Virus Radamant entfernen (Entfernungsanweisungen)

von Ugnius Kiguolis - - | Virustyp: Diebstahl-Programme

Anleitung für die Entfernung des Radamant-Virus

Was ist Radamant?

Beschreibung vom Radamant-Virus:

Radamant (oder.RDM-Virus) ist die neueste Ransomware in der Familie von TeslaCrypt, .VVV-Virus und anderen Cyberbedrohungen. Die Ransomware ist zum ersten Mal Mitte Dezember 2015 aufgetaucht und wird genau wie seine Vorgänger mithilfe von Spammails verbreitet. Laut Sicherheitsexperten kann man sich mit dieser Ransomware infizieren, wenn man eine Word- oder PDF-Datei öffnet, die sich als Anhang in einer infizierten E-Mail befand. Die meisten solcher E-Mails behaupten, dass man die Anhänge öffnen muss, weil sie wichtige finanzielle, persönliche oder ähnliche Informationen enthalten. Lädt man solch einen Anhang allerdings auf dem Computer herunter, lädt man lediglich einen Trojaner herunter, der das System mit der Ransomware Radamant infiziert. Infiziert diese Bedrohung den Computer, speichert sie ihre Dateien zunächst in den Temp-Ordner als .tmp-Dateien und sucht dann auf der Festplatte nach bestimmten Dateien und verschlüsselt sie. Bei der Verschlüsselung wird vom AES-256-Algorithmus Gebrauch gemacht und anschließend alle Dateiendungen zu .RDM umgeändert. Zu guter Letzt wird noch eine großflächige Warnmeldung eingeblendet, bei der angegeben wird, dass man die Dateien nur zurückbekommt, wenn man das Lösegeld bezahlt.

Wenn Sie sich in dieser Situation befinden, müssen wir Sie leider enttäuschen und zugegeben, dass Sie in große Schwierigkeiten geraten sind. Zunächst einmal können die von Radamant verschlüsselten Dateien nicht ohne einen speziellen Schlüssel entschlüsselt werden. Für diesen Schlüssel wird ein Lösegeld in Höhe von 300 USD gefordert. Die Bezahlung soll zudem in Form von Bitcoins und innerhalb weniger Tage stattfinden. Andernfalls wird damit gedroht, dass der Virus den Schlüssel zerstört und die betroffenen Dateien unzugänglich macht. Das Problem hierbei ist natürlich auch, dass man übers Ohr gehauen werden kann und dadurch die Dateien UND das Geld verliert. Was also macht man in solch einer Situation? Als Erstes sollten Sie den Computer vom Internet trennen, damit Sie nicht weitere wichtige Daten aufs Spiel setzen. Scannen Sie außerdem den Computer mit ReimageIntego und entfernen Sie die schädlichen Dateien von Radamant. Wenn Ihre Fotos, Geschäftsdokumente oder Kunstwerke bereits verschlüsselt worden sind, sollten Sie diese mit zuvor erstellten Back-ups wiederherstellen. Andernfalls können Sie auch Datenwiederherstellungsprogramme wie Photorec und R-Studio ausprobieren. Wenn dies alles nicht funktioniert hat, sind Ihre Dateien leider verloren.

The main warning messages of Radamant virus

Wie infiziert man sich mit Radamant?

