Djvu-Erpressersoftware ist eine Art von Malware, die Ihre Dateien sperrt und dann um ein Lösegeld bittet

Die Djvu-Ransomware ist eine sehr riskante Computerinfizierung, die die Windows-Registry modifiziert, indem sie dort dubiose Komponenten hinzufügt. Laut zahlreichen Berichten ist der Virus mit der Stop-Ransomware verwandt, da diese den Verschlüsselungsprozess durchführt und eine der folgenden Erweiterungen anhängt: .djvu, .nusm, .zwer, .zzla, oder andere.
Nachdem die Dateien nutzlos gemacht wurden, zeigt der Virus die Nachricht von _openme.txt an, worin man über die geheime Invasion informiert wird und weitere Informationen darüber erhält, wie man die Dateien wieder entsperren kann. Die Cyberkriminellen weisen die Opfer dazu an, sich per E-Mail über [email protected] oder [email protected] mit ihnen in Verbindung zu setzen, um den Preis für den Decryptor zu besprechen und gewähren sogar 50% Rabatt, wenn die Antwort innerhalb von 72 Stunden erfolgt.
Seien Sie jedoch vorsichtig und lassen Sie sich nicht von diesen falschen Versprechungen täuschen, denn sie sollen lediglich davon überzeugen, den Djvus-Entschlüsseler zu kaufen. Dieser entpuppt sich normalerweise als Schwindel, der dazu dient durch leichtgläubige Nutzer Einnahmen zu erzielen.
| Name | Djvu |
|---|---|
| Kategorie | Ransomware/Erpressersoftware |
| Unterkategorie | Schadsoftware |
| Erpresserbrief | _openme.txt |
| E-Mail-Adresse der Gauner | |
| Über das Lösegeld | Die Gauner bieten 50% Rabatt auf das Lösegeld an, wenn Opfer sie innerhalb von 72 Stunden kontaktieren |
| Modifizierungen | Windows-Registrierungsdatenbank |
| Verbreitungsmethoden | Bösartige E-Mail-Anhänge |
| Entfernungsprozess | Nutzen Sie FortectIntego, um Schadsoftware-Inhalte zu identifizieren |
Nach mehrwöchiger Verbreitung im Internet kehrt die Ransomware mit der neuen Variante zurück. Es ist derselbe Dateiverschlüsselungsvirus, der mit speziellen Verschlüsselungsalgorithmen wichtige Dokumente auf dem infizierten PC sperrt. In Falle von Djvu machen die Hacker vom Verschlüsselungsalgorithmus RSA Gebrauch.
Auch wenn die Entschlüsselung selbst für die sehr erfahrenen Benutzer schwierig ist (man kann den Schlüssel nicht erraten oder im Internet finden), gibt es keinen Grund dazu die Kriminellen in Eile zu bezahlen. Beachten Sie, dass Ransomware-Entwickler oft versuchen ihre Opfer mit falschen Versprechungen zu überlisten. Wir empfehlen daher zuerst einen Blick auf einige Datenwiederherstellungsmethoden zu werfen, welche wir unten in diesem Artikel beschreiben.
Egal mit welcher Virenversion Sie es zu tun haben, der Erpresserbrief ist der Gleiche. Wie aus dem Nachrichteninhalt ersichtlich, werden keine besonderen Details über das Lösegeld preisgegeben:
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Gauner, die Viren verbreiten, werden der Wahrscheinlichkeit nach zur Bezahlung mit Kryptowährungen drängen. Die beliebteste Währung hierfür ist Bitcoin, da sie weltweit am gebräuchlichsten ist. Hacker fordern diese Art von Lösegeld, da Überweisungen von Kryptowährungen keine persönlichen Daten erfordern und der Prozess daher völlig anonym bleibt und nicht nachverfolgt werden kann. Dies ermöglicht ein Betrügen ohne dem Risiko entgegen zu laufen erwischt zu werden.
Wenn Sie Ihre verschlüsselten Daten wiederherstellen möchten, müssen Sie zuerst die Ransomware entfernen. Wenn Sie diese Reihenfolge nicht beachten, werden die Dateien möglicherweise beim nächsten Computerstart erneut verschlüsselt, da sich die Cyberbedrohung immer noch im Computersystem befindet. Für das nächste Mal empfehlen wir die Sicherheit Ihrer Daten nicht außer Acht zu lassen. Ein guter Ratschlag wäre, sie auf einem entfernten Server oder Gerät zu speichern, welcher nur für Sie zugänglich ist. Auf diese Weise ist keine andere Person in der Lage, an die Daten zu gelangen.
