Wie gefährlich ist das Erpressungsprogramm BTC?
BTC wurde zum ersten Mal Ende 2016 gesichtet und ist ebenfalls unter dem Namen BTCLocker bekannt. Es stammt von der gleichen Virenfamilie wie eins der älteren Radamant-Erpressungsprogramme. Es ist bekannt, dass der dateiverschlüsselnde Virus leider immer noch im Internet verbreitet wird. Der Name des Virus soll vermutlich die Abkürzung für die virtuelle Währung “Bitcoin” sein, welche natürlich auch für die Bezahlung des Lösegelds gefordert wird. Nachdem der Virus in den Computer eindringt, fängt er nämlich an die Dateien zu verschlüsseln und jede korrupte Datei mit .BTC zu versehen. Sobald er diese Arbeit verrichtet hat, hinterlegt er in den Dateien BTC_DECRYPT_FILES.txt oder IDR__BTC_DECRYPT_FILES.txt eine Nachricht für die Opfer, worin die Cyberkriminellen darüber informieren, dass so bald wie möglich Kontakt aufgenommen werden sollte. Dieses Feature erinnert sehr an die XTBL-Viren, denn dort werden die Opfer ebenfalls dazu aufgefordert mit den Hackern über E-Mail in Kontakt zu treten. Die Ersteller des BTC-Virus stellen hierfür drei verschiedene E-Mail-Adressen bereit: [email protected], [email protected] und [email protected]. Vom Verfassen einer E-Mail ist jedoch abzuraten, denn man kann damit rechnen, dass die Erpresser gut vorbereitet sind und mit diversen psychologischen Tricks versuchen einen zur Bezahlung zu bringen. Bedauerlicherweise gibt es auch keine Garantie, dass sie die für die Entschlüsselung der Dateien benötigte Software aushändigen oder sie voll funktionstüchtig ist. Anstelle der Datenwiederherstellung sollte an oberste Stelle die Entfernung des BTC-Erpressungsprogramm stehen. Nach der Entfernung können Sie die Dateien durch Back-ups ersetzen oder am Ende des Artikels einen Blick auf unsere zusätzlichen Optionen für die Datenwiederherstellung werfen.
Die Entwickler des BTC-Virus verlangen für das Entschlüsselungsprogramm 0,5 bis 1,5 BTC. Sie können uns glauben, dass wenn Sie mit den Erpressern Kontakt aufnehmen, sie mit allen Mitteln versuchen werden Sie zu verunsichern. Die Erpresser könnten bspw. behaupten, dass sich die Daten nur mit deren Entschlüsselungsprogramm wiederherstellen lassen. Das Programm ist natürlich nur gegen Geld erhältlich. Bedauerlicherweise kann es aber passieren, dass man nach der Bezahlung nichts mehr von den Hackern hört. Noch dramatischer wäre es, wenn die Autoren mehr Geld verlangen und behaupten, dass die überwiesene Summe nur für eine bestimmte Anzahl von Dateien galt. Da manche Erpressungsprogramme außerdem die verschlüsselten Dateien löschen können, sollten Viren wie der BTC-Virus umgehend entfernt werden. Die Entfernung des Virus stellt zwar nicht die Dateien wieder her, aber es schützt den Computer vor weiteren Problemen und Infizierungen. Wir empfehlen den BTC-Virus sofort mit einem professionellen Schadsoftware-Entferner zu entfernen und hierfür empfehlen wir immer wieder gerne FortectIntego oder SpyHunterCombo Cleaner.

Wie verbreitet sich Schadsoftware?
Der BTC-Virus verbreitet sich mit den gängigen Verbreitungsmethoden und weist in der Hinsicht keinerlei Besonderheiten auf. In der Regel wird er über schädliche E-Mails übertragen. Dies bedeutet, dass man beim Öffnen von E-Mails sehr vorsichtig sein sollte. Insbesondere dann, wenn man eine E-Mail von einem unbekannten Absender erhält. Bitte glauben Sie keine Nachrichten, die behaupten man müsse etwas in einer Rechnung oder einem ähnlichen Dokument verifizieren. Auf keinen Fall sollten Sie auf deren angehangenen Dateien klicken. Cyberkriminelle nutzen allerlei Tricks, um die Mitteilungen vertrauenswürdig aussehen zu lassen und arbeiten nicht nur legitim aussehende Logos und Signaturen in der Mail ein, sondern erzählen auch gerne lange Geschichten, warum man die Nachricht und den Inhalt der angehangenen Datei begutachten sollte. Wenn man auf solche Maschen hereinfällt und den schädlichen Anhang öffnet, kann das Erpressungsprogramm problemlos ins System gelangen und die wertvollen Dateien verschlüsseln. Kurzgefasst: Vorsicht bei dem, was man anklickt und gut überlegen, ob man E-Mails von Personen oder Organisationen öffnet, die keine ersichtliche Verbindung mit einen haben!
Die Entfernungsanleitung für den BTC-Virus
Der BTC-Virus sollte zweifellos entfernt werden. Es handelt sich hierbei um ein extrem gefährliches Programm, das wichtige Dateien zerstören kann und Geld verlangt. Hinzu kommt, dass der Virus weitere Schadsoftware auf dem Computer installieren kann. Es versteht sich also von selbst, dass je eher man den Virus entfernt, desto besser. Für die Entfernung sollte natürlich eine Anti-Malware verwendet werden. Wir empfehlen hierfür eine der folgenden Programme: FortectIntego, SpyHunterCombo Cleaner oder MalwarebytesMalwarebytes. Die Programme sind alle ausgezeichnet und können den Virus effektiv entfernen. Wenn Sie bereits ein gutes Antivirenprogramm haben, sollten Sie es aktualisieren und die Entfernung beginnen. Beachten Sie aber, dass die Schadsoftware das Sicherheitsprogramm blockieren kann, um die Entfernung zu verhindern. In diesem Fall muss der Computer in den abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern gestartet werden. Eine ausführliche Anleitung hierfür finden Sie weiter unten.
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