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  • Geprüft · Apr. 2021

RedshitlineRichtig entfernen?

Eine Schritt-für-Schritt-Entfernungsanleitung für betroffene Geräte. Folgen Sie dem geprüften Verfahren unten — die meisten Leser sind in unter 10 Minuten fertig.

Olivia Morelli · Schadsoftwareanalystin

Wie geht der Redshitline-Virus vor?

Redshitline ist ein neuer Computervirus, der in die Kategorie der Ransomware fällt. Diese Viren sind zurzeit sehr populär, weil Cyber-Kriminelle festgestellt haben, dass Computernutzer sehr leicht zu verunsichern sind, wenn es um ihre persönlichen Dateien geht. Wenn Sie nichts über Ransomware und deren Vorgehensweise wissen, empfehlen wir Ihnen folgende Informationen zu lesen.

Der Redshitline-Virus geht wie jede andere Ransomware vor bzw. imitiert die Masche der Locky-Ransomware. Er tarnt sich genau wie bei diesem extrem erfolgreichen Computervirus in einer E-Mail als sicheres Word-Dokument. Das Dokument enthält jedoch schädlichen Code, der aktiv wird, falls in Word Makros aktiviert sind. Der Code lädt dann in diesem Fall die ausführbare Datei von Redshitline herunter und startet sie. Die Schadsoftware Redshitline scannt daraufhin den Computer und verschlüsselt die persönlichen Dateien des Betroffenen, darunter auch Dokumente, Präsentationen, Musik, Videos, Archive oder kurz gesagt, alles. Nachdem jede Datei verschlüsselt wurde, fügt der Virus .IDB[beliebige Zeichen][email protected] zum Dateinamen hinzu. Bei der Verschlüsselung wird das Verfahren RSA-2048, ein komplexer und fast unmöglich zu knackender Verschlüsselungsalgorithmus, genutzt. Die Dateien werden demzufolge unzugänglich. Der Virus gibt einem allerdings die Möglichkeit sie loszukaufen und setzt den Betroffenen darüber mit einem neuen Desktop-Hintergrund, sowie Erpresserbriefen (namens How to decrypt your files.txt) in den Ordnern mit verschlüsselten Dateien in Kenntnis. Die Nachricht auf dem Desktop entspricht den Informationen in den Erpresserbriefen, worin angegeben wird, dass die Dateien verschlüsselt worden sind und wenn man den Vorgang rückgängig machen möchte, man eine der verschlüsselten Dateien an die aufgeführte E-Mail-Adresse ([email protected] oder im Fall, dass sie nicht funktioniert die Adresse [email protected]) senden soll.

Redshitline virus

Die Ransomware gibt nicht an, wieviel Geld sie in Gegenzug für den Entschlüsselungsschlüssel möchte. Dies bedeutet, dass die dahintersteckenden Schwindler entweder zur Verhandlung bereit sind oder sie für jedes Opfer einen anderen Betrag festlegen. Bevor Sie sich aber dazu entscheiden zu bezahlen, sollten Sie nicht vergessen, dass es als Erstes keine Garantie dafür gibt, dass der Entschlüsselungsschlüssel wirklich herausgegeben wird. Sie können also nicht nur Ihre Dateien, sondern auch Geld verlieren. Als Zweites sollten Sie nicht außer Acht lassen, dass Sie mit der Bezahlung diese Tätigkeiten unterstützen und lediglich dazu anspornen mit solchen kriminellen Aktivitäten fortzufahren. Wenn Sie nicht beabsichtigen das Geld zu bezahlen, sollten Sie die Ransomware mit FortectIntego oder einer anderen Anti-Malware vom Computer entfernen.

Wie verhindert man Infizierungen mit Ransomware?

Ransomware ist zurzeit im Aufstieg und wir hören jede Woche von neuen Varianten. Es gibt bereits viele gefährliche Viren, die neulich herausgebracht wurden, seien Sie also vorsichtig. Einige Beispiele hierfür sind Locky, KeRanger, Maktub Locker und Alpha Crypt.

  • In den meisten Fällen werden sie via E-Mail verschickt und befinden sich dann als vermeintlich sicher aussehende Datei im E-Mail-Anhang.
  • Ransomware kann zudem auf dem Computer heruntergeladen werden, wenn man vor einiger Zeit versehentlich einen Trojaner installiert hat. Um solche Gefahren zu vermeiden, ist es ratsam immer eine zuverlässige Anti-Malware auf dem System installiert zu haben. Solche schädlichen Computerviren dringen nämlich gewöhnlich heimlich in den Computer ein und geben vor ein sicheres Programm oder eine sichere Datei zu sein. Ihre schädlichen Prozesse werden im Systemhintergrund ausgeführt, sodass es schwer ist sie zu bemerken.
  • Verzichten Sie darauf hochriskante Webseiten zu besuchen und bleiben Sie von aufdringlichen und lästigen Pop-ups und Bannern fern, da diese gewöhnlich zum Anklicken überlisten wollen und nach trügerische Webseiten weiterleiten. Wenn Sie jedes Mal beim Internetsurfen solche Anzeigen sehen, sollten Sie den Computer mit FortectIntego oder einer anderen zuverlässigen Anti-Malware scannen.
  • Anstatt heruntergeladene Dateien direkt auszuführen, sollten Sie sie zuerst abspeichern. Auf diese Weise hat Ihre Sicherheitssoftware die Zeit die Zuverlässigkeit der Datei zu überprüfen.
  • Fertigen Sie von wichtigen Dateien regelmäßig Back-ups auf einer externen Festplatte an. Mit dieser Praktik bleiben Ihre wichtigen Daten sicher, selbst wenn eine Ransomware in den Computer gelangt. Halten Sie die Datensicherungsfestplatte jedoch vom Computer getrennt!

Wenn Sie sich mit Redshitline infiziert haben, aber vor der Infizierung keine Kopien von Ihren Dateien angefertigt haben, gibt es kaum etwas, was Sie machen können. Computerexperten arbeiten derzeit immer noch an der Entschlüsselung, aber bis jetzt wurde noch kein Erfolg vermeldet.

Die Entfernung von Redshitline

Wie bereits erwähnt, ist der beste Weg für die Entfernung diese einem professionellen Schadsoftwareentferner zu überlassen. Solche Programme können alle Komponenten der Viren ausfindig machen und beseitigen. Eine manuelle Entfernung ist natürlich schwer durchzuführen. Wenn Sie aber dennoch der Meinung sind, dass Sie erfahren genug sind, um Redshitline selbst zu beseitigen, können Sie die unten aufgeführte Anleitung zur Hilfe nehmen. Wenn Sie bei der Entfernung von Redshitline auf irgendwelche Probleme treffen, zögern Sie nicht uns Ihre Frage zu stellen.

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