Was man über den .Locked-Virus wissen muss
Der .Locked-Virus ist ein erpresserartiges Programm, das den Computer infiltriert und die darauf befindlichen Daten verschlüsselt. Danach steckt man in einer Zwickmühle – entweder man bezahlt das geforderte Lösegeld oder verabschiedet sich von seinen Dateien. Falls Sie dieser sogenannten Ransomware zum Opfer gefallen sind, ist es empfehlenswert den Virus als Erstes zu entfernen. Eine Anleitung dafür finden Sie weiter unten.
Ransomware ist anderen berüchtigten Bedrohungen dieser Kategorie, wie Locky, TeslaCrypt, Cerber und KeRanger, sehr ähnlich. Es gibt allerdings einige wenige kleine Unterschiede zwischen älterer Ransomware und diesem schädlichen Programm. Die Ransomware .Locked nutzt zum Beispiel im Vergleich zu Locky, wo RSA-2048 und AES-128 verwendet wird, den Verschlüsselungsalgorithmus AES-256. Des Weiteren verlangt .Locked die Bezahlung von 500 USD, im Vergleich zu den üblichen 400 USD. Wenn die Bezahlung nicht innerhalb der gesetzten Frist vorgenommen wird, verdoppelt sich die Summe sogar. Wenn man mit der Überweisung einverstanden ist und auf den Button „Pay“ klickt, werden ausführliche Bezahlungsanweisungen angezeigt. Man soll den Informationen nach eine spezielle Software und den privaten Entschlüsselungsschlüssel herunterladen. Wir raten aber dringendst davon ab, da es keine Garantie gibt, dass dies wirklich funktioniert. Mit der Bezahlung gibt man seine persönlichen Daten preis und riskiert außerdem sein Geld zu verlieren. Und dass die Dateien wiederhergestellt werden, ist auch nicht sicher. Sie sollten also lieber die Entfernung von .Locked in Erwägung ziehen anstelle in die Hände von Cyber-Kriminellen zu spielen. Wir empfehlen für die Entfernung FortectIntego zu verwenden.
Manche spekulieren darüber, dass die berühmte Hackerorganisation Anonymous etwas mit der Ransomware zu tun hat. Ein Grund für den Verdacht ist, dass eine andere Ransomware namens Anonymous aufgetaucht ist und diese von der Organisation zu stammen scheint. Die unkonventionellen Hacker haben bereits internationale Regierungs- und private Behörden erfolgreich gehackt. Sollte der .Locked-Virus also wirklich von der Gruppe stammen, kann dies zu einem echten Problem werden. Ein weiterer Grund für den Verdacht von Anonymous als Drahtzieher ist die berühmte Vendetta-Maske, die in der Mitteilung abgebildet wird.
Wie infiziert die Ransomware .Locked die Computer?
Der Virus ist, wie so häufig bei Schadprogrammen, in infizierten E-Mail-Anhängen anzutreffen. Gewöhnlich erhält das Opfer eine gefälschte Rechnung oder eine Mitteilung über ein Bußgeld, worin sich eine ZIP- oder eine Word-Datei mit eingespeisten Makro-Code im Anhang befindet. Lädt man die Datei auf dem Betriebssystem herunter, wird die Ransomware ausgeführt und beginnt wichtige Dokumente, Zertifikate, Arbeitskonten, Berichte und Daten der Familie zu verschlüsseln. Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, wird eine .Locked-Datei in den Ordnern mit verschlüsselten Dateien gespeichert. Anschließend taucht eine Mitteilung, die die boshafte Tat verkündet, auf dem Bildschirm auf.
Darüber hinaus wurde beobachtet, dass die Schadsoftware .Locked mit Trojanern verbreitet wird. Solche Bedrohungen geben der Ransomware die nötige Tarnung, weil sie wie legitime Dateien aussehen. In manchen Fällen können Sie sogar Antivirenprogramme umgehen. Konnte der Trojaner durch den Systemschutz brechen, legt er den schädlichen Inhalt frei und die Ransomware beginnt mit ihrer Arbeit. Ransomware wird außerdem gerne mit gecrackten Spielen (Raubkopien) verbreitet. Seien Sie also vorsichtig, wenn Sie ein leidenschaftlicher Spieler sind, denn bei jeder Raubkopie können nicht nur weniger gefährliche PUPs, sondern auch ernste Viren eine Bedrohung darstellen.
Entfernungsanleitung für .Locked:
Wenn Sie sich mit der Ransomware .Locked infiziert haben, sollten Sie sich darauf einstellen, dass Ihre verschlüsselten Dateien verloren sind. Sie können die Dateien lediglich mit einem Back-up wiederherstellen. Wenn Sie keine Kopien von Ihren wichtigen Daten angefertigt haben, haben Sie leider nicht viel Glück. Zudem ist die manuelle Entfernung aufgrund der komplexen Struktur der Ransomware schwierig und könnte fehlschlagen. Im Endeffekt haben Sie daher nur wirklich eine Lösung – .Locked mit einer leistungsstarken Anti-Malware wie FortectIntego oder MalwarebytesMalwarebytes zu entfernen. Es ist wichtig, dass Sie solche Programme regelmäßig aktualisieren und regelmäßig Scans durchführen, damit Sie einen vollen Schutz und ein sicheres Surfen im Internet genießen können. Wenn Sie die zuvor erwähnten Programme nicht starten können, befolgen Sie einfach die Anweisungen in dieser Anleitung:
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