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  • Geprüft · Juli 2021

VirTool:Win32/DefenderTamperingRestoreRichtig entfernen?

Eine Schritt-für-Schritt-Entfernungsanleitung für betroffene Geräte. Folgen Sie dem geprüften Verfahren unten — die meisten Leser sind in unter 10 Minuten fertig.

Linas Kiguolis · Leitender Sicherheitsredakteur

VirTool: Win32/DefenderTamperingRestore ist eine Erkennung, die Sie nicht ignorieren sollten

VirTool:Win32/DefenderTamperingRestore

VirTool:Win32/DefenderTamperingRestore ist eine von Windows Defender festgelegte Bezeichnung für eine potenzielle Bedrohung. Die Infektion besteht darin, Sicherheitssoftware zu manipulieren, den Computerschutz zu schwächen und das Gerät zu kompromittieren. Wenn der Virenschutz einmal manipuliert wurde, kann sie möglicherweise nicht mehr vor Viren, Trojanern, Würmern, Ransomware und anderen Arten von Malware schützen.

Das eigentliche Ziel des Virus besteht zunächst darin, Sicherheitssoftware zu kompromittieren, aber die dahintersteckenden Cyberkriminellen können viele weitere Absichten haben. Sie könnten bspw. Hintertüren in das System einbauen, um gefährliche Anwendungen einzuschleusen. Opfer eines solchen Angriffs können unter finanziellen Verlusten, zusätzlichen Malware-Infektionen, Identitätsdiebstahl und anderen Datenschutz-/Sicherheitsproblemen leiden.

Name  VirTool:Win32/DefenderTamperingRestore
Typ Malware / Schadsoftware / Schadprogramm 
Zweck Deaktivierung des Manipulationsschutzes in Windows Defender und Umgehen von Sicherheitsfunktionen
Verbreitung Malware-Entwickler nutzen typischerweise allerlei Verbreitungsmethoden, die gängigsten davon sind jedoch immer noch Links und Anhänge in Spammails 
Risiken Malware kann verschiedene Auswirkungen auf infizierte Nutzer haben – sie können Passwörter und Bankdaten stehlen, Screenshots machen, weitere Malware installieren, Dateien verschlüsseln und vieles mehr
Entfernung Windows Defender sollte die Infizierung erkennen und entfernen können; in einigen Fällen könnte der Prozess jedoch aufgrund der Fähigkeiten der Malware fehlschlagen. Wir raten in diesem Fall einen anderen seriösen AntiVirus herunterzuladen und eine vollständige Überprüfung durchzuführen (wir empfehlen hierfür SpyHunterCombo Cleaner). Für die Überprüfung sollte der PC in den abgesicherten Modus gestartet werden
Systemreparatur Eine Malware kann die Systemdateien und Einstellungen von Windows ernsthaft beschädigen. Ein AntiVirus kann diese Schäden nicht reparieren. Verwenden Sie in diesem Fall eine Software wie FortectIntego

VirTool:Win32/DefenderTamperingRestore ist eine eher allgemeine Bezeichnung für eine erkannte Bedrohung. In den meisten Fällen tritt die Meldung jedoch auf, wenn man online mit potenziell bösartigen Inhalten in Kontakt kommt. Cyberkriminelle versuchen möglichst viele Computer zu infizieren und nutzen daher oft verschiedene Hilfsmittel für ihre Angriffe, um die Erfolgschancen zu erhöhen. Hier sind einige von ihnen:

  • Bösartige Anhänge und Hyperlinks in Spammails
  • Software-Schwachstellen und Exploit-Kits
  • Lügen und Tricks auf Phishing-Seiten
  • Anzeigen für gefälschte Flash Player-Updates
  • Cracks und raubkopierte Programme usw.

Es gibt also mehrere Möglichkeiten, wie man mit dem Virus in Kontakt kommen kann. Sobald der Kontakt hergestellt ist, kann Windows Defender das Eindringen erkennen oder auch nicht, denn das bösartige Programm ist darauf ausgelegt, bestimmte Abwehrmechanismen der Sicherheitssoftware zu deaktivieren (hauptsächlich den Manipulationsschutz).

Falls der Virenschutz nicht vollständig kompromittiert wird, wird er VirTool:Win32/DefenderTamperingRestore stoppen und erfolgreich entfernen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass geschwächte Schutzmechanismen die erfolgreiche Beseitigung verhindern. In diesem Fall kann die Malware dann im Hintergrund weiterarbeiten, während die Anti-Malware nutzlos gemacht wird.

