Philadelphia-ransomware-virus. Richtig entfernen? (Anleitung für die Deinstallation)

von Julie Splinters - - | Virustyp: Ransomware
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Philadelphia-Virus im Anfangsstadium der Verbreitung

Der berüchtigte Virenersteller „The Rainmaker“ ist mit einem neuen Erpressungsprogramm ins Rampenlicht getreten – dem Philadelphia-Virus, einer neuen Variante des Stampado-Virus. Wie in allen Fällen, wird mit dem Erpressungsprogramm versucht einen Riesenerfolg zu landen. Hacker entwickeln daher Strategien, um so viele Computer wie nur möglich zu infizieren. Wenn Ihre persönlichen Daten bereits von diesem Virus gesperrt worden sind, sollten Sie sich auf die Entfernung konzentrieren. Beginnen Sie am besten jetzt schon die Installation von Reimage, um noch während des Lesens des Artikels die Entfernung zu beginnen. Je länger Sie die Entfernung hinauszögern, desto mehr Schaden richtet der Virus an. Eine umgehende Entfernung vom Philadelphia-Virus ist daher ratsam.

Fabian Wosar, der für das Erstellen von Entschlüsselungscodes für das Erpressungsprogramm Apocalypse bekannt ist, wurde glücklicherweise über das Erpressungsprogramm in Kenntnis gesetzt. Philadelphia wurde nämlich auf einem Darknet-Markt zum Kauf angeboten, einer speziellen geheimen Tor-Webseite. Die Entwickler bieten die Schadsoftware für jedermann an, die nichts dagegen haben auf diese Weise Profit zu machen. Mit dem Kauf des Erpressungsprogramms erhält der neue Besitzer einfache Anweisungen, wie man den Virus und die Infizierungsreichweite steuert. Die Entwickler stellen außerdem Neuheiten wie einen „Give mercy“-Button vor. Dem Anschein nach dient der Button dazu Dateien ohne ein Lösegeld zu entschlüsseln. Allerdings liegt das komplett in den Händen des neuen Besitzers des Erpressungsprogramms.

The picture revealing Philadelphia ransomware

Eine weitere interessante Eigenschaft der dateiverschlüsselnden Schadsoftware ist das Philadelphia Headquarter, eine Anwendung zum individuellen Anpassen des Erpressungsprogramms. Sie kann außerdem die Opfer auf einer Karte oder in einer Liste anzeigen. Der Entwickler ist jedoch noch stolzer auf sein Feature „Bridges“. Statt mit teuren C&C-Servern findet die Kommunikation zwischen Opfer und Angreifer mit PHP-Skripten über ein verteiltes Netzwerk statt. Weitere inbegriffene Funktionen sind das Bestimmen des Lösegelds und das Festlegen der Zeitspanne in der die Daten gelöscht werden. Philadelphia wurde in der Skriptsprache AutoIT geschrieben und Virenforscher nehmen daher an, dass der Virus schon bald entschlüsselt sein wird. Allerdings ist es nicht gerade überraschend, dass Erpressungsprogramme zum Online-Geschäft geworden sind. Für moderne Viren ist wenig nötig und trotzdem bringen sie relativ hohen Ertrag, wodurch sich der Boom erklären lässt.

Wie konnte das Erpressungsprogramm den Computer infizieren?

Der dateiverschlüsselnde Virus entwickelt sich zwar noch stets weiter, aber die Hauptverbreitungsmethode wird vermutlich Spammails sein. Die typischen „Sie haben gewonnen“-Mails oder gefälschten Lieferinformationen sind nur einige wenige Beispiele für geläufige Täuschungsmethoden. In manchen Fällen missbrauchen Hacker auch Namen von offiziellen Behörden, um von der Legitimität einer Mitteilung zu überzeugen. In solch einer E-Mail findet man dann gewöhnlich die infizierte .doc-, .zip- oder .js-Datei. Da Sie sich der Gefahren von solchen E-Mails nun bewusst sind, empfehlen wir mehr Rücksicht zu nehmen und nicht mehr auf suspekte Links zu klicken und verdächtige Anhänge zu öffnen.