Die Entfernung der Djvu-Ransomware erfordert viel Aufmerksamkeit. Der Prozess sollte daher von einer zuverlässigen Anti-Malware durchführt werden. Wir empfehlen hierfür ein Programm wie FortectIntego oder SpyHunterCombo Cleaner zu verwenden, um alle mit Schadsoftware belasteten Inhalte zu erkennen, die möglicherweise von bösartiger Natur sind und sich im PC-System verstecken. Wenn alle gefährlichen Komponenten erfolgreich entfernt wurden, sollte der Ransomware-Virus nach dem Prozess nicht mehr auf den Computer zurückkehren.
Eine weitere Sache, die man über den Virus wissen muss: Er kann überall im System bösartige Komponenten einspeisen, außerdem kann er den Weg frei für andere Schadsoftware machen, damit sie sich leichter ausbreiten können, Schattenkopien verschlüsselter Dokumente löschen und unerwünschte Inhalte in die Windows-Registrierung aufnehmen. Sobald Sie die Bedrohung erkannt haben, stellen Sie sicher, dass Sie sie so schnell wie möglich loswerden.
Die Versionen des Djvu-Virus ausgeführt
Der Virus wurde Ende 2018 im Internet entdeckt. Schadsoftware-Forscher haben es als eine Version der STOP-Ransomware identifiziert. Allerdings begann die Ransomware zusammen mit dem neuen Jahr neue Datei-Markierungen einzuführen, um die verschlüsselten Dateien unter den unberührten kenntlich zu machen. Der Erpresserbrief trägt weiterhin den Namen _openme.txt und befindet sich in allen Ordnern mit verschlüsselten Dateien. Nachfolgend finden weitere Informationen zu den einzelnen Versionen:
Djvus-Virus
Die Djvus-Ransomware wurde kurz vor dem Jahreswechsel veröffentlicht. Obwohl die Virenentwickler den Virus nicht viel verändert haben, können wir sehen, dass die E-Mail-Adresse [email protected] lautet. Darüber hinaus bietet der Virus immer noch 50% Rabatt für diejenigen, die die Entwickler innerhalb von 72 Stunden kontaktieren. Leider haben zahlreiche Betroffene berichtet, dass sie den Virus auf ihrem Computersystem, in Cloud-Diensten und sogar Festplatten gefunden haben, die ohne zu überlegen mit dem kompromittierten System verbunden waren. Einige Versionen der STOP-Ransomware können entschlüsselt werden, aber leider ist dies nicht der Fall beim Virus.
Djvuuu-Virus
Die Djvuuu-Ransomware wurde bereits im Dezember 2018 entdeckt. Wie der Name schon suggeriert, werden die persönlichen Dateien der Benutzer mit .djvuuu markiert. Die in einer Textdatei angezeigte Lösegeldforderung trägt weiterhin den Namen _openme.txt und fordert die Opfer dazu auf die Kriminellen via folgende Adressen per E-Mail zu kontaktieren: [email protected] und [email protected]. Der Virus ist nicht entschlüsselbar, daher sind Backups notwendig, um die verschlüsselten Daten wiederherzustellen. Der Virus nutzt die Verschlüsselungsmethode RSA, um die Dateien nutzlos zu machen. Die privaten Schlüssel werden auf den Servern der Hacker gespeichert.
Uudjvu-Ransomware
Die Erpressersoftware Uudjvu ist eine etwas andere Version vom Virus, welcher durch die Nutzung des üblichen PirateBay-Setup-Fensters auf dem Zielsystem auftaucht und auf diese Weise versucht Anmeldeinformationen von verschiedenen Konten zu stehlen, um sie bei späteren Betrügereien zu nutzen. Entwickler liefern diese Variante ohne Erpresserbrief aus, aber die Dateien werden immer noch mit einem Mix aus AES und RSA verschlüsselt. Die betroffenen Dateien sind mit dem Anhängsel .uudjvu gekennzeichnet. Wir raten davon ab die Hacker zwecks ihrer Forderungen zu kontaktieren, da man mehr Schaden auf dem Computer erleiden könnte. Entfernen Sie zuerst den Virus und fahren Sie dann mit der Wiederherstellung Ihrer Dateien fort. Verwenden Sie hierfür Backups oder Software von Drittanbietern.