Die Ransomware Radamant ist zurzeit besonders aktiv und selbst eine Infizierung beim Internetsurfen ist nicht ausgeschlossen. Wir empfehlen aus diesem Grund auch dringendst eine zuverlässige Anti-Spyware zu installieren und diese immer aktuell zu halten. Bleiben Sie außerdem von illegalen Webseiten fern, denn diese überlisten Computernutzer gerne mit gefälschten Anzeigen und Pop-ups. Natürlich sollten Sie auch nicht vergessen, dass bei Spammails Vorsicht geboten ist. Wie wir bereits erwähnt haben, wird Radamant hauptsächlich mit irreführenden E-Mails verbreitet, welche vorgeben finanzielle oder andere wichtige Dokumente zu sein. Wenn die Bedrohung ins System eindringt, beginnt sie mit ihrer unaufhaltbaren Arbeit und wird während sie auf die Bezahlung wartet kontinuierlich im Systemhintergrund ausgeführt. Sobald sie das Signal bekommt, dass die Bezahlung vorgenommen wurde, fängt sie an die Dateien zu entschlüsseln. Es gibt allerdings keine Garantie, dass der Prozess wirklich gestartet wird. Sicherheitsexperten raten daher auch davon ab das Lösegeld an die Entwickler von Radamant zu bezahlen. Informationen über die Entfernung des Virus können Sie auf der nächsten Seite finden.

Radamant-Übersicht

  • Verbreitung durch Spammails
  • Scannt die Festplatte auf bestimmte Dateien und verschlüsselt sie
  • Entschlüsselungsschlüssel kostet 0,5 Bitcoins
  • Wird im Hintergrund ausgeführt und wartet auf Befehle
  • Verkompliziert die Entfernung, indem es seine Dateien versteckt

Entfernung von Radamant vom System

Wenn Sie den Radamant-Virus vom Computer entfernen müssen, sollten Sie eine zuverlässige Anti-Spyware wählen, sie aktualisieren und einen vollständigen Systemscan starten. Es müssen alle schädlichen Dateien und anderen Komponenten der Ransomware, die sich im Computer verstecken, entfernt werden. Bedauerlicherweise ist es fast unmöglich den Virus manuell zu beseitigen, da er direkt nach der Infiltrierung die Dateien tief im System versteckt. Sicherheitsexperten raten daher ausschließlich zur automatischen Entfernung von Radamant.

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Unterschiedliche Software hat einen unterschiedlichen Zweck. Wenn das Reparieren von korrupten Dateien mit Reimage nicht erfolgreich war, können Sie SpyHunter 5 ausprobieren.
Alternative Software
Unterschiedliche Software hat einen unterschiedlichen Zweck. Wenn das Reparieren von korrupten Dateien mit Intego nicht erfolgreich war, können Sie Combo Cleaner ausprobieren.

Anleitung für die manuelle Entfernung des Radamant-Virus

Ransomware: Entfernung der Ransomware über den abgesicherten Modus

Wichtig! →Die Anleitung zur manuellen Entfernung von Ransomware ist für Computerlaien möglicherweise zu kompliziert. Für die korrekte Ausführung sind fortgeschrittene IT-Kenntnisse erforderlich, da durch das Löschen oder Beschädigen von wichtigen Systemdateien, Windows nicht mehr korrekt arbeitet. Darüber hinaus kann die manuelle Entfernung Stunden in Anspruch nehmen, bis sie abgeschlossen ist. Wir raten daher dringend zur oben beschriebenen automatischen Methode.

Schritt 1. Greifen Sie auf den abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern zu

Die manuelle Entfernung von Malware sollte am besten über den abgesicherten Modus erfolgen. 

Windows 7 / Vista / XP

  1. Klicken Sie auf Start > Herunterfahren > Neu starten > OK.
  2. Wenn der Computer aktiv wird, drücken Sie mehrmals die Taste F8, bis Sie das Fenster Erweiterte Startoptionen sehen. (Wenn das nicht funktioniert, versuchen Sie F2, F12, Entf, etc., abhängig vom Modell des Motherboards.)
  3. Wählen Sie aus der Liste Abgesicherter Modus mit Netzwerktreibern aus. Ransomware: Entfernung der Ransomware über den abgesicherten Modus

