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  • Geprüft · Juli 2021

KeRangerRichtig entfernen?

Eine Schritt-für-Schritt-Entfernungsanleitung für betroffene Geräte. Folgen Sie dem geprüften Verfahren unten — die meisten Leser sind in unter 10 Minuten fertig.

Lucia Danes · Virenexpertin

KeRanger-Virus: Die erste Ransomware für OS X

Der KeRanger-Virus ist ein schädliches erpresserartiges Programm, welches das Betriebssystem OS X von Apple infizieren kann. Obwohl diese Cyberbedrohung sicherlich nicht die erste auf OS X ist, wird nun deutlich, dass die weitgehenden Diskussionen über die Sicherheit des Betriebssystems gegen Ransomware nun zum Halt kommen muss. Die Ransomware KeRanger kann wie jede andere Cyberbedrohung (Cryptowall, CryptoWall 3.0, Locky, TeslaCrypt usw.) die wertvollsten Dateien ausfindig machen und sie verschlüsseln. Obwohl der Virus erst seit dem 4. März 2016 im Umlauf ist, wird bereits angenommen, dass es hunderte von betroffenen Apple-Nutzern gibt.

Der KeRanger-Virus verbreitet sich anders als bekannte erpresserartige Viren. Laut aktuellen Nachrichten haben sich Apple-Nutzer durch das Herunterladen der aktuellsten Version von Transmission, einem beliebten BitTorrent-Client, mit der Bedrohung infiziert. Dies heißt allerdings noch lange nicht, dass Mac-Nutzer nicht durch Spammails infiziert werden können, wie es denn so häufig bei anderer Ransomware der Fall ist. Wenn man mit KeRanger infiziert wurde, bemerkt man dies zunächst für die nächsten drei Tage nicht. Diese Zeit wird nämlich von der Ransomware genutzt, um sich über das Tor-Netzwerk mit den C&C-Servern zu verbinden. Anschließend wird auf dem betroffenen Computersystem nach Dateien gesucht und sie mit der 2048-Bitversion der RSA-Verschlüsselung verschlüsselt. Wenn man versucht eine der befallenen Dateien zu öffnen, wird normalerweise eine großflächige Lösegeldaufforderung eingeblendet. Der KeRanger-Virus informiert darin, dass die Dateien verschlüsselt worden sind und man sie nur nach der Bezahlung des Lösegelds, 1 Bitcoin oder ungefähr 365 Euro, wieder entschlüsseln kann. Wenn Sie solche Warnungen auf Ihrem Desktop sehen, müssen Sie den Computer umgehend vom Internet trennen, damit Sie den Virus und die Verschlüsselung der Daten aufhalten können. Der nächste Schritt ist dann natürlich die Entfernung von KeRanger.

The picture showing Keranger ransomware

Wir empfehlen das Lösegeld nicht zu bezahlen, denn damit unterstützt man das Entwickeln von neuen Viren. Außerdem kann man sich nie hundertprozentig sicher sein, dass die Bezahlung wirklich hilft die Dateien wiederherzustellen. Möglicherweise funktioniert der Entschlüsselungsschlüssel nicht und die Dateien gehen somit verloren. Wenn Sie mit dem KeRanger-Virus infiziert worden sind, müssen Sie als Erstes den Computer vom Internet trennen, damit Sie die Verschlüsselung von noch nicht betroffenen Daten verhindern können. Als Nächstes sollten Sie KeRanger entfernen. Für die Entfernung können Sie FortectIntego verwenden. Falls Sie eine ähnliche Ransomware auf dem Betriebssystem Windows entdeckt haben, sollten Sie das Programm FortectIntego nutzen. Vergessen Sie aber nicht, dass das Beseitigen der Ransomware nicht mit dem Entschlüsseln der Dateien gleichzusetzen ist, sondern diese weiterhin gesperrt bleiben. Die Dateien können Sie mit einem früher erstellten Back-up wiederherstellen. Back-ups sind am zuverlässigsten, wenn es darum geht Dateien sicher zu halten. Zu diesem Zweck können Sie USB-Sticks, CDs/DVDs oder externe Festplatten verwenden.

Wie wird der Virus verbreitet?

Über die Verbreitung des Virus ist noch nicht viel bekannt. Es wurde jedoch bereits bekannt gegeben, dass das aktuelle Update für Transmission großer Wahrscheinlichkeit nach für die Verbreitung der Ransomware verantwortlich ist. Wir hoffen, dass das Update direkt nach der Feststellung zurückgenommen wurde. Als Verbraucher kann man sich darüber jedoch nicht sicher sein. Sie müssen sich also bewusst sein, dass es keine Garantie dafür gibt, dass beliebte Freeware sicher ist. Zu Ihrem Schutz ist es empfehlenswert beim Installieren von Programmen ausschließlich von offiziellen Quellen Gebrauch zu machen und außerdem installierte Sicherheitssoftware aktuell zu halten, um die Infiltrierung von schädlichen Dateien zu verhindern. Vergessen Sie auch nicht, dass die Entfernung von KeRanger nicht die verschlüsselten Dateien zurückbringt.

Wie kann man den KeRanger-Virus vom Computer löschen?

Auch wenn man KeRanger nicht ohne Datenverlust vom Computer entfernen kann, sollte man es dennoch in Erwägung ziehen den Virus mitsamt seinen Komponenten zu beseitigen, damit man den zusätzlichen Verlust von wichtigen Daten verhindern kann. Fast jede Cyberbedrohung kann dazu verwendet werden den Computer später mit weiterer Schadsoftware zu infizieren, weshalb man bei der Entfernung keine Zeit verschwenden sollte. Verwenden Sie dafür am besten ein zuverlässiges Sicherheitsprogramm. Wir empfehlen in diesem Fall FortectIntego oder eine ähnliche Sicherheitssoftware für Mac OS X zu verwenden. Wenn sich der Virus in Ihr Windows eingeschlichen hat, können Sie FortectIntego ausprobieren. Und zu guter Letzt: Falls der Virus die Ausführung des Antivirenprogramms blockiert, führen Sie für eine effektive Entfernung von KeRanger einfach die unten aufgeführten Anweisungen auf.

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