Die Entfernung des Philadelphia-Virus

Der Virus ist leider kein kleiner Fisch und sollte daher nicht lange auf dem System verbleiben. Er kann selbst verbundene Geräte und Treiber infizieren. Es ist daher wichtig, dass man ihn so schnell wie möglich entfernt. Sie können zu diesem Zweck Reimage oder Malwarebytes Anti Malware installieren. Die Anwendungen können das Erpressungsprogramm im Nu erkennen und beseitigen. Sie können allerdings nicht die Dateien entschlüsseln. Die Dateien lassen sich am zuverlässigsten und einfachsten mit einem Back-up wiederherstellen. Alternativ können Sie auch so lange warten bis IT-Experten ein Entschlüsselungsprogramm entwickelt haben. Wir können nachvollziehen, dass die Daten sehr wichtig sind und Sie sie wahrscheinlich um jeden Preis wiederherstellen möchten. Wie wir aber bereits erwähnt haben, hängt die Verschlüsselung der Dateien vom Angreifer ab. Selbst wenn Sie die geforderte Geldsumme bezahlen, könnte der Angreifer sich dazu entscheiden die Dateien zu löschen. Entfernen Sie daher lieber den Philadelphia-Virus und probieren Sie unsere Datenwiederherstellungsmethoden aus.

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Was ist zu tun, wenn das Programm nicht hilft?
Wenn Sie die Infizierung nicht mit Reimage beseitigen konnten, kontaktieren Sie unser Support-Team unter Frage stellen und geben Sie so viele Informationen wie möglich.
Wir können mit jedem Produkt, dass wir auf unserer Seite empfehlen, affiliiert sein. Weitere Auskunft in unsern Nutzungsbedingungen. Mit dem Herunterladen einer vorausgesetzten Anti-spyware Software, um Philadelphia-ransomware-virus zu entfernen, stimmen sie unserer Datenschutz und Nutzungsbedingungen.
Für die Deinstallation von Philadelphia-ransomware-virus ist Reimage empfehlenswert. Der kostenlose Scanner lässt einen überprüfen, ob der Computer infiziert ist oder nicht. Falls Sie Schadsoftware entfernen müssen, müssen Sie die lizenzierte Version von Reimage erwerben.

Weitere Informationen über das Programm können Sie in der Beurteilung von Reimage finden.

Weitere Informationen über das Programm können Sie in der Beurteilung von Reimage finden.
Pressebeiträge auf Reimage
Pressebeiträge auf Reimage
Alternative Software
Plumbytes Anti-Malware
Wir haben die Effizienz von Plumbytes Anti-Malware bei der Entfernung von Philadelphia-ransomware-virus getestet (2016-09-27)
Malwarebytes Anti Malware
Wir haben die Effizienz von Malwarebytes Anti Malware bei der Entfernung von Philadelphia-ransomware-virus getestet (2016-09-27)
Hitman Pro
Wir haben die Effizienz von Hitman Pro bei der Entfernung von Philadelphia-ransomware-virus getestet (2016-09-27)
Webroot SecureAnywhere AntiVirus
Wir haben die Effizienz von Webroot SecureAnywhere AntiVirus bei der Entfernung von Philadelphia-ransomware-virus getestet (2016-09-27)

Anleitung für die manuelle Entfernung des Philadelphia-Virus:

Entfernen Sie Philadelphia mit Safe Mode with Networking

Reimage ist ein Programm zum Erkennen von Schadsoftware.
Für die Beseitigung von Infizierungen ist die Vollversion notwendig.
Weitere Informationen über Reimage.

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Networking

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Safe Mode with Networking von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Networking'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Networking. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Networking'
  • Schritt 2: Entferne Philadelphia

    Melden Sie sich am infizierten Computer an und starten Sie den Browser. Laden Sie Reimage oder eine andere legitime Anti-Spyware herunter. Aktualisieren Sie das Programm bevor Sie einen vollständigen Systemscan ausführen und entfernen Sie die schädliche Dateien, die zu der Ransomware gehören und stellen Sie die Entfernung von Philadelphia fertig.

Probieren Sie folgende Methode aus, falls die Ransomware Safe Mode with Networking blockiert.

Entfernen Sie Philadelphia mit System Restore

Reimage ist ein Programm zum Erkennen von Schadsoftware.
Für die Beseitigung von Infizierungen ist die Vollversion notwendig.
Weitere Informationen über Reimage.

