KEYPASS-Ransomware – ein Virus, der Einträge in der Registrierungsdatenbank verändert und wichtige Daten sperrt

KEYPASS ist ein gefährlicher Kryptovirus, der zur gleichen Familie wie die STOP-Ransomware gehört. Nach der Installation nimmt die Erpressersoftware Änderungen an der Windows-Registrierung vor, um die Boot-Persistenz zu erhöhen. Die Schadsoftware verwendet anschließend die AES-Chiffre, um Dateien zu verschlüsseln und markiert sie mit der Erweiterung .keypass. Das Resultat: Die betroffenen Dateien können nicht mehr geöffnet werden. Die Opfer finden die Lösegeldforderung in !!!KEYPASS_DECRYPTION_INFO!!!!.txt, wo die Situation beschrieben und erklärt wird, dass sie innerhalb von 72 Stunden ein Lösegeld in Höhe von $300 in Bitcoins zahlen müssen, wenn sie den Entschlüsseler für die gesperrten Daten erhalten möchten (nach Ablauf der Zeit steigt der Preis höchstwahrscheinlich). Hierzu müssen sich die Nutzer allerdings mit den Cyberkriminellen über die E-Mail-Adresse [email protected] in Verbindung setzen. Beachten Sie bitte, dass die KEYPASS-Ransomware nichts mit dem bekannten Passwortmanager KeePass zu tun hat.
| NAME | KEYPASS |
|---|---|
| TYP | Ransomware/Erpressersoftware |
| GEFÄHRLICHKEITSGRAD | Hoch. Modifiziert das System, verschlüsselt Daten, fordert Lösegeld |
| DATEIENDUNG | .keypass |
| ERPRESSERBRIEF | „!!!KEYPASS_DECRYPTION_INFO!!!.txt“ |
| KONTAKTMAIL | [email protected] |
| LÖSEGELD | $300 in Bitcoins, innerhalb von 72 Stunden zu bezahlen |
| VERBREITUNG | Spammails, bedenkliche Quellen |
| ENTFERNUNG | Verwenden Sie FortectIntego |
Die Erpressersoftware KeyPass wurde erstmals am 8. August von Experten vom Kaspersky Lab entdeckt. Die Infizierung wurde aus über 20 Ländern auf der ganzen Welt gemeldet, wobei Brasilien und Vietnam am meisten betroffen waren. Sicherheitsexperten sind sich zurzeit nicht sicher, wie sich der Virus ausbreitet. Einige Benutzer berichteten jedoch, dass er nach der Installation des Windows-Hacking-Tools KMSpico auftauchte. Andere wiederum gaben an, dass sie vor der Infizierung mit KeyPass keine Änderungen vorgenommen hatten.
KeyPass verfügt über eine versteckte Funktion, die nur mit einer bestimmten Tastenkombination aktiviert werden kann. Dies würde es Hackern ermöglichen, manuelle Kontrolle über den Virus zu übernehmen, womit sie die ID des Opfers, die Dateiendung, den Verschlüsselungsschlüssel und einige andere Einstellungen im Zusammenhang mit dem Dateiverschlüsselungsprozess ändern können, was den KeyPass-Virus viel gefährlicher macht.
Sicherheitsexperten stellten auch fest, dass wenn der C&C-Server nicht erreichbar ist oder das infizierte Gerät nicht mit dem Internet verbunden ist, die Schadsoftware einen hartkodierten Schlüssel verwendet, was das Entfernen von KeyPass und das Wiederherstellen der Dateien erheblich vereinfacht.
Wenn der Computer jedoch mit dem Netzwerk verbunden ist, verschlüsselt die Ransomware nicht nur die normalen persönlichen Dateien wie Bilder, Datenbanken, Dokumente und ähnliches, sondern verschont stattdessen nur Ordner, die für ein ordnungsgemäßes Starten des Systems notwendig sind. Nachdem der Verschlüsselungsprozess abgeschlossen ist, erhalten die meisten Dateien den Anhang .keypass, wodurch das Gerät in einem kompletten Durcheinander gerät.

