Mbed-Ransomware: Ein Kryptovirus, der sich über infizierte Dateien in Raubkopien verbreitet

Die Erpressersoftware Mbed ist eine Bedrohung, die Dateien mit dem Verschlüsselungsalgorithmus RSA nutzlos macht. In den meisten Fällen können sie deswegen nicht mehr entschlüsselt werden. Es handelt sich hierbei um eine Version der Djvu-Ransomware, die vor nicht allzu langer Zeit veröffentlicht wurde und schnell an Popularität gewann. Diese spezielle Version unterscheidet sich jedoch gegenüber anderen Versionen nicht wesentlich, da die Entwickler etwa einmal pro Woche einen neuen Stamm veröffentlichen. Das Besondere an Mbed ist die Dateiendung .mbed. Die E-Mail-Adressen zur Kontaktaufnahme entsprechen den älteren Versionen – [email protected] und [email protected].
Die Ransomware-Varianten in der Djvu-Familie, die bis Ende August 2019 verbreitet wurden, unterstützen größtenteils Offline-IDs. Das Tool STOPDecrypter wurde basierend auf dieser Funktion entwickelt und konnte dadurch vielen Opfern das ganze Jahr über helfen. Leider bietet die neue Version, das Emsisoft-Entschlüsselungstools, noch keine Hilfe für Versionen, die nach August veröffentlicht wurden.
Das Tool ermöglicht die Wiederherstellung von Dateien betroffen von 148 Varianten der Djvu-Familie, alle aktuellen Versionen können jedoch nicht entschlüsselt werden. Wenn Sie sich mit der Mbed-Ransomware oder einer früheren Version infiziert haben und die Opfer-ID auf t1 endet, können Sie versuchen Ihre Dateien mit dem Tool wiederherzustellen.
| Name | Mbed-Erpressersoftware |
|---|---|
| Dateianhang | .mbed |
| Familie | Djvu-/STOP-Virus |
| Erpresserbrief | In der Datei _readme.txt findet man alle nötigen Anweisungen für das Bezahlen des Lösegelds. Entwickler bieten in der Mitteilung ebenfalls an die Entschlüsselung an einer Datei auszutesten. Allerdings darf man nicht vergessen, dass es sich hier um Kriminelle handelt und man ihnen keine Dateien und Geld anvertrauen kann. |
| E-Mail-Adresse zur Kontaktaufnahme | [email protected] und [email protected] |
| Verbreitung | Dateien mit schädlichen Skripten werden mit Raubkopien, Schlüsseln für lizenzierte Tools oder Videospiele gebündelt. Sobald eine Person eine Torrent-Datei mit Cracks und Cheatcodes herunterlädt und die Anwendung installiert, wird der Dropper aktiviert und die Erpressersoftware auf dem Gerät heruntergeladen. Die Verschlüsselung beginnt umgehend nach der Infiltrierung. |
| Entfernung | Die beste Lösung zur Entfernung der Mbed-Ransomware ist Verwendung einer Anti-Malware, die allerlei Schadsoftware bekämpfen und schädliche Aktivitäten erkennen kann. |
| Schäden | Die Bedrohung ändert bestimmte Systemteile, fügt Dateien hinzu, deaktiviert Programme und installiert Anwendungen. Es werden diverse Änderungen vorgenommen, damit der Virus durchgehend auf dem System bleibt und nichts die Verschlüsselung unterbricht. |
| Systemreparatur | Wenn es um Probleme mit Systemdateien und -funktionen geht, sollte man sich auf ein PC-Reparaturtool verlassen, damit der Virenschaden behoben werden kann. FortectIntego ist ein Tool, das auf beschädigte, korrupte und veränderte Teile des Systems hinweist, damit die Leistung verbessert werden kann. |
Die Erpressersoftware Mbed ist eine neuere Version, die zusammen mit den Varianten Peet, Lokf und Grod im November 2019 veröffentlicht wurde. Diese neuen Versionen sind aufgrund der fortschrittlichen Verschlüsselungsmethode und der verwendeten Online-IDs nicht entschlüsselbar. Zuvor war das Tool STOPDecrypter bei den meisten Versionen hilfreich, da Offline-Schlüssel eine Möglichkeit für Forscher boten, Dateien mit einem einzigen Entschlüsselungsschlüssel wiederherzustellen.
Die Forscher vermuten, dass Entschlüsselungswerkzeuge für diese Familie und für Mbed im Besonderen nicht entwickelt werden können. Es sei denn, Strafverfolgungsbehörden finden die Schöpfer des Virus und bekommen Zugriff auf die Datenbank mit den Entschlüsselungsschlüsseln. Andernfalls muss man sich leider von den verschlüsselten Daten verabschieden.
Da der Mbed-Virus sich nicht so ohne weiteres entschlüsseln lässt, muss man verhindern, dass die Bedrohung überhaupt die Chance bekommt die Dateien zu ruinieren und sie mit einer Anti-Malware vollständig entfernen. Die nächstbeste Option ist die Wiederherstellung von Dateien mithilfe von früher angefertigten Backups. Experten stellen immer wieder fest, dass dies die beste Lösung ist – sichern Sie also hin und wieder ihre Dateien. Nützliche Software und Systemfunktionen für die Wiederherstellung finden sind unter dem Artikel, in der Anleitung zur Entfernung des Virus.
Die richtigen Tools für die Entfernung der Mbed-Ransomware sind Anti-Malwares, welche die bösartigen Aktivitäten erkennen und den Virus vollständig von der Maschine beseitigen können, denn der Kryptovirus beeinträchtigt abgesehen von den persönlichen Dateien auf dem System auch andere wichtige Teile, die nicht manuell beseitigt werden können, da man hierfür alle Dateien und Programme finden muss. Eine professionelle Anti-Malware kann das jedoch während einer vollständigen Systemüberprüfung für Sie tun.

