Was sind adware und wie entfernt man sie?

von Olivia Morelli - - Aktualisiert | Virustyp: Adware
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Adware ist der englische Begriff für Programme, die Werbung auf dem Computer anzeigen. Sobald solch ein Programm auf dem System installiert ist, verursacht es direkt das Einblenden von werbe- und verkaufsfördernden Inhalten, darunter Pop-ups, Banner, in-Text-Links und Ähnliches, womit die Beliebtheit der beworbenen Webseiten gesteigert werden soll.

Adware wird normalerweise entwickelt, um bestimmte Parteien zu bewerben und Geld für die Entwickler zu verdienen. Fügt man sie jedoch zum Browser hinzu, kann solch eine Software auch Informationen über die Aktivitäten der Benutzer im Internet sammeln. Die gesammelten Informationen sind nicht personenbezogen und werden dazu verwendet allgemeine Statistiken zu erstellen, wie beispielsweise welche Webseiten am meisten besucht werden, welche Anzeigen angeklickt werden und welche Informationen eingegeben werden. Es ist erwähnenswert, dass Adware gewöhnlich in zwei Kategorien unterteilt wird – potenziell unerwünscht und rechtmäßig. Illegale Werbeprogramme sind sehr gefährlich, weil sie anfangen können sensible Daten zu erfassen. In diesem Fall geben Benutzer unfreiwillig Informationen wie die Anmeldedaten, E-Mail-Adressen, IP-Adressen, Standorte und Ähnliches preis.

Adware

Das typische Verhalten einer Adware auf dem System

Wenn eine Adware das System infiltriert, installiert sie normalerweise ihre Dateien und wird dann im Systemhintergrund ausgeführt. Zudem verursacht sie folgendes:

  • Pop-ups, Banner und in-Text-Links, womit der Beliebtheitsgrad der Partner gesteigert werden soll.
  • Weiterleitungen nach Partnerwebseiten. Mit solchen Aktivitäten versucht man den Traffic zu den Seiten anzukurbeln.
  • Das Installieren von zusätzlichen Komponenten ohne eine Zustimmung des Computernutzers. Adware arbeitet nämlich typischerweise mit Toolbars derselben Kategorie, anderer Adware und unerwünschter Drittsoftware zusammen.
  • Das Ausspionieren der Benutzeraktivitäten im Internet und das Ansammeln von Informationen über deren Interessen, meistbesuchten Webseiten, eingegebenen Daten usw. Das komplette Datenpaket wird direkt nach der Erfassung an Remote-Server übertragen.
  • Eine verminderte allgemeine Systemleistung. Einige Schädlinge der Adware-Kategorie sind schlecht programmiert, weshalb sie Systemverlangsamungen verursachen und der Computer instabil wird.
  • Das automatische Aktualisieren ohne jegliche Information für den Benutzer darüber, dass weitere Dateien installiert werden.
  • Um die Entfernung zu verhindern, wird zudem keine vollständige Deinstallationsfunktion angeboten. Nach der Entfernung von Adware wird man feststellen, dass sie nach einem Computerneustart wiederauftaucht. Das ist leider ein typisches Merkmal von Programmen der Adware-Kategorie.

Die gängigsten Methoden für die Verbreitung

Adware wird nicht wie reguläre Viren verbreitet. Sie nutzen keine Trojaner oder ähnliche schädliche Komponenten, wenn Sie das System infizieren möchten. Stattdessen verlassen sie sich auf diese drei Verbreitungsmethoden:

Irreführende offizielle Webseiten. Die meisten Programme der Adware-Kategorie haben ihre eigene offizielle Webseite, wo sie als nützliche Tools beworben werden, wie zum Beispiel als leistungsstarkes Add-ons für den Browser, nützliche Shoppinghilfen oder unterhaltsame Spiele-Plug-ins. Wenn man annimmt, dass solche Anwendungen helfen Geld zu sparen, kann man sehr schnell mit einer Adware auf dem Computer enden. Es ist daher immer ratsam im Internet nach weiteren Informationen über das zu installierende Programm zu suchen.

