RussianRoulette-Virus greift Computernutzer an und verschlüsselt Dateien
Der neulich entdeckte RussianRoulette-Virus erinnert etwas an die Stampado– und Philadelphia-Viren. Schadsoftware-Entwickler lassen sich natürlich gerne gegenseitig von ihren Erfolgen und ihrer Kreativität inspirieren. Die neue dateiverschlüsselnde Schadsoftware RussianRoulette befindet sich zurzeit allerdings noch in Untersuchung. Es besteht jedoch kein Zweifel darüber, dass das Erpressungsprogramm die Dateien mit einem starken und nicht knackbaren Algorithmus verschlüsselt. Nach der Infiltrierung scannt der Virus das System, verschlüsselt die anvisierten Dateien und hinterlegt seinen Erpresserbrief. Betroffene, die keine Back-ups von Ihren Daten haben, sehen die Bezahlung des Lösegelds wahrscheinlich als letzte Rettungsmöglichkeit. Wenn Sie noch nicht das „Vergnügen“ mit einem Erpressungsprogramm wie diesem hatten, sollten Sie sicherheitshalber alle Ihre wichtigen Dokumente, Bilder und anderen Dateien sichern. Im Falle einer Infizierung mit einem Erpressungsprogramm können Sie sich dann voll auf die Entfernung des Virus konzentrieren. Der RussianRoulette-Virus sollte natürlich umgehend mit FortectIntego oder einem anderen bewährten Schadsoftware-Entferner beseitigt werden.
Im Erpresserbrief informieren die Entwickler über die Datenverschlüsselung und setzen ihren Opfern eine Frist, in der sie die Forderungen erfüllen können. Nach einem Angriff von RussianRoulette sind alle Dateien nutzlos: Bilder, Videos, Musik, Dokumente, Datenbanken und ähnliche belangreiche Dateien. Für die Verschlüsselung macht die Schadsoftware von einem „geheimen Schlüssel“ Gebrauch, der auf den Servern der Hacker festgehalten wird. Wenn man seine verschlüsselten Dateien wiederhaben möchte, mag der Erwerb des Schlüssels zwar die einzige Lösung sein, aber wir raten dennoch davon ab. Die Hacker verlangen für den Schlüssel die Überweisung von 0,3 Bitcoins an ein bestimmtes Bitcoin-Wallet. Im Anschluss soll man außerdem die ID der Transaktion angeben, auf den Button „Click to Check“ klicken und die darauffolgenden Anweisungen für die Entschlüsselung der Dateien befolgen. Bedauerlicherweise ist nicht garantiert, dass das von den Entwicklern bereitgestellte Entschlüsselungsprogramm wirklich die beschädigten Dateien wiederherstellt. Die Überweisung kann demzufolge zum Geldverlust und möglicherweise einer weiteren Infizierung führen. Sicherheitsexperten halten immer wieder dazu an im Falle eines Angriffs das Lösegeld nicht zu bezahlen. Des Weiteren warnen sie davor, dass die Zahl der dateiverschlüsselnden Schadprogramme kontinuierlich steigt und man sich daher auf das Schlimmste gefasst machen muss. Also: Back-ups machen! Wenn der bedauernswerte Fall bereits eingetreten ist und Sie sich infiziert haben, müssen Sie sich auf die Entfernung von RussianRoulette konzentrieren, obwohl Sie damit nicht Ihre Dateien zurückbekommen. Wenn Sie keine Back-ups haben, können Sie alternative Methoden für die Datenwiederherstellung ausprobieren oder ein Back-up von den verschlüsselten Dateien machen und auf ein Entschlüsselungsprogramm warten.

Wie infiziert man sich mit Erpressungsprogrammen?
Die Schadsoftware RussianRoulette ist noch recht neu und wird derzeit noch überprüft. Die Hauptverbreitungsmethode von Erpressungsprogrammen sind jedoch Spammails. Es ist keine Überraschung, dass Spammails eine effektive Methode sind, um unaufmerksame, naive oder einfach nur neugierige Computernutzer anzugreifen, die verdächtige E-Mails und deren Anhänge öffnen. Allerdings enthalten manche der harmlos aussehenden Word- oder PDF-Dateien Schadsoftware. Zudem kann RussianRoulette mithilfe von verseuchten Anzeigen, gefälschten Softwareupdates, Downloads und Exploit-Kits verbreitet werden. Man sollte daher beim Internetsurfen sehr vorsichtig sein und suspekte Bereiche im Internet meiden. Verzichten Sie auf hochriskante Webseiten und schenken Sie den Anzeigen im Internet keinen Glauben. Das gilt besonders, wenn die Anzeige über eine geringe Computerleistung oder diverse Fehler informiert. Einen hundertprozentigen Schutz vor Erpressungsprogrammen gibt es nicht. Trotzdem kann man aber mehrere Vorkehrungen treffen, um das Risiko einer Infizierung zu mindern. Hierzu gehört auch die Installation einer bewährten Antivirensoftware.
Die Entfernung von RussianRoulette
Beachten Sie bitte, dass es nahezu unmöglich ist, RussianRoulette manuell vom Computer zu entfernen. Erpressungsprogramme können sich hinter sicher aussehenden Dateien und Ordnern verstecken, weshalb versehentlich wichtige Systemkomponenten gelöscht werden könnten. Sie sollten die Schadsoftware daher ausschließlich mit bewährten und professionellen Tools beseitigen. Wir empfehlen an dieser Stelle immer wieder gerne die Installation von FortectIntego, SpyHunterCombo Cleaner oder MalwarebytesMalwarebytes. Bei der automatischen Entfernung von RussianRoulette wird vorausgesetzt, dass Sie das System mit einer aktuellen Sicherheitssoftware scannen. Trotzdem ist es möglich, dass die Schadsoftware den Scan verhindert. In diesem Fall müssen Sie den Computer in den abgesicherten Modus starten und den Scan erneut durchführen. Eine ausführliche Anleitung hierfür finden Sie weiter unten.
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