Habe ich mich mit dem .micro-Virus infiziert?
Wenn Sie Ihre Dateien nicht öffnen können und Sie dort die Dateiendung .micro sehen, dann haben Sie sich mit dem .micro-Virus infiziert. Es handelt sich hierbei um eine Ransomware, die TeslaCrypt sehr ähnlich ist. Die Bedrohung wird rege als E-Mail-Anhang verbreitet und überlistet die Empfänger, indem sie sich als eine Gelegenheit für günstige Rabatte tarnt. Wenn Sie solch eine E-Mail erhalten, sollten Sie sehr vorsichtig sein, denn das Herunterladen von diesem schädlichen Anhang kann ernste Probleme verursachen. Das größte Problem ist der Verlust von wichtigen Dateien, unter anderem Fotos, Geschäftsdokumente, Musikdateien und Ähnliches. Wahrscheinlich möchten Sie Ihre Dateien nicht verlieren, weshalb wir Ihnen empfehlen diesen Artikel gut durchzulesen und die nötigen Schritte in Angriff zu nehmen, um eine Infizierung mit Ransomware zu verhindern.
Sobald der .micro-Virus ins System eindringt, führt er einen Scan durch, um die auf dem Computer gespeicherten Dateien zu bestimmen. Im Anschluss sperrt er alle Dateien mit den Endungen .docx, .docm, .xls, .xlsx, .ppt, .pptx, .pptm, .pdf, .eps, .ai, .indd, .cdr, .html, .dng, .lnk, .jpg, .png, .pdd, .doc, .jfif, .jpeg, .gif, .bmp, .exif, .txt, .wps und .mp3 und fügt seine eigene Endung .micro hinzu. Für die Verschlüsselung der Dateien wird der Algorithmus AES-256 genutzt, welche nicht ohne spezielle Software umgangen werden kann. Das Resultat einer Infizierung mit dem .micro-Virus ist also, dass man seine Dateien nicht mehr öffnen und verwenden kann. Versucht man eine Datei zu öffnen, wird eine Mitteilung eingeblendet, worin zur Bezahlung von Bitcoins aufgefordert wird, wenn man den für die Entschlüsselung notwendigen Schlüssel loskaufen möchte. Zurzeit entspricht 1 Bitcoin ungefähr 400 Euro. Egal, wie verlockend die Bezahlung des Lösegelds sein kann, man sollte den Forderungen niemals nachgehen, denn die meisten Computernutzer haben keinen Code für die Dateientschlüsselung erhalten. Wenn Sie den .micro-Virus auf dem Computer entdeckt haben, müssen Sie die Internetverbindung trennen, damit Sie einen weiteren Dateiverlust verhindern können. Zudem sollten Sie mit FortectIntego einen vollständigen Systemscan durchführen und die schädlichen Dateien vom Computer entfernen. Für die Datenwiederherstellung können Sie Ihre Back-ups nutzen. Wenn Sie keine angefertigt haben, können Sie immerhin noch folgende Programme ausprobieren: Photorec und R-Studio.

Wie kann man sich vor dem .micro-Virus schützen?
Es ist bereits bekannt, dass der .micro-Virus als scheinbar nützlicher E-Mail-Anhang die Computer infiltriert. Solche E-Mails versuchen typischerweise ihre Opfer davon zu überzeugen, dass sie von bekannten Firmen stammen und hohe Rabatte und unglaubliche Angebote einräumen. All diese E-Mails haben aber natürlich ein großes „Aber“. Manchmal versuchen sie persönliche Informationen zu erhaschen, manchmal aber auch Ransomware wie diese zu verbreiten. Was also kann man tun, um eine Infizierung zu verhindern? Als Erstes sollte man natürlich eine zuverlässige Anti-Spyware installieren und sie regelmäßig aktualisieren. Zusätzlich empfiehlt es sich immer jede E-Mail von unbekannten Absendern genauer unter die Lupe zu nehmen. Überprüfen Sie den Absender, lesen Sie sich die komplette E-Mail durch und werfen Sie auch einen Blick auf den Namen des Anhangs. Wenn Sie irgendetwas Verdächtiges bemerken, sollten Sie die E-Mail löschen. Zudem ist auch bei Internetanzeigen Vorsicht geboten, welche gewöhnlich falsche Updates für Programme wie Java oder Flash Player anbieten. In den meisten Fällen dienen solche Anzeigen dazu Schadsoftware zu verbreiten. Es ist nicht sehr schwer eine Infizierung mit dem .micro-Virus zu vermeiden. Man muss lediglich etwas verantwortungsbewusster im Internet sein und immer zwei Schritte weiterdenken.
Entfernungsanleitung für den .micro-Virus:
Wenn Sie sich mit dem .micro-Virus infiziert haben und Ihre Dateien nicht mehr öffnen können, ist dies ein Grund zur Sorge. Sie haben sich nämlich eine sehr gefährliche Bedrohung eingefangen. Wir raten dringendst davon ab den Virus auf dem Computer zu belassen, denn er würde lediglich die neuen Dateien verschlüsseln. Wenn Sie anstelle der typischen Dateiendungen .micro sehen, sollten Sie den Computer zur Sicherheit vom Internet trennen. Sie müssen außerdem einen vollständigen Systemscan mit einer zuverlässigen Anti-Spyware durchführen, damit Sie die schädlichen Dateien vom Computer beseitigen können. Nachdem Sie das System bereinigt haben, können Sie versuchen Ihre Dateien zu entsperren. Wie wir bereits erwähnt haben, haben Sie nicht viele Möglichkeiten, wenn Sie keine Back-ups angefertigt haben.
Eine ausführliche Anleitung für die Entfernung vom .micro-Virus können Sie hier finden:
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