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  • Geprüft · Apr. 2021

PyLocky-ErpressersoftwareRichtig entfernen?

Eine Schritt-für-Schritt-Entfernungsanleitung für betroffene Geräte. Folgen Sie dem geprüften Verfahren unten — die meisten Leser sind in unter 10 Minuten fertig.

Olivia Morelli · Schadsoftwareanalystin

PyLocky ist ein Kryptovirus, der die bekannte Ransomware Locky nachahmt

Locky Locker ransomware image

PyLocky ist eine gefährliche Cyberbedrohung, die eine Kombination aus den Verschlüsselungsalgorithmen AES und RSA verwendet, um die häufigsten verwendeten Dateien auf dem Rechner zu verschlüsseln. Sicherheitsforscher weisen darauf hin, dass der dateiverschlüsselnde Virus ein Nachahmer der berüchtigten Erpressersoftware Locky ist. Sobald der Virus in das System eindringt, markiert er die verschlüsselten und somit nutzlos gewordenen Dateien mit einer dieser Erweiterungen: .locky, .lockymap, .lockedfile. Die Opfer erhalten zudem in der Datei LOCKY-README.txt eine Lösegeldforderung, die sie über die Entschlüsselungsmöglichkeiten informiert und zur Zahlung des Lösegeldes in Bitcoins auffordert. Die Bedrohung kann allerdings auch unter den Namen Locky Locker als lock.exe oder Facture_25.07.2018_991030.exe in das System gelangen. Im August 2018 wurde die neue Version von PyLocky veröffentlicht, die die Erweiterung .lockedfile enthält. Die Schadsoftware zielt aktiv auf Frankreich ab, und zwar mithilfe von Spammails, die von ouisorties[..]fr versendet werden. Die neueste Version ist jedoch in insgesamt vier verschiedenen Sprachen verfügbar: Englisch, Französisch, Italienisch und Koreanisch.

Name PyLocky 
Typ Ransomware/Erpressersoftware
Auch bekannt als Locky Locker 
Gefährlichkeitsgrad Hoch. Kann Änderungen am System vornehmen
Programmdateien lock.exe, Facture_25.07.2018_991030.exe
Verschlüsselung AES und RSA
Endung .locky, .lockedfile, .lockymap
Lösegeldforderung LOCKY-README.txt
Verbreitung Systeme können sich über schädliche Spammails infizieren
Entfernung Der sicherste Weg zur Entfernung des PyLocky-Virus ist mit FortectIntego oder einem anderen bewährten Antivirenprogramm den Computer zu überprüfen

In der Regel gelangt die Ransomware PyLocky in die Systeme, wenn der Benutzer einen böswilligen E-Mail-Anhang mit der Nutzlast des Virus öffnet. Danach beginnt die Kryptoschadsoftware, Daten auf dem betroffenen Computer zu verschlüsseln und macht sie unbrauchbar.

Nach der erfolgreichen Verschlüsselung legt PyLocky eine Lösegeldforderung in jedem Ordner mit verschlüsselten Dateien ab. Die neueste Version der PyLocky-Erpressersoftware verwendet einen in vier verschiedenen Sprachen verfassten Erpresserbrief. Beginnend mit Englisch, gefolgt von Übersetzungen in Französisch, Italienisch und sogar Koreanisch.

Der englische Teil der Lösegeldforderung besagt folgendes:

Please be adviced:
All your files, pictures document and data has been encrypted with Military Grade Encryption RSA AES-256.
Your information is not lost. But Encrypted.
In order for you to restore your files you have to purchase Decrypter.
Follow this steps to restore your files.

1* Download the Tor Browser. ( Just type in google „Download Tor“ ).
2* Browse to URL : [URL to a TOR-based page]
3* Purchase the Decryptor to restore your files.

It is very simple. If you don’t believe that we can restore your files, then you can restore 1 file of image format for free.
Be aware the time is ticking. Price will be doubled every 96 hours so use it wisely.

Die Kriminellen informieren, dass die Benutzerdaten mit Algorithmen militärischen Niveaus verschlüsselt sind und für die Entschlüsselungssoftware die Bezahlung des Lösegeldes erforderlich ist. Hierfür wiederum muss man den Tor-Browser herunterladen und den Decryptor mithilfe von Bitcoins kaufen. Durch die Nutzung von Tor und Bitcoins sorgen die Hacker für ihre Anonymität, denn die illegalen Transaktionen können hierdurch nicht bis zu den Angreifern zurückverfolgt werden. 