Windows 10 / Windows 8

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Start und wählen Sie Einstellungen.
    Ransomware: Entfernung der Ransomware über den abgesicherten Modus
  2. Scrollen Sie nach unten und wählen Sie Update und Sicherheit.
    Ransomware: Entfernung der Ransomware über den abgesicherten Modus
  3. Wählen Sie im linken Bereich des Fensters Wiederherstellung.
  4. Scrollen Sie nun nach unten zum Abschnitt Erweiterter Start.
  5. Klicken Sie auf Jetzt neu starten. Ransomware: Entfernung der Ransomware über den abgesicherten Modus
  6. Wählen Sie Problembehandlung.
    Ransomware: Entfernung der Ransomware über den abgesicherten Modus
  7. Gehen Sie zu Erweiterte Optionen.
    Ransomware: Entfernung der Ransomware über den abgesicherten Modus
  8. Wählen Sie Starteinstellungen.
    Ransomware: Entfernung der Ransomware über den abgesicherten Modus
  9. Klicken Sie auf Neu starten.
  10. Drücken Sie nun auf 5 oder klicken Sie auf 5) Abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern aktivieren. Ransomware: Entfernung der Ransomware über den abgesicherten Modus

Schritt 2. Beenden Sie verdächtige Prozesse

Der Task-Manager ist ein nützliches Tool, das alle im Hintergrund laufenden Prozesse anzeigt. Gehört einer der Prozesse zu einer Malware, müssen Sie ihn beenden:

  1. Drücken Sie auf Ihrer Tastatur auf Strg + Umschalt + Esc, um den Task-Manager zu öffnen.
  2. Klicken Sie auf Mehr Details.
    Ransomware: Entfernung der Ransomware über den abgesicherten Modus
  3. Scrollen Sie nach unten zum Abschnitt Hintergrundprozesse und suchen Sie nach verdächtige Einträge.
  4. Klicken Sie den verdächtigen Prozess mit der rechten Maustaste an und wählen Sie Dateipfad öffnen.
    Ransomware: Entfernung der Ransomware über den abgesicherten Modus
  5. Gehen Sie zurück zu dem Prozess, klicken Sie ihn mit der rechten Maustaste an und wählen Sie Task beenden.
    Ransomware: Entfernung der Ransomware über den abgesicherten Modus
  6. Löschen Sie den Inhalt des bösartigen Ordners.

Schritt 3. Prüfen Sie den Programmstart

  1. Drücken Sie auf Ihrer Tastatur auf Strg + Umschalt + Esc, um den Task-Manager zu öffnen.
  2. Gehen Sie zum Reiter Autostart.
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das verdächtige Programm und wählen Sie Deaktivieren.
    Ransomware: Entfernung der Ransomware über den abgesicherten Modus

Schritt 4. Löschen Sie die Dateien des Virus

Zu Malware gehörende Dateien können sich an beliebige Stellen auf dem Computer verstecken. Hier einige Anweisungen, die bei der Suche helfen können:

  1. Geben Sie Datenträgerbereinigung in der Windows-Suche ein und drücken Sie auf die Eingabetaste.
    Ransomware: Entfernung der Ransomware über den abgesicherten Modus
  2. Wählen Sie das zu bereinigende Laufwerk aus (C: ist normalerweise das Hauptlaufwerk und auch wahrscheinlich das Laufwerk, in dem sich bösartige Dateien befinden).
  3. Blättern Sie durch die Liste der zu löschenden Dateien und wählen Sie die folgenden aus:

    Temporäre Internetdateien
    Downloads
    Papierkorb
    Temporäre Dateien

  4. Wählen Sie Systemdateien bereinigen.
    Ransomware: Entfernung der Ransomware über den abgesicherten Modus
  5. Des Weiteren empfiehlt es sich nach bösartigen Dateien in den folgenden Ordnern zu suchen (geben Sie jeden Eintrag in die Windows-Suche ein und drücken Sie die Eingabetaste):

    %AppData%
    %LocalAppData%
    %ProgramData%
    %WinDir%

Wenn Sie fertig sind, starten Sie den PC in den normalen Modus.