Infizierte können alle Arten von Schäden erleiden, denn die Erstinfektion bahnt den Weg lediglich für andere Malware. Beispielsweise kann Ransomware wie Ogdo, Geno oder MAKB eingesetzt werden, um alle persönlichen Dateien auf dem Gerät zu sperren und dann für deren Rückgabe Lösegeld zu verlangen. Andere unsichtbare Infektionen, wie z.B. Trojaner, können verwendet werden, um Passwörter, Bankkontodaten und andere sensible Informationen zu stehlen.

VirTool:Win32/DefenderTamperingRestore virus

Ohne Zweifel sollte die Entfernung von Viren oberste Priorität haben. Aus diesem Grund ist es wichtig, einen zusätzlichen Schutz zu verwenden, wenn Sie sich versuchen gegen Malware zu verteidigen. Wir empfehlen den Rechner mit alternativer Sicherheitssoftware, wie z.B. SpyHunterCombo Cleaner und MalwarebytesMalwarebytes, zu scannen, um sicherzustellen, dass die Infektion vollständig beseitigt wird. Experten raten zudem, nach der Entfernung ein PC-Reparaturprogramm wie FortectIntego auszuführen.

Softwarekonflikt zwischen Antivirenprogramme: Wird die Meldung über VirTool:Win32/DefenderTamperingRestore durch die Nutzung eines neuen Virenschutz verursacht?

Einige Betroffene berichteten, dass sie immer wieder die Meldung über VirTool:Win32/DefenderTamperingRestore erhalten, d.h. die Infektion verschwindet nicht, auch wenn sie sie mit dem Microsoft Safety Scanner entfernen. Den Berichten zufolge finden auch alternative Programme wie Norton oder Trend Micro diese Bedrohung nicht vollständig.

In solchen Fällen scheinen die Fragen darin zu liegen, wie verschiedene Sicherheitslösungen miteinander interagieren. Windows Defender verwendet ein Feature namens „Manipulationsschutz“, das über die Einstellungen oder den Registrierungseditor (HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows Defender\Features) aktiviert und deaktiviert werden kann. Malware kann versuchen diese Einstellung zu manipulieren. Allerdings wird auch jedes Mal, wenn eine Sicherheitslösung eines Drittanbieters installiert wird, der Manipulationsschutz deaktiviert, damit keine Fehlalarme auftreten und der normale Betrieb der Software ermöglicht wird.

Microsoft hat den Manipulationsschutz mit der Veröffentlichung von Windows 10 Version 1903 Anfang 2019 eingeführt und bietet zusätzlichen Schutz vor Eingriffen von außen. Leider kann dies auch zu großen Konflikten führen, wenn Sicherheitssoftware von Drittanbietern verwendet wird, da die Funktion jedes Mal deaktiviert wird, wenn eine neue Anti-Malware installiert wird.

Um die Pop-ups von VirTool:Win32/DefenderTamperingRestore zu stoppen, sollten Sie daher, wenn Sie ein Sicherheitsprogramm eines Drittanbieters verwenden, den Manipulationsschutz deaktivieren. Führen Sie hierzu die folgenden Schritte aus:

  • Tippen Sie Windows-Sicherheit in die Windows-Suche ein und drücken Sie Enter
  • Wählen Sie Viren- & Bedrohungsschutz
  • Klicken Sie im Abschnitt Einstellungen für Viren- & Bedrohungsschutz auf Einstellungen verwalten
  • Scrollen Sie nach unten zum Bereich Manipulationsschutz
  • Drehen Sie den Schalter nach links, um den Manipulationsschutz auf Aus zu schalten

VirTool:Win32/DefenderTamperingRestore false positive

Anweisungen zum Entfernen

Wie oben erwähnt, sollte die Entfernung automatisch erfolgen, wenn der Virus erkannt wird. Für den Fall, dass der Virenschutz aufgrund der Malware versagt, empfehlen wir alternative Anti-Malware wie SpyHunterCombo Cleaner oder MalwarebytesMalwarebytes herunterzuladen und zu installieren und dann eine vollständige Systemprüfung durchzuführen. Falls erforderlich, können Sie auch, wie unten erläutert, auf den abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern zugreifen und von dort aus einen Scan durchführen.

Wenn Sie nicht in der Lage sind, VirTool:Win32/DefenderTamperingRestore zu entfernen und eine Anti-Malware eines Drittanbieters zusammen mit Windows Defender verwenden, sollten Sie den Manipulationsschutz deaktivieren, um Softwarekonflikte zu vermeiden.

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