Die Ransomware CryptXXX 2.0: Womit kann man rechnen?
Wer IT-Nachrichten verfolgt, hat wahrscheinlich schon vom CryptXXX-Virus gehört. Leider gibt es bei CryptXXX schlechte Nachrichten. Der Virus ist in neuer Form zurückgekehrt – CryptXXX 2.0. Die Vorgehensweise der Ransomware ist wie so üblich, dass sie heimlich ein System infiziert, persönliche Dateien lokalisiert und sie verschlüsselt. Das Problem endet hier aber noch lange nicht. Der Virus fordert im Gegenzug für das Freilassen der Daten mehrere hunderte von Euros. Wenn Ihre Dateien ebenfalls gesperrt worden sind, überstürzen Sie nichts und vermeiden Sie es das Geld zu bezahlen. Selbst wenn Sie eine Überweisung vornehmen, ist nicht garantiert, dass die verschlüsselten Dateien freigelassen werden. Es wäre stattdessen ratsamer die Entfernung von CryptXXX 2.0 anzugehen.
Die ursprüngliche Version der Ransomware hat im März 2016 ein Chaos verursacht. Mehrere tausend Computernutzer haben eine Infizierung mit dem Virus gemeldet. IT-Experten haben außerdem einen Zusammenhang zwischen CryptXXX und der Schadsoftware Reveton gefunden, wodurch sie glücklicherweise in kurzer Zeit ein Entschlüsselungsprogramm entwickeln konnten. Bei CryptXXX 2.0 wurde diese Schwachstelle jedoch behoben, sodass es zurzeit kein funktionierendes Entschlüsselungsprogramm gibt. Der Virus CryptXXX 2.0 versucht den Erwerb des Google Decrypter schmackhaft zu machen. Man sollte jedoch nicht darauf hereinfallen und keine von dem Virus angebotene Software installieren. Es könnten dadurch Hintertüren für andere Ransomware in den Computer geöffnet werden. Im Falle einer Verschlüsselung der Dateien gibt es Programme wie PhotoRec oder R-Studio, welche für Datenwiederherstellungen verwendet werden können. Große Hoffnungen sollte man bei dem Wiederherstellen gesperrter Dateien allerdings nicht haben.

Wie CryptXXX 2.0 funktioniert
In einem weiteren Update von CryptXXX 2.0 ist die Funktion enthalten existierende legitime Dateien wie rundll32.exe und svchost.exe zu modifizieren. Die Datei wird dann anschließend als Hauptkatalysator für die Aktivierung des Virus genutzt. Sobald der Virus die Dateien 545CC72F3463.bmp, 545CC72F3463.html und 545CC72F3463.txt gespeichert hat, macht sich eine auftauchende Nachricht mit Anweisungen für die Bezahlung und die Entsperrung der Dateien bemerkbar. Bezüglich der Verbreitung des Virus ist bekannt, dass er hauptsächlich mithilfe von Exploit-Kits und demzufolge mit Trojanern verbreitet wird. Eine Infizierung mit CryptXXX 2.0 wird häufig auch mit Bedep und Angler in Verbindung gebracht. Ein Trojaner infiltriert gewöhnlich eigenständig den Computer und wurde erstellt, um Bankdaten auszuspionieren und das Betriebssystem zu beschädigen. Des Weiteren sind Trojaner dafür beliebt Ransomware zu verbreiten. Da sie sich tarnen können und ohne auffällige Infizierung ins System gelangen können, verbergen Hacker gerne ihre Ransomware darin. Für die Entfernung von CryptXXX 2.0 und den dazugehörigen Trojanern ist eine leistungsstarke Anti-Spyware, wie zum Beispiel FortectIntego, notwendig.
Entfernungsmöglichkeiten bei CryptXXX 2.0
Viele IT-Experten haben die Schadsoftware bereits aufgrund ihrer Komplexität begutachtet. Die effizienteste Lösung für die Entfernung von CryptXXX 2.0 wäre mit einem Sicherheitsprogramm ein Scan durchzuführen. Anti-Spyware wurde speziell dafür entwickelt Ransomware und weniger gefährliche Bedrohungen zu beseitigen. Sie können natürlich auch die manuelle Entfernung von CryptXXX 2.0 in Angriff nehmen, wenn Sie zuversichtlich sind. Seien Sie aber bei jedem Entfernungsschritt sehr aufmerksam und vorsichtig. Nachdem Sie den Virus entfernt haben, sollten Sie Alternativen für die Datenhaltung erwägen. Sie können Ihre Daten entweder auf dem Computer speichern und regelmäßig Back-ups durchführen oder sie auf USB-Sticks und DVDs abspeichern.
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