LockBit Ransomware: Ein Kryptovirus, der nicht aufhört sich zu verbreiten und Betroffenen Kopfschmerzen bereitet

Die Erpressersoftware LockBit ist ein Virus und er ist dafür bekannt, dass er sich von anderen Bedrohungen, wie REvil und Maze, einige Tricks eigen gemacht hat. Laut Berichten breitet sich die Ransomware alleine aus, sodass der Angreifer nur wenige Stunden im Netzwerk verbringt, um sein Ziel zu erreichen. Der Virus war früher als ABCD Ransomware bekannt und stammt aus der Virenfamilie LockerGoga. LockBit visiert hauptsächlich Unternehmen an, um höhere Lösegeldsummen fordern zu können. Die erstmals im Oktober 2019 entdeckte Malware ist immer noch aktiv und von ihr gibt es bereits mehrere Varianten – einige verwenden die Dateierweiterung .abcd, andere .lockbit. Die Malware sperrt Dokumente, Datenbanken, Bilder, Videos und andere Dateien mit einer Kombination aus AES- und RSA-Chiffren, was die Wiederherstellung der Daten extrem schwierig macht.
Nach dem Sperrvorgang der Daten liefert die Erpressersoftware LockBit auch eine Nachricht von den Angreifern – diese ist in der Datei Restore-My-Files.txt kompiliert. Es wird darin erklärt, dass die Opfer die Angreifer kontaktieren müssen, um den Preis für den Entschlüsseler auszuhandeln und stellen hierfür die E-Mail-Adressen [email protected], [email protected], [email protected] oder eine andere bereit. In einigen Varianten werden die Nutzer stattdessen auf eine Tor-Seite wie lockbitks2tvnmwk.onion weitergeleitet.
| Name | LockBit Ransomware |
|---|---|
| Schadsoftware-Familie | LockerGoga/MegaCortex |
| Dateimarker | Ältere Versionen .abcd, nun .lockbit (daher auch der Name der Schadsoftware) |
| Erpresserbrief | Restore-My-Files.txt wird nach der erfolgreichen Verschlüsselung geladen – die Datei enthält Informationen über die Infizierung, sowie was Opfer tun können, um die Dateien wiederherzustellen. Zudem sind darin die Kontaktdaten der Entwickler zu finden |
| E-Mails zur Kontaktaufnahme | [email protected], [email protected], [email protected], [email protected], [email protected], [email protected], [email protected], etc. |
| Vorgehen | Der Virus infiltriert das Gerät und beginnt umgehend die Sperrung der Dateien. Sobald die auserwählten Daten verschlüsselt sind und mit einer Erweiterung versehen wurden, sind die Fotos, Dokumente, Archive, Videos und Audiodateien nicht mehr zugänglich. Die danach angezeigte Mitteilung der Erpresser zeigt Optionen zur Datenwiederherstellung an, wie das Bezahlen des Lösegelds |
| Verbreitung | Mehrere Methoden können zur Übertragung der Malware verwendet werden, unter anderem ungeschützte RDP-Verbindungen, Phishing-Mails, Exploits, schädliche Installer, Cracks usw. |
| Entfernung | LockBit sollte mit einer bewährten Anti-Malware entfernt werden, denn Tools zur Erkennung und Entfernung von Malware können alle Komponenten dieses Kryptovirus finden |
| Tipps zur Systemreparatur | In einigen Fällen können Schadprogramme wie Ransomware während der Infizierung Windows beeinträchtigen. Das Resultat ist ein abstürzender, hängender oder mit sonstigen Problemen behafteter Computer. Um diesen Schäden rückgängig zu machen, kann FortectIntego oder eine ähnliche Reparatursoftware verwendet werden |
| Bekannt unter den Bezeichnungen | Ransomware-Exemplare werden von unterschiedlichen Antivirenprogrammen unter unterschiedlichen Namen gefunden, in diesem Fall sind es u.a. TR/Downloader.Gen, Gen:Heur.Ransom.Imps.3, UDS:DangerousObject.Multi.Generic, Trojan.DelShad.kt, Trojan.Encoder.29662, Trojan.Ransom.Imps.3 |
Laut Informationen von VirusTotal können die infizierenden Dateien von LockBit von vielen Antivirenprogrammen erkannt werden. Da es jedoch von einer Malware oftmals mehrere Varianten gibt, kann es passieren, dass neue Versionen zunächst nicht zu stoppen sind, selbst mit einem aktuellen AntiVirus. Die Erpressersoftware könnte daher auch bei aktiven Sicherheitsprogrammen auf den Rechner gelangen, so dass man beim Umgang mit unerwarteten E-Mails, der Nutzung von Remote-Desktop-Verbindungen usw. selbst äußerst vorsichtig sein muss.