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Offline-IDs, die von einigen Varianten in dieser Familie verwendet werden, lassen sich im Allgemeinen leicht identifizieren. Dies bedeutet auch, dass die Ransomware beim Verschlüsseln der Dateien keine Verbindung zu den C&C-Servern hergestellt hat und somit integrierte Verschlüsselungsschlüssel und IDs verwendet wurden. Personen, die von derselben Djvu-Variante betroffen sind, haben die gleiche ID und können daher ihre Dateien mit einem einzigen Schlüssel entschlüsseln. Leider funktioniert dies bei der Mbed-Ransomware seit der Aktualisierung der Verschlüsselungsmethode nicht mehr.
Bei Online-IDs, die von der Mbed-Ransomware und neueren Versionen genutzt werden, wird über die C&C-Serververbindung dem Virus ermöglicht einen Zufallsschlüssel zu generieren. Da jedes Opfer seine eigene eindeutige ID erhält, muss die Person diesen speziellen Entschlüsselungsschlüssel erhalten, um Dateien vollständig wiederherzustellen. Die Entfernung und die Entschlüsselung der Mbed-Ransomware wird dadurch fast unmöglich.
Besorgen Sie sich ein geeignetes Systemtool wie FortectIntego und versuchen Sie den durch den Virus verursachten Schaden zu finden und zu beheben, damit der Computer wieder normal genutzt werden kann. Wenn Sie versuchen selbst Hand anzulegen, könnten Sie wichtige Systemteile verändern und die ganze Sache verschlimmern. Also überlassen Sie die Arbeit einem professionellen Tool und überprüfen Sie damit das Gerät und stellen Sie auf diese Weise Systemdateien wieder her. Die Mbed-Ransomware kann nämlich:
- Dateien in Ordnern wie %AppData% oder %LocalAppData% ändern oder neue hinzufügen;
- Trojaner und datenstehlende Schadsoftware installieren und zusätzliche Prozesse im Hintergrund ausführen;
- das System deutlich verlangsamen;
- Verzeichnisse bearbeiten, Registrierungseinträge ändern und Systemfunktionen deaktivieren.

Die Nutzung von Torrent-Diensten und Raubkopien kann zur Infizierung mit Schadsoftware führen, zudem sind Raubkopien illegal
Während der Installation eines gecrackten Programms oder dem Herunterladen eines Lizenzschlüssels für ein professionelles Tool kann man mehr erhalten als man erwartet. Selbst wenn die Webseite Verifizierungsschildchen für Sender und Anbieter raubkopierter Produkte anzeigt, kann man nicht davon ausgehen, dass alles sicher heruntergeladen werden kann und kein bösartiges Skript enthalten ist. Niemand kann das garantieren.
Cracks, Cheats und andere Inhalte wie diese sind die wichtigsten Überträger, die Schadsoftware-Entwickler verwenden. Die Datei muss nur zusammen mit dem Programm, das man ursprünglich heruntergeladen hat, installiert und gestartet werden. Leider wird die Verschlüsselung dann sofort begonnen und die Dateien sind innerhalb weniger Minuten gesperrt.
Eine weitere Methode, die von Ransomware-Entwicklern verwendet wird, sind E-Mails mit infizierten Dateianhängen. Microsoft-Dokumente mit Makros werden in den E-Mail-Posteingängen eingespeist und sollen Informationen zu Geldangelegenheiten beinhalten und kommen vermeintlich von bekannten Unternehmen, sodass die Empfänger oftmals auf den Trick hereinfallen und den Dropper durch das Anklicken des Inhalts aktivieren. Wir empfehlen daher das E-Mail-Postfach öfters zu reinigen und sich von illegalen Online-Diensten fernzuhalten, wenn Sie Cyberinfizierungen vermeiden wollen.
Beseitigen Sie die Mbed-Erpressersoftware und reinigen Sie den Computer, bevor es zu spät ist
Wenn Sie feststellen, dass der Mbed-Virus für die Verschlüsselung Ihrer Dateien verantwortlich ist, können Sie sich über diese spezielle Familie und die Entschlüsselungsoptionen informieren und alles Nötige über die besten Entfernungsmethoden in Erfahrung bringen. Leider haben Sie nicht viel Zeit für die Recherche, Sie könnten Forschern jedoch ein Muster der Bedrohung zur Analyse bereitstellen.
Bei der Entfernung der Mbed-Ransomware sollten Sie sich im Allgemeinen auf Anti-Malwares verlassen, die bösartige Aktivitäten aufspüren und das Programm mit allen zugehörigen Anwendungen eliminieren. Anti-Malwares können das Gerät scannen und Schadsoftware aller Art finden, terminieren und entfernen. Beachten Sie jedoch, dass AV-Tools Ihre Dateien nicht wiederherstellen werden.
Die beste Methode für die Wiederherstellung von verschlüsselten Dateien ist die Verwendung von eigenen Backups. Dies darf jedoch nicht geschehen, wenn das System noch infiziert ist. Sie müssen die Mbed-Ransomware erst entfernen und die Virenschäden beheben. Für die Systemreparatur können Sie FortectIntego, SpyHunterCombo Cleaner oder MalwarebytesMalwarebytes ausprobieren und die Maschine auf weitere Probleme überprüfen. Anschließend können Sie sich der Dateiwiederherstellung widmen.
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