Softwarepakete (Bundling). Es gibt viele kostenlose Programme (Freeware und Shareware), die mit Adware gebündelt worden sind. Wenn man die Installation einer Freeware nicht überwacht, ist es demzufolge möglich, dass unerwünschte Add-ons, Erweiterungen, Plug-ins, Toolbars und ähnliche Adware auf dem Computer landen. Das Deinstallieren der Hauptanwendung entfernt allerdings nicht die zusätzlich installierte Adware. Diese Art der Verbreitung ist am geläufigsten, wenn Adware und ähnliche Schädlinge, wie bspw. Browser-Hijacker, unter die Leute gebracht werden sollen. Zum Schutz sollte man daher bei Freeware immer die benutzerdefinierte oder die erweiterte Installation wählen.

Irreführende/falsche Pop-ups. Auf irreführende Pop-ups zu klicken kann sehr gefährlich sein und zu der Infiltrierung von Adware führen. Die meisten solcher Benachrichtigungen „empfehlen“ fehlende Updates, notwendige Software und ähnliche Komponenten herunterzuladen. Sicherheitsexperten raten dazu solche Meldungen zu ignorieren. Der sicherste Weg, um benötigte Programme zu aktualisieren/installieren, ist die Nutzung ihrer offiziellen Webseiten.

Die relevantesten Programme in der Adware-Kategorie

DNS Unlocker: Eine extrem aggressive Adware, die allerlei Techniken nutzt, um ihre Entfernung vom System zu verhindern. Sie dient eigentlich dem Entsperren von nicht zugänglichen Webseiten, aber man bekommt stattdessen lediglich irreführende Pop-ups auf den Lieblingswebseiten eingeblendet. Das Anklicken der Pop-ups ist nicht empfehlenswert, da sie zu der Infiltrierung weiterer Adware, wie DNS Unblocker, DNS-Locker und DNS-Keeper, führen können. In den meisten Fällen infiltriert das Programm den Computer allerdings ohne die Zustimmung des Benutzers.

Outrageous deal: Eine Adware, die sehr intensive Marketingkampagnen durchführt, um sich zu bewerben. Man kann sie entweder von ihrer offiziellen Webseite oder durch Softwarepakete herunterladen und installieren. Wir empfehlen dringendst solche Programme zu entfernen, weil deren Anzeigen und ähnlichen Mitteilungen dazu führen können, dass man schädliche Webseiten, wo sich Geld erschwindelt wird, besucht. Wenn man im Umgang mit dem Computer nicht besonders erfahren ist, kann es passieren, dass die manuelle Entfernung des Programms fehlschlägt, weshalb die automatische Entfernung von Adware empfehlenswert ist.

Offers4U: Diese Adware wird zwar als Shoppinghilfe beworben, aber es lässt sich kaum jemand finden, der mit der Anwendung Geld sparen konnte. Solche Programme nutzen ihre Werbung nämlich typischerweise, um nach vorbestimmte Webseiten weiterzuleiten, weshalb sie auch mit allerlei Rabatten und Preisvergleichen versehen sind. Das Hauptproblem hier ist, dass man nie wirklich weiß, wo man landen wird. Möchte man die Weiterleitungen von Offers4U vermeiden, muss die Adware entfernt werden.

Den Computer nach der Infiltrierung einer Adware wieder in Ordnung bringen

Bei der Entfernung von Adware hat man zwei unterschiedliche Möglichkeiten:

Die manuelle Entfernung: Jede Adware hat ihre eigenen Entfernungsschritte, die für eine erfolgreiche Entfernung notwendig sind. Unsere Experten von DieViren testen die Adware, finden den einfachsten Weg zur Entfernung und erstellen dann eine Anleitung. Zahlreiche Fälle haben allerdings gezeigt, dass die manuelle Entfernung von Adware kompliziert sein kann, da diese Programme meist in Softwarepaketen mit diversen Komponenten verbreitet werden. Um unerwünschte Dateien und ähnliche Komponenten nicht auf dem Computer zu hinterlassen, sollte man die automatische Entfernung wählen. 

Die automatische Entfernung: Die Verwendung einer legitimen Anti-Spyware ist der zuverlässigste Weg, um Adware und ihre Komponenten zu entfernen. Man sollte in diesem Fall eine vernünftige Auswahl treffen, denn es gibt viele irreführende Beurteilungen im Internet. Unser DieViren-Team informiert immer welche Programme für die spezifische Adware verwendet werden können. Die Programme haben gewöhnlich spezielle Datenbanken für die Signaturen der Schädlinge, womit ein Großteil von unerwünschten Komponenten erkannt und beseitigt werden können.

Die neuesten Zugänge in der Virendatenbank

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Informationen aktualisiert am: 2016-03-18

Quelle: https://www.2-spyware.com/adware-removal

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