Die Erpressersoftware LockBit enthält angeblich ein Modul, das das gesamte System in bestimmten Zeitabständen (z.B. alle halbe Stunde) nach neuen zu verschlüsselnden Dateien durchsucht. Auf diese Weise stellt die Cyberbedrohung sicher, dass alle wertvollen Daten verschlüsselt werden und erhöht die Chance auf den Erhalt von Lösegeldzahlungen. Dies ist eines der vielen Gründe, warum LockBit so schnell wie möglich entfernt werden sollte.
Im Anschluss der Verschlüsselung der Daten fordert die Erpressersoftware die Bezahlung des Lösegelds über folgende Textnachricht:
All your important files are encrypted!
There is only one way to get your files back:
1. Contact with us
2. Send us 1 any encrypted your file and your personal key
3. We will decrypt 1 file for test(maximum file size – 1 MB), its guarantee what we can decrypt your files
4. Pay
5. We send for you decryptor softwareWe accept Bitcoin
Attention!
Do not rename encrypted files.
Do not try to decrypt using third party software, it may cause permanent data loss.
Decryption of your files with the help of third parties may cause increased price(they add their fee to our)Contact information: [email protected]
Be sure to duplicate your message on the e-mail: [email protected]
Your personal id:
–
Vermutlich hält LockBit die Ver- und Entschlüsselungsschlüssel sicher auf Remote-Servern versteckt, die nur für die Kriminellen selbst erreichbar sind. Auf diese Weise verringern Hacker die Chancen darauf, dass die Daten wiederhergestellt werden. Wir raten jedoch nach wie vor davon ab die Forderungen zu erfüllen, da die Entwickler nach dem Bezahlen Anfragen einfach ignorieren könnten.
Neben der Verschlüsselung von Daten und der Bereitstellung der Lösegeldforderung könnte die Ransomware zudem weitere Malware auf das System übertragen. Überraschend ist dies nicht, da Malware gelegentlich in Paketen geliefert wird. Zum Beispiel war die berüchtigte Ransomware Djvu dafür bekannt mit dem Banking-Trojaner AZORult gebündelt zu sein.

Die Entfernung von LockBit ist der beste Weg, um das Risiko weiterer Infektionen zu vermeiden. Scannen Sie hierfür das Computersystem mit einer zuverlässigen Anti-Malware und beseitigen Sie die Bedrohung. Wenn Sie danach einige beschädigte Komponenten auf Ihrem System gefunden haben, versuchen Sie diese mit einem Tool wie FortectIntego zu reparieren.
Infizierungsmethoden von Ransomware werden immer ausgefeilter
Seit es Ransomware gibt, werden diese bösartigen Parasiten mit den gleichen Techniken verbreitet, auch wenn sie mit neuen Innovationen verbessert wurden. Laut Sicherheitsspezialisten von NoVirus.uk nutzen Kriminelle häufig Spammails zur Verbreitung von Malware. Der Virus ist dabei oft in einem Hyperlink oder in einem Anhang versteckt, der wie eine gewöhnliche Versandnachricht von einem zuverlässigen Unternehmen wie DHL oder FedEx aussieht.
Außerdem können solche Bedrohungen über andere Quellen verbreitet werden, wie bspw. P2P-Netzwerke (The Pirate Bay, eMule), die allerlei Software-Cracks enthalten. Außerdem tarnt sich Malware als gefälschte Softwareupdates (JavaScript, Flash Player), weshalb es besser ist, alle erforderlichen Upgrades nur von den Herstellerseiten zu beziehen. Nicht zuletzt sind auch anfällige RDPs, die keine oder nur schwache Passwörter enthalten, Ziel von Cyberkriminellen.

Entfernungsanleitung für die Erpressersoftware LockBit
Die Entfernung der Ransomware LockBit sollte nur mit einer Anti-Malware durchgeführt werden, da sonst großer Schaden am Computersystem entstehen kann oder wichtige Schritte übersprungen werden könnten. Zunächst müssen die bösartigen Prozesse jedoch deaktiviert werden, damit die Malware die Entfernung nicht behindert.
Sie können die Prozesse von LockBit deaktivieren, indem Sie den Computer in den abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern booten oder die Systemwiederherstellung aktivieren. Wenn Sie nicht wissen, wie dies funktioniert, scrollen Sie zum Ende dieses Artikels und sehen Sie sich dort die Anleitungen an.
Wenn es an der Zeit für die Entfernung ist, stellen Sie sicher, dass Sie den gesamten Rechner auf bösartige Einträge überprüfen. Führen Sie hierfür mit einem Antivirenprogramm wie SpyHunterCombo Cleaner oder MalwarebytesMalwarebytes eine vollständige Überprüfung aus. Wenn die Antivirenprogramme beschädigte Komponenten finden, versuchen Sie den Schaden mit FortectIntego zu beheben.
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