Krypte, der neue Razy-Virus
Der Krypte-Virus ist ein weiteres Mitglied der Familie von Erpressungsprogrammen, das wir heute in unsere Datenbank für Bedrohungen aufnehmen. Der schädliche Virus scheint die deutsche Version des Erpressungsprogramms Razy zu sein und nutzt die AES-Verschlüsselung, um die persönlichen Dateien nutzlos zu machen. Er verschlüsselt sie, um deren Struktur zu verändern und die Opfer somit daran zu hindern auf die Inhalte zuzugreifen. Der Krypte-Virus hängt außerdem zur Kennzeichnung die Endung .fear an die verschlüsselten Dateien an. Anschließend startet er das Krypte-Programm, wo der Zustand der Daten und die weitere Vorgehensweise erläutert wird. Man wird dort wie folgt begrüßt:
Hallo! Ich bin Krypte! Eine Ransomware! Ich habe deine Dokumente, Musik, Bilder und andere Wichtige dateien mit einer AES Verschlüsselung Verschlüsselt. Wenn du deine Daten wiederhaben willst, dann Befolge Bitte diese Anweisungen 🙂
Als Erpressungsprogramm verlangt Krypte natürlich ein Lösegeld. Genau wie bei Razy 5.0 verlangt man von den Opfern hier, dass sie eine PaySafe-Karte im Wert von 15-20 Euro kaufen und den Code in dem angegebenen Kästchen des so gesehenen Erpresserbriefs eingibt. Der Virus weist außerdem darauf hin, dass der für die Datenwiederherstellung benötigte Entschlüsselungsschlüssel zerstört wird, wenn man nicht innerhalb von 72 Stunden die Bezahlung vornimmt. Ferner soll Krypte nicht mit einem Antivirenprogramm entfernt werden, da man sonst die Daten nicht zurückbekommt. Allerdings sollte die Entfernung von Krypte die höchste Priorität haben. Wir empfehlen hierfür die Software FortectIntego zu verwenden. Es kann aber natürlich auch eine andere Anti-Malware dafür verwendet werden.
Die Verbreitungsmethoden, die dem Virus das Eindringen ermöglichen
Die exe-Datei des Krypte-Virus erreicht die Opfer typischerweise via E-Mail. Die Verbrecher schaffen es die Datei zu tarnen und wie ein normales und sicheres Dokument oder andere Art von Datei aussehen zu lassen. Sie fügen die Datei zu den E-Mails als Anhang hinzu und bitten ihre Empfänger sie zu öffnen. Die Tricks, die die Gauner dabei verwenden, sind schockierend effizient und überzeugend. Sie betiteln die Anhänge typischerweise als Rechnungen, Verträge, Lebensläufe und Ähnliches. Es ist daher ratsam keine E-Mails von unbekannten Absendern und insbesondere nicht deren Anhänge zu öffnen. Schließlich kann das Öffnen solcher Anhänge katastrophale Folgen mit sich bringen. Zudem kann man eine schädliche Datei versehentlich installieren, indem man auf suspekte Webseite stöbert und leichtfertig auf Anzeigen klickt, die Angebote enthalten, die viel zu gut sind, um wahr zu sein. Mit Schadsoftware versehene Anzeigen sind nämlich eine der Hauptverbreitungsmethoden für schädliche Viren. Angreifer müssen heutzutage Webseiten nicht mehr hacken, um schädliche Skripte einzuspeisen. Sie können einfach Werbenetzwerke infizieren. Die Anzeigen solcher Werbenetzwerke können selbst auf legitime Webseiten eingeblendet werden. In solch einem Fall hilft dann nur noch eine anständige Anti-Malware, die die schädlichen Komponenten aufhalten kann, die versuchen in den Computer zu gelangen.
Wie entfernt man den Krypte-Virus vom System?
Dateiverschlüsselnde Viren können das gesamte Computersystem in Gefahr bringen. Nicht nur, weil sie die Daten zerstören, sondern auch weil sie zusätzliche Schadsoftware installieren können, wie unter anderem Trojaner. Aus diesem Grund weisen Sicherheitsforscher immer darauf hin schädliche Dateien nicht selbst vom System zu entfernen. Für die Entfernung von Krypte empfehlen wir ebenfalls eine Anti-Malware zu verwenden. Wenn der Virus das Starten oder das Herunterladen einer Anti-Malware blockiert, können Sie dies mit den unten aufgeführten Anweisungen umgehen. Nach der Entfernung des Virus können Sie mit einem (hoffentlich) früher angefertigten Back-up die Dateien wiederherstellen. Andernfalls können Sie einen Blick auf unsere Optionen für die Datenwiederherstellung werfen.
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