Erpressungsprogramm UIWIX nutzt gleiche Sicherheitslücke in Windows aus wie WannaCryptor
UIWIX ist eine erpresserische Cyberinfizierung, die mithilfe der Windows-Sicherheitslücken SMBv1 und SMBv2 in den Computer eindringt. Anschließend nutzt die Schadsoftware das Verschlüsselungsverfahren AES-256, um die Dateien auf dem Computer zu beeinträchtigen. Zusätzlich markiert sie sie am Ende mit .uiwix oder ._[ID des Opfers].uivix. Nach der Verschlüsselung der Daten speichert das Erpressungsprogramm die Lösegeldforderung in der Datei namens _DECODE_FILES.txt. In dieser Datei ist die einzigartige ID für das Opfer und ein Link für die Zahlungsseite zu finden. Um auf die Seite zugreifen zu können, muss man die ID eingeben und das Captcha bestehen, woraufhin man eine Anleitung dafür erhält, wie man den UIWIX-Decodierer erwirbt und benutzt. Für den Decodierer wird eine Überweisung von 0,12261 Bitcoins an die entsprechende Adresse gefordert. Sobald die Überweisung getätigt wurde, soll man dann die Möglichkeit bekommen die Entschlüsselungssoftware zu verwenden. Allerdings kann es auch passieren, dass man die Software nicht erhält. Schließlich sind Cyberkriminelle weder vertrauenswürdig noch zuverlässig und könnten sich einfach mit dem Geld aus dem Staub machen. Im Falle eines Angriffs ist es daher ratsam UIWIX sofort zu entfernen. Sie stellen zwar auf diese Weise nicht Ihre Dateien wieder her, aber zumindest ist das Gerät dann wieder vor weiteren Cyberinfizierungen sicher. Führen Sie hierfür einen vollständigen Systemscan mit einem professionellen Schadsoftware-Entferner wie FortectIntego durch.

Sicherheitsforscher haben festgestellt, dass UIWIX die gleichen Sicherheitslücken in Windows wie WannaCrypt0r (oder WannaCry) nutzt. Die Schadsoftware kann alle im selben Netzwerk befindlichen Geräte infizieren und sich selbst replizieren. Allerdings hat sie keinen Notausschalter wie WannaCry, weshalb sie noch gefährlicher ist. Der einprogrammierte Notausschalter bei WannaCry ist die Antwort einer bestimmten Webseite, die glücklicherweise von einem Analysten registriert wurde. Erhält die Schadsoftware Antwort von der besagten Seite, wird die Infizierung gestoppt. Ist das Betriebssystem nicht gepatcht und die Webseite blockiert, ist eine Infizierung unaufhaltbar. UIWIX hingegen verhält sich wie ein gewöhnlicher dateiverschlüsselnder Virus. Er hat Heimanwender, sowie Kleinunternehmen im Visier. Sobald er in den Computer gelangt, fängt er an das System zu scannen und sucht nach Dateien bestimmten Dateityps. UIWIX ist besonders gefährlich, weil er nicht nur die Dateien im Visier hat, sondern auch deren Sicherheitskopien und sogar komplette Back-up-Systeme. Hierdurch haben Opfer nahezu keine Möglichkeit die beschädigten Dateien zurückzuholen. Wenn die Datenverschlüsselung fertig ist, verbindet sich die Schadsoftware mit ihren C&C-Servern und überträgt die ID und den privaten Entschlüsselungsschlüssel. Anschließend hinterlässt UIWIX folgenden Erpresserbrief:
>>> ALL YOUR PERSONAL FILES ARE DECODED <<<
Your personal code: XXX
To decrypt your files, you need to buy special software.
Do not attempt to decode or modify files, it may be broken.
To restore data, follow the instructions!
You can learn more at this site:
hxxps://4ujngbdqqm6t2c53[.]onion.to
hxxps://4ujngbdqqm6t2c53[.]onion.cab
hxxps://4ujngbdqqm6t2c53[.]onion.nu
If a resource is unavailable for a long time to install and use the tor browser.
After you start the Tor browser you need to open this link hxxp://4ujngbdqqm6t2c53[.]onion
Es wird davon abgeraten den Anweisungen Folge zu leisten und das geforderte Lösegeld zu überweisen. Wenn Sie sich jemals in dieser Situation befinden, sollten Sie nichts als selbstverständlich ansehen. Vergessen Sie nicht, dass es für die Datenwiederherstellung Alternativen gibt. Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass Schadsoftware-Experten Entschlüsselungsprogramme entwickeln, um ein kostenfreies Entschlüsseln zu ermöglichen. Wir empfehlen daher UIWIX zu entfernen und nach anderen Wiederherstellungsmöglichkeiten Ausschau zu halten.

Die Verbreitungsmethoden
Die Entwickler vom UIWIX-Virus haben sich die Sicherheitslücken SMBv1 und SMBv2 in Windows zunutze gemacht. Das Erpressungsprogramm nutzt also genau wie WannaCry den EternalBlue-Exploit, welcher von der Hackergruppe namens „Shadow Brokers“ geleakt wurde. Der Exploit wurde am 14. März 2017 von der NSA gestohlen. Man kann sich vor dem Exploit schützen, indem man das Betriebssystem aktualisiert. Microsoft hat selbst für die nicht mehr unterstützten Betriebssysteme Windows XP, Windows 8 und Windows Server 2003 Patches herausgebracht. Des Weiteren kann UIWIX die Geräte über kompromittierte Desktop-Fernverbindungen angreifen. Einige Forscher nehmen außerdem an, dass die Schadsoftware über infizierte E-Mail-Anhänge verbreitet wird. Es ist daher äußerst ratsam die nötigen Vorkehrungen zu treffen, um eine Infizierung mit dem Erpressungsprogramm zu verhindern. Für den Fall der Fälle sind natürlich Back-ups besonders hilfreich.
Entfernungsanleitung für UIWIX
Die Entfernung von UIWIX ist absolut notwendig, wenn man seinen Computer wieder wie gewohnt benutzen möchte. Hierfür sollte man den Computer aber zuerst in den abgesicherten Modus starten, damit die schädlichen Funktionen des Virus unterdrückt werden, wodurch das Antivirenprogramm nicht mehr blockiert wird. Der UIWIX-Virus sollte sich dann mit Schadsoftware-Entfernern wie FortectIntego, SpyHunterCombo Cleaner oder MalwarebytesMalwarebytes problemlos beseitigen lassen. Wie Sie den Computer in den abgesicherten Modus starten können, erfahren Sie in der unten aufgeführten Anleitung.
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