Die Dateiendung .ecc ist ein Hinweis auf eine Infizierung mit einem sehr gefährlichen Virus, einer weiteren Version der Ransomware Teslacrypt. Der Virus arbeitet auf eine sehr listige und katastrophale Weise und wird als Schadsoftware eingestuft. Die Computerbedrohung sollte unbedingt sofort entfernt werden!
Wie geht der .ecc-Virus vor?
Der .ecc-Virus kann auf dieselbe Weise wie andere Trojaner in den Computer gelangen. Er beschlagnahmt anschließend alle persönlichen Dateien (einschließlich Audio-, Video-, Bild- und Textdateien) und fordert zum Bezahlen eines Lösegelds auf. Das Programm geht dabei wie folgt vor: Es startet einen schädlichen Prozess mit dem nach persönliche Dateien gesucht wird, welche folgende Dateiendungen haben:
7z, .rar, .m4a, .wma, .avi, .wmv, .jpe, .jpg, .cdr, .indd, .pdf, .pdd, .psd, .flv, .js, .css, .rb, .png, .jpeg, .txt, .odc, .odm, .odp, .ods, .docm, .docx, .doc, .mddata, .itl, .itdb, .icxs, .hvpl und viele, viele weitere.
Wenn diese bestimmten Dateien gefunden worden sind, werden sie vom Programm verschlüsselt, die originalen Dateien gelöscht und nur die modifizierten Versionen übrig gelassen. Die Dateien können dadurch nicht mehr ohne den Entschlüsselungsschlüssel geöffnet werden.

Wie stellt man die Dateien wieder her?
Wenn der schädliche Virus die Dateien so verschlüsselt hat, dass man nicht mehr auf sie zugreifen kann, hinterlegt er auch in jedem Ordner mit infizierten Dateien eine Mitteilung. Die Mitteilung trägt normalerweise den Namen HELP_RESTORE_FILES oder HELP_TO_DECRYPT_YOUR_FILES und kann im Format .txt oder .bmp abgespeichert sein. In dieser Mitteilung sind Informationen über das Geschehen auf dem Computer enthalten und was man machen muss, um das Chaos wieder in Ordnung zu bringen. Im Grunde genommen fordern die Internetkriminellen für das Wiederherstellen der Dateien die Bezahlung des Lösegelds. Sie fordern außerdem dazu auf den Browser Tor herunterzuladen und ihn für die Bezahlung in Bitcoins zu verwenden.
Sie sollten das Lösegeld nicht bezahlen, denn es ist zweifelhaft, dass Internetkriminelle Ihnen zu Ihren persönlichen Dateien verhelfen. Außerdem ist es generell nicht empfehlenswert Internetkriminelle finanziell zu unterstützen. Für das Wiederherstellen der Dateien haben Sie ein paar Optionen. Die zu 100% funktionierende Methode ist die Dateien von einer externen Festplatte zu importieren. Falls Sie also ein Back-up gemacht haben, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Vergessen Sie aber nicht zuerst den Virus zu beseitigen (am besten mit einer professionellen Anti-Malware, wie bspw. FortectIntego). Anschließend können Sie die Festplatte mit dem Computer verbinden und die Dateien herüber kopieren. Falls Sie solche Kopien nicht angefertigt haben, können Sie folgende Tools ausprobieren, um die Dateien zu entschlüsseln: Kaspersky Antiviren-Tools, R-Studio, Photorec.
Wie konnte der .ecc-Virus den Computer infizieren?
Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie sich die Ransomware verbreiten konnte:
- Infizierte E-Mail-Anhänge. Öffnen Sie daher niemals E-Mails von unbekannten Absendern. Egal, wie verlockend sie sind.
- Beliebige Links auf riskante Webseiten, sowie Banner auf Glücksspielseiten oder pornografische Seiten sind Gefahrenquellen. Manchmal leiten sie nach schädliche Webseiten weiter oder starten sogar automatisch den Download einer potenziellen Computerbedrohung.
- Sie kann an andere bedenkliche Programme angehangen werden. Wenn Sie also auf der Suche nach einer Software sind, sollten Sie sich für eine sichere Webseite entscheiden, um sie herunterzuladen. Installieren Sie Software ausschließlich mit der erweiterten oder der benutzerdefinierten Installationsmethode – dadurch können sie die Software konfigurieren und unerwünschte Komponenten abwählen.
Wie Sie den Virus vom System beseitigen können, erfahren Sie in der Anleitung auf Seite 2.
Wie entfernt man diesen verheerenden Virus?
Computersicherheitsexperten empfehlen für die Beseitigung der Infizierung auf automatische Entferner zurückzugreifen. Installieren Sie also eine Anti-Malware, führen Sie damit einen Systemscan durch, um alle schädlichen Elemente der Teslacrypt-Ransomware zu finden, und entfernen Sie sie anschließend. Wenn Sie zu den Computeranfängern gehören, sollten Sie den Virus nicht selbst beseitigen. Falls Sie ihn aber dennoch manuell beseitigen möchten, sollten Sie zumindest folgende Entfernungsanleitung befolgen:
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