Djvuq-Erpressersoftware
Die Djvuq-Ransomware ist einer der Versionen, die dem ursprünglichen Virus ähnlicher ist. Sie verschlüsselt die Dateien ebenfalls nach dem Algorithmus und markiert am Ende die verschlüsselten Fotos, Dokumente oder sogar Archive mit .djvuq. Der Erpresserbrief ist auch in diesem Fall in der Datei _openme.txt zu finden, gemeinsam mit der Rabattaktion zum Lösegeld und die zuvor verwendeten E-Mails [email protected] und [email protected] zur Kontaktaufnahme.
Udjvuq-Ransomware
Die Udjvuq-Ransomware erschien ebenfalls im Dezember 2018, nachfolgend den zuvor besprochenen identischen Versionen. Die hinter dieser Bedrohung steckenden Cyberkriminellen konzentrieren sich immer noch auf die Verschlüsselung und das Markieren der Dateien zwecks Erpressung. Allerdings gibt der Erpresserbrief Auskunft darüber, dass der einzige Weg für eine Wiederherstellung der Dateien das Bezahlen des Lösegeldes ist. Laut den Entwicklern können andere Entschlüsselungstools nicht das gewünschte Ergebnis liefern. Sie geben daher 50% Rabatt, wenn man sie innerhalb der ersten 72 Stunden kontaktiert. Diese Angaben, sowie dieselben E-Mail-Adressen werden in der Datei _openme.txt bereitgestellt.

Die Verbreitung von Ransomware-Viren erfolgt durch Spammails
Laut den Cybersicherheitsspezialisten von LosVirus.es treten Ransomware-Infizierungen durch das Öffnen von Spammails oder deren Anhängen auf. Einige E-Mail-Nachrichten enthalten den gefährlichen Link im Nachrichteninhalt oder sie werden mit einem dubiosen Anhang versehen. Nehmen Sie sich also vor fragwürdigen E-Mails in Acht und öffnen Sie sie auf keinen Fall, wenn sie in irgendeiner Weise bösartig oder verdächtig aussehen.
Darüber hinaus erkennt man anhand diverser Grammatikfehler und unbekannten Absendern, dass etwas nicht mit der E-Mail stimmt. Aber nicht alle betrügerischen E-Mails sehen so aus. Einige Gauner geben vor, von weltweiten Organisationen zu sein. Wenn Sie also in letzter Zeit nichts Wichtiges erwarten, sollten Sie nicht auf die Nachricht zugreifen. Wenn nötig, können Sie sich direkt an das Unternehmen wenden.
Darüber hinaus können sich in einigen Fällen Ransomware-Viren über Netzwerke von Drittanbietern verbreiten. Alle Seiten, die aus sekundären Quellen stammen, haben oft nicht den erforderlichen Schutz und entsprechen nicht den Sicherheitsanforderungen. Dies sorgt für ein hohes Risiko, sich mit gefährlicher Schadsoftware, z.B. Ransomware, zu infizieren. Wir empfehlen alle nicht originalen Seiten und verdächtigen Hyperlinks zu meiden, auf die man beim Surfen im Internet treffen kann.
Löschen Sie Ransomware und versuchen Sie erst dann, Ihre Dateien wiederherzustellen
Verwenden Sie bitte ausschließlich seriöse Sicherheitssoftware, um den Djvu-Virus zu entfernen. Sie können außerdem alle mit Schadsoftware belasteten Inhalte erkennen, indem Sie das Computersystem mit diesen Tools scannen:
Software dieser Art wird erstellt, um den Entfernungsprozess zu vereinfachen. Es ist allerdings Geduld angesagt, denn die Überprüfung kann eine Weile dauern. Im Nachhinein werden Sie aber sicherlich erfreut sein.
Die Durchführung der Entfernung erfordert viel Aufmerksamkeit. Dies ist auch der Hauptgrund, warum Sie den Prozess einem automatischen Sicherheitstool überlassen sollten. Wenn Sie die Entfernung erfolgreich abgeschlossen haben, sollten Sie außerdem ein System-Backup durchführen. Alle ransomwarebezogenen Komponenten müssen dauerhaft entfernt werden, damit der Computer wieder normal funktioniert.
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