TeslaCrypt 3.0 ist die neueste Variante der TeslaCrypt-Ransomware. Der Virus funktioniert auf dieselbe Weise wie andere Ransomware – er verschlüsselt die Dateien des Betroffenen und verlangt im Gegenzug für den Entschlüsselungsschlüssel die Bezahlung des Lösegelds. In diesen Artikel möchten wir besprechen, wie der Virus TeslaCrypt 3.0 vorgeht, wie er in den Computer gelangt und wie man ihn entfernen kann.
Wie geht TeslaCrypt 3.0 vor?
Wenn der Virus TeslaCrypt 3.0 ins Computersystem eindringt, führt er unbemerkt einige Operationen durch, um das Ganze einzurichten und den Verschlüsselungsprozess vorzubereiten. Zunächst einmal speichert er eine .exe-Datei auf dem Computer und erstellt einen Autostarteintrag (Berichten zufolge namens merryHmas.inf), womit sichergestellt wird, dass der schädliche Prozess nach dem nächsten Computerneustart wieder ausgeführt wird. Zum Leiden des Betroffenen startet die Schadsoftware nach einem Systemneustart den katastrophalen Verschlüsselungsprozess, womit der Computer gescannt, persönliche Dateien erkannt und diese verschlüsselt werden, sodass man nicht auf mehr sie zugreifen kann. Berichten zufolge verändert der Virus die Namen der verschlüsselten Dateien, indem er folgende Endungen anhängt – .CCC, .VVV, .XXX, .TTT, .MP3 oder .MICRO.
Sobald die Ransomware mit der Verschlüsselung fertig ist, hinterlässt sie in jedem infizierten Ordner mit verschlüsselten Dateien eine Lösegeldforderung. In der Mitteilung wird angegeben, dass die persönlichen Dateien mit einem starken Verschlüsselungsschlüssel „beschützt“ worden sind und man entweder auf ein Wunder warten kann und das Lösegeld in der Zeit verdoppelt wird ODER sich für die einfache Weise der Datenwiederherstellung entscheiden kann. Die einfache Weise für den Zugriff auf die Dateien ist das Lösegeld in Bitcoins zu bezahlen. Man sollte allerdings nicht immer alles glauben, was Internetkriminelle sagen. Es ist nämlich sehr unwahrscheinlich, dass diese sich wirklich um das Wiederherstellen der Dateien bemühen.

Wie konnte TeslaCrypt 3.0 den Computer hijacken?
Im Folgenden eine Auflistung, die über die gängigen Infiltrierungsmethoden von TeslaCrypt 3.0 Aufschluss geben soll:
- Der Virus TeslaCrypt 3.0 wird hauptsächlich durch schädliche E-Mails verbreitet, weshalb man von E-Mails mit unbekannten Absendern fernbleiben sollte. Dies gilt besonders, wenn in einer E-Mail ein Anhang vorhanden ist. Schädliche Dateien tarnen sich häufig als legitime Dateien und können daher auf dem ersten Blick einen sicheren Eindruck machen.
- Wenn man sich mit Schadsoftware infiziert, muss man sicherstellen, dass man den Virus und alle seine Komponenten komplett entfernt. Andernfalls können Reste schädlicher Anwendungen, bspw. Trojaner, Informationen über den Computer sammeln und später Bedrohungen wie TeslaCrypt 3.0 herunterladen. Eins dieser Trojaner, die TeslaCrypt installieren können, heißt Miuref.B Trojan.
- Wenn Softwareupdates in Form von Pop-up-Anzeigen oder neuen Tabs auftauchen, ist Vorsicht geboten. Man muss hier nämlich berücksichtigen, dass es sich um bösartige Softwareupdates handeln kann, die mit Schadsoftware gebündelt worden sind. Aus diesem Grund ist es äußerst empfehlenswert Softwareupdates nur von zuverlässigen Quellen herunterzuladen, wie zum Beispiel die offizielle Webseite des Entwicklers/der Firma.
Um TeslaCrypt 3.0 endgültig zu entfernen, müssen Sie alle Dateien der Ransomware ausfindig machen und löschen. Wenn Sie dabei Hilfe brauchen, sollten Sie sich auf Seite 2 die Entfernungsanleitung für TeslaCrypt 3.0 durchlesen.
Entfernungsanleitung für TeslaCrypt 3.0
Bei Ransomware empfehlen wir dringendst die automatische Entfernung zu wählen, da man es mit einem sehr listigen und schwerwiegenden Virus zu tun hat, der einen großen Schaden auf dem Computer anrichten kann. Wir empfehlen FortectIntego oder FortectIntego zu installieren und damit den Computer auf schädliche Dateien zu scannen. Diese Schadsoftwareentferner können alle schädlichen Dateien von TeslaCrypt 3.0 erkennen und permanent löschen. Wenn Sie trotzdem die manuelle Entfernung bevorzugen, scrollen Sie einfach weiter herunter bis Sie die Anleitung für die manuelle Entfernung sehen.
Wie entschlüsselt man die Dateien?
Bedauerlicherweise wurde der Virus TeslaCrypt 3.0 aktualisiert, wodurch die Entschlüsselung der gesperrten Dateien Berichten zufolge nahezu unmöglich geworden ist. Die Dateien lassen sich aber ohne Probleme wiederherstellen, wenn man ein Back-up auf einer externen Festplatte gemacht hat. In diesem Fall muss man einfach nur die Ransomware entfernen, bevor man die Festplatte mit dem Computer verbindet und anschließend die Dateien importieren. Ist keine Datensicherung vorhanden, ist die Datenwiederherstellung wahrscheinlich unmöglich. Wir empfehlen aber dennoch eins der folgenden Entschlüsselungstools auszuprobieren: Photorec, Kaspersky Antiviren-Tools oder R-Studio.
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