Wie gefährlich ist der Surprise-Virus?
Unter den ständig steigenden Zahlen von neu erstellter Schadsoftware gibt es eine Bedrohung namens Surprise. Das Programm basiert auf den Open-Source-Quellcode für die Ransomware EDA2. Die Experten, die sich der Untersuchung des Virus angenommen haben, geben bekannt, dass das schädliche Programm unter anderem durch eine ferngesteuerte Installation mit der Anwendung TeamViewer auf dem Computer gelangen kann. Der Surprise-Virus dringt genau wie bei anderer Ransomware heimlich in den Computer ein und verschlüsselt die darauf befindlichen Dateien mit einem komplexen Algorithmus. Die AES-Verschlüsselung kann nur mit einem privaten Entschlüsselungsschlüssel wieder rückgängig gemacht werden, welcher aber natürlich nur im Gegenzug für ein Lösegeld von den Virenentwicklern herausgerückt wird. Obwohl die Experten den Surprise-Virus eher als Ransomware niedriger Qualität ansehen, ist seine Funktionsweise doch bekannten und hochentwickelten Ransomwares wie Locky, TeslaCrypt, CTB-Locker und CryptoWall sehr ähnlich.
Dateien, die durch den Surprise-Virus verschlüsselt worden sind, sind an der unüblichen Dateiendung .surprise zu erkennen. Der Virus erstellt zudem zwei Notepad-Dateien DECRYPTION_HOWTO.Notepad und Encrypted_Files.Notepad, welche Informationen über das Geschehnis auf dem Computer enthalten und wie man ihn wieder in Ordnung bringt. Das erste Dokument beschreibt die Wiederherstellung der Dateien, worin zur Bezahlung eines Lösegelds zwischen 0,5 und 25 Bitcoins aufgefordert wird, welches zurzeit ungefähr 188 Euro und 9437 Euro entspricht. Das Lösegeld variiert je nach Bedeutung der Dateien. Interessant ist jedoch, dass die Gauner den Betroffenen das Entschlüsseln einer ausgewählten Datei erlauben, nur um die angebliche Vertrauenswürdigkeit zu beweisen. Es gibt andernfalls keinen anderen Weg, um die Dateien wieder zu entsperren, da der nötige Schlüssel auf einem von Internetkriminellen gemanagten Server gespeichert ist. Wir empfehlen keinerlei Überweisung vorzunehmen, denn man könnte auf diese Weise nicht nur die Dateien verlieren, sondern auch sein Geld. Die Sicherheit von Dateien kann nur gewährleistet werden, wenn man Datensicherungen auf einer externen Festplatte anfertigt. Selbst Cloud-Lösungen sind keine sichere Option, da Ransomware auch auf solche Plattformen zugreifen kann. Bevor noch weitere Schäden entstehen, ist es empfehlenswert den Surprise-Virus vom Computer zu entfernen, zumal es keinen sicheren Weg gibt, um die Dateien zurückzubekommen. Für die Entfernung ist ein leistungsstarkes Antivirenprogramm, wie bspw. FortectIntego, notwendig.

Wie kann der Virus den Computer hijacken?
Neben der Installation via TeamViewer kann die Ransomware auch mithilfe von unsicheren P2P-Netzwerken, gefälschten Softwareupdates, Trojanern und infizierten E-Mail-Anhängen installiert werden. Wenn man weiß, wie sich der Virus verbreitet, kann man sein Verhalten im Internet dementsprechend anpassen, um eine Infizierung zu verhindern. Es gilt also beim Herunterladen neuer Software und beim Öffnen von E-Mail-Anhängen vorsichtiger zu sein. Diese Vorgehensweise kann eine Infizierung auf dem Computer, das Verlieren von Dateien und eine lange und komplizierte Virenentfernung verhindern. Man sollte sich allerdings nicht nur auf sein Bauchgefühl verlassen, wenn man ein zu installierendes Programm als infiziert oder nicht einschätzen muss. Verwenden Sie lieber eine bewährte Anti-Spyware oder ein Antivirenprogramm und aktualisieren Sie es für einen optimalen Schutz regelmäßig.
Tipps für die Entfernung vom Surprise-Virus:
Wie wir bereits erwähnt haben, ist es besser Vorkehrungen zum Schutz vor diesem tückischen Virus zu treffen. Wenn Sie jedoch zu den unglücklichen Infizierten gehören, sollten Sie den Surprise-Virus umgehend entfernen. Sie haben dafür zwei Optionen zur Auswahl. Sie können sich zwar immer für die manuelle Virenentfernung entscheiden, aber Sie müssen bedenken, dass Ransomware kein reguläres Programm ist, das man mit minimalen Aufwand deinstallieren kann. Aufgrund des schwierigen Entfernungsprozess empfehlen wir die automatische Entfernung, wo man das System mit einem verlässlichen Antivirenprogramm scannt. Es könnte jedoch passieren, dass der Virus das Antivirenprogramm blockiert. In diesem Fall sollten Sie versuchen die Internetverbindung zu trennen oder unsere von Experten erstellte Anleitung weiter unten befolgen.
Hat diese Anleitung geholfen?
Schreiben Sie den ersten Kommentar