Entfernen Sie Radamant mit System Restore

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Command Prompt
    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Command Prompt von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Command Prompt'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Command Prompt. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Command Prompt'
  • Schritt 2: Stellen Sie Ihre Systemdateien und -einstellungen wieder her.
    1. Sobald das Fenster Command Prompt auftaucht, geben Sie cd restore ein und klicken Sie auf Enter. Geben Sie 'cd restore' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    2. Geben Sie nun rstrui.exe ein und drücken Sie erneut auf Enter.. Geben Sie 'rstrui.exe' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    3. Wenn ein neues Fenster auftaucht, klicken Sie auf Next und wählen Sie einen Wiederherstellungspunkt, der vor der Infiltrierung von Radamant liegt. Klicken Sie anschließend auf Next. Wenn das Fenster 'System Restore' auftaucht, wählen Sie 'Next' Wählen Sie den Wiederherstellungspunkt und klicken Sie auf 'Next'
    4. Klicken Sie nun auf Yes, um die Systemwiederherstellung zu starten. Klicken Sie auf 'Yes' und starten Sie die Systemwiederherstellung
    Nachdem Sie das System zu einem früheren Datum wiederhergestellt haben, vergewissern Sie sich, dass die Entfernung von Radamant erfolgreich war, indem Sie ReimageIntego herunterladen und damit den Computer scannen.

Als Letztes sollten Sie sich natürlich immer über den Schutz vor Crypto-Ransomware Gedanken machen. Um den Computer vor Radamant und anderer Ransomware zu schützen, sollten Sie eine bewährte Anti-Spyware, wie beispielsweise ReimageIntego, SpyHunter 5Combo Cleaner oder Malwarebytes, nutzen.

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Privatsphäre leicht gemacht

Anonymität im Internet ist heutzutage ein wichtiges Thema. Ob man sich nun vor personalisierter Werbung schützen möchte, vor Datenansammlungen im Allgemeinen oder den dubiosen Praktiken einiger Firmen oder Staaten. Unnötiges Tracking und Spionage lässt sich nur verhindern, wenn man völlig anonym im Internet unterwegs ist.

Möglich gemacht wird dies durch VPN-Dienste. Wenn Sie online gehen, wählen Sie einfach den gewünschten Ort aus und Sie können auf das gewünschte Material ohne lokale Beschränkungen zugreifen. Mit Private Internet Access surfen Sie im Internet ohne der Gefahr entgegen zu laufen, gehackt zu werden.

Sie erlangen volle Kontrolle über Informationen, die unerwünschte Parteien abrufen können und können online surfen, ohne ausspioniert zu werden. Auch wenn Sie nicht in illegale Aktivitäten verwickelt sind oder Ihren Diensten und Plattformen Vertrauen schenken, ist Vorsicht immer besser als Nachricht, weshalb wir zu der Nutzung eines VPN-Dienstes raten.

Sichern Sie Ihre Dateien für den Fall eines Malware-Angriffs

Softwareprobleme aufgrund Malware oder direkter Datenverlust dank Verschlüsselung können zu Geräteproblemen oder zu dauerhaften Schäden führen. Wenn man allerdings aktuelle Backups besitzt, kann man sich nach solch einem Vorfall leicht retten und zurück an die Arbeit gehen.

Es ist daher wichtig, nach Änderungen am Gerät auch die Backups zu aktualisieren, sodass man zu dem Punkt zurückkehren kann, an dem man zuvor gearbeitet hat, bevor eine Malware etwas verändert hat oder sonstige Probleme mit dem Gerät auftraten und Daten- oder Leistungsverluste verursachten.

Wenn Sie von jedem wichtigen Dokument oder Projekt die vorherige Version besitzen, können Sie Frustration und Pannen vermeiden. Besonders nützlich sind sie, wenn Malware wie aus dem Nichts auftaucht. Verwenden Sie Data Recovery Pro für die Systemwiederherstellung.

Über den Autor
Ugnius Kiguolis
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