Die Lösegeldforderung, die nach der Dateiverschlüsselung vom C&C-Server abgerufen wird, lautet wie folgt:
Attention!
All your files, documents, photos, databases and other important files are encrypted and have the extension: .KEYPASS
The only method of recovering files is to purchase an decrypt software and unique private key.
After purchase you will start decrypt software, enter your unique private key and it will decrypt all your data.
Only we can give you this key and only we can recover your files.
You need to contact us by e-mail [email protected] send us your personal ID and wait for further instructions.
For you to be sure, that we can decrypt your files – you can send us a 1-3 any not very big encrypted files and we will send you back it in a original form FREE.
Price for decryption $300.
This price avaliable if you contact us first 72 hours.
E-mail address to contact us:
[email protected]
Reserve e-mail address to contact us:
[email protected]
Your personal id: –
Die Autoren von Keypass verlangen zwar ein Lösegeld in Höhe von $300, aber die Zahlungsart wird in keiner Weise erwähnt. Die Hacker verlassen sich jedoch in der Regel auf digitale Währungen (Bitcoin, Monero, Litecoin, etc.) für die Transaktionen. Auf diese Weise bleiben die Überweisungen anonym und verhindern, dass Strafverfolgungsbehörden die Betrüger aufspüren und bestrafen können.
Wir raten dennoch davon ab, sich mit Cyberkriminellen in Verbindung zu setzen, denn die Chance, den Schlüssel zu erhalten, ist sehr gering. Darüber hinaus ermutigt man Übeltäter auf diese Weise ihren Schadsoftware-Code zu verbessern und die Zahl der Infektionen zu erhöhen. Entfernen Sie daher lieber KeyPass mit einer Anti-Malware, wie z.B. FortectIntego oder MalwarebytesMalwarebytes, und stellen Sie dann Ihre Dateien mithilfe von Back-ups wieder her.

Leider kann die Keypass-Ransomware auch als Hintertür für andere Bedrohungen dienen, wie z.B. Banktrojaner und andere Arten von Schadsoftware. Wir empfehlen nicht zu warten und den Virus so schnell wie möglich zu beseitigen. Die Infizierungsgefahr ist umso größer, je länger Sie warten.
Denken Sie daran, dass die Computer- und Datensicherheit in Ihren eigenen Händen liegt. Bereiten Sie sich besser auf solche Angriffe vor – bewahren Sie wichtige Dateien sicher und auf einem USB-Stick oder einer externen Festplatte auf. Wenn Sie sich bereits mit der Keypass-Ransomware infiziert haben und keine Back-ups besitzen, können Sie Software von Drittanbietern für die Datenwiederherstellung ausprobieren. Eine Anleitung für die Entfernung und Empfehlungen für die Datenwiederherstellung finden Sie unten.
Schützen Sie den PC vor Ransomware mit diesen Sicherheitstipps
Laut den Spezialisten von UdenVirus.dk gibt es bei Ransomware normalerweise eine Hauptverbreitungsmethode – Spammails. Cyberkriminelle senden zahlreiche Phishing-Mitteilungen an zufällige Nutzer. Die empfangenen Nachrichten sind dann im Spambereich zu finden (Phishing-E-Mails können allerdings manchmal durch die eingebauten Filter gelangen und stattdessen im Posteingang landen). Wenn Sie auf diese Art von Inhalten stoßen – löschen Sie sie dauerhaft, um eine schwere Infizierung zu vermeiden.
Wir empfehlen, die Sicherheit des PCs jedoch weiter zu erhöhen, indem Sie ein Antivirenprogramm auf dem Computer laufen lassen. Wenn Sie noch keins besitzen, sollten Sie eine vertrauenswürdige Software in Erwägung ziehen. Eine Anti-Malware schützt den Computer vor verschiedenen Bedrohungen, wenn sie wie gefordert auf dem neuesten Stand gehalten wird.

Beseitigen Sie den KEYPASS-Virus mithilfe der Ransomware-Entfernungsanleitung
Um den KEYPASS-Virus zu entfernen, müssen Sie eine vollständige Systemüberprüfung mit einer zuverlässigen Anti-Malware durchführen und alle Komponenten der Ransomware entfernen. Experten empfehlen die Verwendung von Tools wie FortectIntego, SpyHunterCombo Cleaner oder MalwarebytesMalwarebytes. Natürlich können Sie auch ein anderes vertrauenswürdiges Antivirenprogramm Ihrer Wahl verwenden. Stellen Sie einfach sicher, dass es auf dem neuesten Stand ist. Die Entfernung kann eine Weile dauern, aber es ist wichtig, die Cyberbedrohung so schnell wie möglich zu beseitigen, um weiteren Schaden zu vermeiden.
Nachdem Sie die KEYPASS-Entfernung durchgeführt haben, müssen Sie noch einen Schritt weitergehen. Leider stellt die von uns empfohlene Sicherheitssoftware keine verschlüsselten Daten wieder her. Sie finden hierfür jedoch unten Tipps. Um sich in Zukunft vor Ransomware-Angriffen zu schützen, sollten Sie zu guter Letzt zusätzliche Kopien Ihrer wertvollsten Dateien anfertigen. Verwenden Sie hierzu Cloud-Dienste oder externe Laufwerke.
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