Erpressungsprogramm Cerber3 beabsichtigt noch mehr Geld einzukassieren
Die Herausgeber vom Cerber-Virus scheinen ihrer Arbeit sehr treu zu sein und geben alles, um den Virus erfolgreicher zu machen. Zum Ende vom Sommer 2016 haben sie die dritte Version dieser erpresserischen Bedrohung herausgebracht, welche als Cerber3-Virus getauft wurde[1]. Das Erpressungsprogramm wurde recht zügig von Cerber 2.0[2] nach 3.0 aktualisiert, nachdem der kostenlose Cerber Decryptor veröffentlicht wurde. Nach der erfolgreichen Übernahme des Computersystems fängt Cerber3 an die Dateien nacheinander mit einem starken Verschlüsselungsverfahren unzugänglich zu machen. Die Schadsoftware verschlüsselt jede Datei einzeln und hängt anschließend an die Dateinamen die Endung .cerber3 an[3]. Auf diese Weise lässt sich wenigstens der Name des Erpressungsprogramm schnell ausmachen. Ferner hinterlegt der Virus eine Lösegeldforderung namens # HELP DECRYPT #.txt auf dem Computer, wo Informationen über den angerichteten Schaden, sowie Anweisungen für die Wiederherstellung zu finden sind. Der Virus verlangt dafür die Bezahlung des Lösegelds in Bitcoins auf einer Seite, die man nur mit dem Tor-Browser[4] erreichen kann. Zurzeit lassen sich die von Cerber3 verschlüsselten Dateien noch nicht entschlüsseln, aber solch ein Programm könnte in der Zukunft entwickelt werden.
Anstatt direkt zur Kreditkarte zu greifen sollte man sich genau überlegen, ob man das Lösegeld bezahlen möchte[5]. Wir verstehen, dass Ihnen Ihre Dateien wichtig sind, aber Sie dürfen leider nicht vergessen, dass Sie es hier mit Cyberkriminellen zu tun haben, die nicht gerade vertrauenswürdig sind. Glauben Sie wirklich, dass sie das Entschlüsselungsprogramm herausgeben und es virenfrei sein wird? Es ist viel wahrscheinlicher, dass in der Entschlüsselungssoftware schädliche Komponenten enthalten sind, die den Computer anfällig machen und weiteren Risiken aussetzen. Gegen eine Bezahlung spricht außerdem die Tatsache, dass die Verbrecher mit ihren schädlichen Aktivitäten fortsetzen, weil ihre Opfer sie die ganze Zeit bezahlen. Bitte wehren Sie sich also und zahlen Sie nicht! Entfernen Sie lieber den .Cerber3-Virus vom System und geben Sie alles, um eine erneute Infizierung zu verhindern. Schadsoftwareforscher entwickeln hoffentlich schon bald ein kostenloses Entschlüsselungsprogramm, weshalb wir nicht empfehlen das Geld an Gauner zu verschwenden. Für die Entfernung von Cerber3 empfehlen wir FortectIntego zu verwenden.

Wer hat den Virus ins Computersystem gelassen?
Der .Cerber3-Virus wird wie ein Trojaner verbreitet. Er versucht also Computernutzer zur Installation zu überlisten, ohne dass sie wissen, dass es eine gefährliche Datei ist. Der Computer kann sich mit dieser Schadsoftware infizieren, wenn man unsichere, verdächtige oder gefälschte Webseiten besucht, bedenkliche E-Mails öffnet oder auf gefährliche Links klickt. Wenn Sie jemals über eine Internetseite Bedenken haben, sollten Sie sie nicht betreten. Wenn Ihnen der Absender einer E-Mail unbekannt ist, öffnen Sie weder die E-Mail noch den Anhang. Sorgen Sie immer dafür, dass Ihr Computer zu jeder Zeit ausreichend geschützt ist. Cyberkriminelle nutzen nun leider neue Methoden, um Computernutzer zu überlisten, wodurch mehrere Vorkehrungen nötig sind, um den Computer vor diesem Virus zu schützen. Im Folgenden daher einige Tipps, wie Sie den Computer und die Dateien vor Erpressungsprogrammen beschützen:
- Installieren Sie eine gute Anti-Malware. Nur auf diese Weise können Erpressungsprogramme identifiziert und ihr unwissentliches Eindringen ins System verhindert werden.
- Halten Sie alle Ihre Programme auf dem aktuellsten Stand. Es spielt dabei keine Rolle, welche Programme Sie auf dem Computer haben. Sie müssen sicherstellen, dass Sie immer die neueste Version installiert haben. Am besten wäre natürlich, wenn Sie die automatischen Updates aktivieren, denn dann werden die Programme sofort aktualisiert, sobald der Entwickler ein neues Update herausbringt.
Wie entfernt man den Cerber3-Virus?
Wir möchten noch einmal darauf aufmerksam machen, dass es äußerst ratsam ist noch vor einer Infizierung mit erpresserischen Viren entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Natürlich erfahren die meisten Computernutzer erst über solche Viren nachdem sie sich infiziert haben. Wenn Sie sich diesen Artikel durchlesen und Sie noch nie einem Erpressungsprogramm zum Opfer gefallen sind, empfehlen wir Ihnen schon im Voraus Sicherheitskopien anzufertigen und den Computer mit einer anständigen Sicherheitssoftware auszurüsten. Wenn Sie sich bereits mit Cerber3 infiziert haben, entfernen Sie den Virus so schnell wie Sie können. Von der manuellen Entfernung wird dringendst abgeraten. Nur erfahrene Computernutzer und IT-Experten sind dazu in der Lage sie korrekt durchzuführen. Unser Team rät für die richtige Virenentfernung automatische Schadsoftwareentferner wie FortectIntego zu verwenden. Die Anleitung weiter unten sollte Ihnen bei der Entfernung von Cerber3 behilflich sein.
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