Experten raten PyLocky-Opfern jedoch dringend davon ab, das Lösegeld zu zahlen. Auch wenn es einschüchternd wirkt, dass Kriminelle damit drohen den Preis für den Entschlüsseler alle 96 Stunden zu verdoppeln, gibt es dennoch Alternativen, wie man die Daten zurückbekommt. Darüber hinaus sind Cyberkriminelle mit Sicherheit nicht diejenigen, denen man Vertrauen schenken sollte.

Der Virus ist derzeit aktiv im Umlauf und wird stets aktualisiert. Es gilt also Vorsicht, wenn Sie sich mit einer Version von  PyLocky infizieren. Die neueste Variante zielt nach Ansicht von Cybersicherheitsexperten auf Frankreich ab. Aber auch wenn die meisten Opfer aus Frankreich stammen, heißt dies nicht, dass der Rest der Welt verschont bleibt. Die Schadsoftware kann sich immer noch auf der ganzen Welt ausbreiten.

 PyLocky ransomware virus

Forscher geben an, dass die Opfer in den meisten Fällen aufgefordert werden, mehr Geld zu zahlen, wenn sie mit dem anfänglichen Lösegeldbetrag einverstanden sind. Darüber hinaus bleibt nach der Transaktion eine Vielzahl von Nutzern ohne Entschlüsselungssoftware zurück. Sie sollten daher auf die Zahlung des Lösegeldes verzichten und stattdessen die PyLocky-Ransomware entfernen, wenn Sie .lockedfile,.lockymap und ähnliche Dateierweiterungen an Ihren Daten gefunden haben.

Nach der Entfernung von PyLocky können Sie alternative Optionen zur Datenwiederherstellung ausprobieren. Unsere Experten haben eine Liste effektiver Tools zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen können, Dateien wiederherzustellen, die durch Ransomware verschlüsselt worden sind. Allerdings muss die Infizierung zuerst beseitigt werden. Scannen Sie hierzu den PC einfach mit FortectIntego oder einem anderen professionellen Antivirenprogramm.

PyLocky ransomware

Ransomware-Dateien sind in Spammails versteckt

Viele fragen sich, wie sich der Computer mit Ransomware infizieren konnte. Die weitverbreitetste Methode zur Infizierung mit dateiverschlüsselnden Viren sind Malspam-Kampagnen. 

Mit anderen Worten, Hacker tarnen ihre Ransomware als legitime und unschuldige Dateien und fügen sie als Anhang in Spammails an. In den meisten Fällen erhalten Betroffene böswillige Briefe, die angeblich von namhaften Unternehmen oder staatlichen Institutionen stammen. 

Sobald der Anhang der E-Mail geöffnet wird, wird die Schadsoftware auf das System losgelassen und die Datenverschlüsselung gestartet. Man sollte die Posteingänge daher genauestens überwachen und niemals auf verdächtige Dateien klicken. Zudem ist es natürlich ratsam, ein Antivirenprogramm mit Echtzeitschutz zu verwenden, um Ransomware-Angriffe zu vermeiden. 

Löschen Sie den PyLocky-Virus, bevor mehr Dateien betroffen sind

Es ist wichtig zu verstehen, wie gefährlich solche Ransomware-Viren sind und wie kritisch es ist, PyLocky rechtzeitig zu entfernen. Bei nicht rechtzeitiger Entfernung kann die Kryptoschadsoftware weitere wichtige Dateien verschlüsseln oder das System mit weiteren bösartigen Programmen infizieren. 

Für die Entfernung von PyLocky ist die Hilfe von Profis unerlässlich. Wir empfehlen die Installation von verifizierten Sicherheitstools, um die Komponenten der Erpressersoftware zu identifizieren und zu eliminieren. Forscher empfehlen die Verwendung von FortectIntego oder MalwarebytesMalwarebytes, da sie einfach zu handhaben sind und das Verfahren innerhalb weniger Minuten abgeschlossen werden kann. 

Nach der Entfernung der PyLocky-Ransomware können Sie zur Datenwiederherstellung übergehen. Es gibt professionelle Programme, die darauf ausgelegt sind, Opfern von Kryptoschadsoftware zu helfen. Eine Anleitung für die Verwendung alternativer Entschlüsselungstools finden Sie am Ende des Artikels.

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