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Command Prompt

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Command Prompt von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Command Prompt'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Command Prompt. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Command Prompt'
  • Schritt 2: Stellen Sie Ihre Systemdateien und -einstellungen wieder her.
    1. Sobald das Fenster Command Prompt auftaucht, geben Sie cd restore ein und klicken Sie auf Enter. Geben Sie 'cd restore' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    2. Geben Sie nun rstrui.exe ein und drücken Sie erneut auf Enter.. Geben Sie 'rstrui.exe' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    3. Wenn ein neues Fenster auftaucht, klicken Sie auf Next und wählen Sie einen Wiederherstellungspunkt, der vor der Infiltrierung von Philadelphia liegt. Klicken Sie anschließend auf Next. Wenn das Fenster 'System Restore' auftaucht, wählen Sie 'Next' Wählen Sie den Wiederherstellungspunkt und klicken Sie auf 'Next'
    4. Klicken Sie nun auf Yes, um die Systemwiederherstellung zu starten. Klicken Sie auf 'Yes' und starten Sie die Systemwiederherstellung
    Nachdem Sie das System zu einem früheren Datum wiederhergestellt haben, vergewissern Sie sich, dass die Entfernung von Philadelphia erfolgreich war, indem Sie Reimage herunterladen und damit den Computer scannen.

Bonus: Wiederherstellung der Daten

Die oben aufgeführte Anleitung soll dabei helfen Philadelphia vom Computer zu entfernen. Für die Wiederherstellung der verschlüsselten Dateien empfehlen wir eine ausführliche Anleitung von den Sicherheitsexperten von dieviren.de zu nutzen.

Wenn Ihre Dateien von Philadelphia verschlüsselt worden sind, haben Sie für die Wiederherstellung mehrere Möglichkeiten:

Kann Data Recovery Pro das Problem lösen?

So lange Virenforscher noch dabei sind ein Entschlüsselungsprogramm zu entwickeln, bietet die Software zumindest eine Chance auf das Entschlüsseln der Dateien.

  • Laden Sie Data Recovery Pro (https://dieviren.de/download/data-recovery-pro-setup.exe) herunter;
  • Führen Sie die Schritte der Data Recovery aus und installieren Sie das Programm auf dem Computer;
  • Starten Sie es und scannen Sie den Computer nach Dateien, die von Philadelphia verschlüsselt worden sind;
  • Stellen Sie sie wieder her.

Hilft die Systemwiederherstellung von Windows?

In manchen Fällen hilft es das System zu einem früheren Zeitpunkt wiederherzustellen. Die Infizierung lässt sich zwar auf diesem Wege nicht verhindern, aber wenigstens kann man einige wichtige Daten retten, bevor sie verschlüsselt werden.

  • Suchen Sie nach einer verschlüsselten Datei, die Sie wiederherstellen möchten und führen Sie einen Rechtsklick darauf aus;
  • Selektieren Sie “Properties” und gehen Sie zum Reiter “Previous versions”;
  • Kontrollieren Sie hier unter “Folder versions” alle verfügbaren Kopien. Wählen Sie die Version aus, die Sie wiederherstellen möchten und klicken Sie auf “Restore”.

Die praktischen Eigenschaften von Shadow Explorer

Es gibt eine weitere Anwendung, die die Dateien mithilfe von Schattenkopien wiederherstellen kann. Die Schattenkopien der Dateien befinden sich auf dem Computer und nur wenige Erpressungsprogramme löschen sie. So lange der Philadelphia-Virus sie also nicht löscht, kann man mit Shadow Explorer die Dateien wiederherstellen.

  • Laden Sie Shadow Explorer (http://shadowexplorer.com/) herunter;
  • Folgen Sie den Anweisungen des Einrichtungsassistenten von Shadow Explorer und installieren Sie die Anwendung auf dem Computer;
  • Starten Sie das Programm und wählen Sie mithilfe des Auswahlmenüs oben links in der Ecke ihre Festplatte mit den verschlüsselten Daten aus. Kontrollieren Sie die vorhandenen Ordner;
  • Führen Sie auf den wiederherzustellenden Ordner einen Rechtsklick aus und wählen Sie “Export”. Sie können ebenfalls auswählen, wo der Ordner wiederhergestellt werden soll.

Als Letztes sollten Sie sich natürlich immer über den Schutz vor Crypto-Ransomware Gedanken machen. Um den Computer vor Philadelphia und anderer Ransomware zu schützen, sollten Sie eine bewährte Anti-Spyware, wie beispielsweise Reimage, Plumbytes Anti-MalwareWebroot SecureAnywhere AntiVirus oder Malwarebytes Anti Malware, nutzen.

Julie Splinters
Julie Splinters

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Quelle: http://www.2-spyware.com/remove-philadelphia-ransomware-virus.html

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