem Sie Reimage herunterladen und damit den Computer scannen.

Bonus: Wiederherstellung der Daten

Die oben aufgeführte Anleitung soll dabei helfen Wallet vom Computer zu entfernen. Für die Wiederherstellung der verschlüsselten Dateien empfehlen wir eine ausführliche Anleitung von den Sicherheitsexperten von dieviren.de zu nutzen.

Wenn Ihre Dateien von Wallet verschlüsselt worden sind, haben Sie für die Wiederherstellung mehrere Möglichkeiten:

Verschlüsselte Dateien mit Data Recovery Pro entschlüsseln

Nachdem Sie Wallet vom Computer entfernt haben, sollten Sie natürlich versuchen Ihre Dateien zu entschlüsseln. Sie können zu diesem Zweck Data Recovery Pro ausprobieren.

  • Laden Sie Data Recovery Pro (https://dieviren.de/download/data-recovery-pro-setup.exe) herunter;
  • Führen Sie die Schritte der Data Recovery aus und installieren Sie das Programm auf dem Computer;
  • Starten Sie es und scannen Sie den Computer nach Dateien, die von Wallet verschlüsselt worden sind;
  • Stellen Sie sie wieder her.

Wann ist die Vorgängerfunktion von Windows hilfreich?

Die von Windows erstellten Vorgängerversionen sind eine praktische und effektive Methode, um verschlüsselte Daten wiederherzustellen. Allerdings funktioniert das Feature nur, wenn man schon vor dem Angriff des Virus die Systemwiederherstellung aktiviert hatte.

  • Suchen Sie nach einer verschlüsselten Datei, die Sie wiederherstellen möchten und führen Sie einen Rechtsklick darauf aus;
  • Selektieren Sie “Properties” und gehen Sie zum Reiter “Previous versions”;
  • Kontrollieren Sie hier unter “Folder versions” alle verfügbaren Kopien. Wählen Sie die Version aus, die Sie wiederherstellen möchten und klicken Sie auf “Restore”.

ShadowExplorer für die Wiederherstellung von verschlüsselten Dateien

ShadowExplorer ist eine Software, die für die Wiederherstellung die Schattenkopien von Dateien nutzt. Diese Wiederherstellungsmethode ist jedoch nur erfolgreich, wenn die Schattenkopien nicht beschädigt worden sind oder sie vom Virus gelöscht wurden.

  • Laden Sie Shadow Explorer (http://shadowexplorer.com/) herunter;
  • Folgen Sie den Anweisungen des Einrichtungsassistenten von Shadow Explorer und installieren Sie die Anwendung auf dem Computer;
  • Starten Sie das Programm und wählen Sie mithilfe des Auswahlmenüs oben links in der Ecke ihre Festplatte mit den verschlüsselten Daten aus. Kontrollieren Sie die vorhandenen Ordner;
  • Führen Sie auf den wiederherzustellenden Ordner einen Rechtsklick aus und wählen Sie “Export”. Sie können ebenfalls auswählen, wo der Ordner wiederhergestellt werden soll.

Der Dharma-Decodierer

Die Entschlüsselungsschlüssel für Dharma wurden bereits vor einigen Monaten veröffentlicht. Die Sicherheitsexperten von Kaspersky konnten dank dieser eine neue Version des Rakhni-Decodierers erstellen, welcher auch bei Wallet-Dateien verwendet werden kann. Laden Sie das Tool hier herunter.

Als Letztes sollten Sie sich natürlich immer über den Schutz vor Crypto-Ransomware Gedanken machen. Um den Computer vor Wallet und anderer Ransomware zu schützen, sollten Sie eine bewährte Anti-Spyware, wie beispielsweise Reimage, Plumbytes Anti-MalwareWebroot SecureAnywhere AntiVirus oder Malwarebytes Anti Malware, nutzen.

Über den Autor

Alice Woods
Alice Woods

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Quelle: https://www.2-spyware.com/remove-wallet-ransomware-virus.html

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