Warum man sich vor dem .xtbl-Virus in Acht nehmen muss:
Wenn man plötzlich nicht mehr auf seine Dateien zugreifen kann und die Dateinamen nur noch ein Buchstabendurcheinander sind, hat man sich aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem .xtbl-Virus infiziert. Der Virus trägt diesen Namen aufgrund der Endung, die er zu den Dateien hinzufügt. Er ersetzt dabei die regulären Dateiendungen wie .docx, .pdf oder .xls mit .xtbl. Allerdings sind die Dateiendungen im Vergleich zu den bevorstehenden Problemen nur die Spitze des Eisbergs. Der .xtbl-Virus ist nämlich ein erpresserisches Programm und nutzt fortschrittliche Verschlüsselungsverfahren, um die Dateien unzugänglich zu machen und anschließend von seinen Opfern Geld zu erpressen. Der Virus macht dafür von komplexen Algorithmen Gebrauch, die quasi nicht gelöst werden können. Es sei denn, man hat den privaten Schlüssel. Bedauerlicherweise befindet sich dieser Schlüssel auf einem gut geschützten Server. Wie Sie wahrscheinlich bereits vermuten, geben die Gauner den Schlüssel nicht so ohne Weiteres heraus, sondern verlangen eine beträchtliche Summe von Geld. Allerdings sollte die Bezahlung des Lösegelds die allerletzte Option sein, denn man könnte ziemlich schnell übers Ohr gehauen werden und auch sein Geld verlieren. Die bessere Lösung wäre hier den .xtbl-Virus so schnell wie möglich zu entfernen, um weiteren Schaden zu verhindern. Antiviren-Tools wie FortectIntego können hierfür verwendet werden.

Während der .xtbl-Virus die Daten verschlüsselt, erstellt er auch in jedem Ordner mit korrupten Daten ein Dokument namens README.txt. Anstelle des gewohnten Desktops ist zudem eine Mitteilung zu sehen, worin man aufgefordert wird das Dokument README zu lesen. Die Cyberkriminellen stellen in dieser Datei einen Identifizierungscode und zwei unterschiedliche E-Mail-Adressen bereit. Möchte man die Dateien wiederherstellen, muss man den Code zu den E-Mail-Adressen senden, wodurch man im Anschluss weitere Informationen über die Bezahlung zugesendet bekommt. Es wird angenommen, dass die für die Datenwiederherstellung geforderte Summe zwischen 0,5 und 4 Bitcoins variiert. Aber wie wir bereits erwähnt haben, ist die Bezahlung des Lösegelds kein vernünftiger Weg, um die Daten zurückzubekommen. Wir empfehlen in solchen Fällen lieber die Entfernung von .xtbl in Angriff zu nehmen. Anschließend kann man versuchen die Dateien mit Datenwiederherstellungsprogrammen wie PhotoRec, R-Studio oder Kaspersky Antiviren-Tools wiederherzustellen. Es ist allerdings empfehlenswert sich nicht allzu große Hoffnungen zu machen.
Weitere Varianten von .xtbl:
[email protected]. Dieser Virus gelangt ebenfalls wie .xtbl unbemerkt in den Computer und verschlüsselt die darauf befindlichen Dateien. Auch hier wird eine Benachrichtigung auf dem Desktop eingeblendet, wobei sich ausführlichere Informationen über die Datenwiederherstellung in einem zusätzlichen Dokument befinden, welches in jedem Ordner mit verschlüsselten Dateien erstellt wird. Der Name des Dokuments unterscheidet sich übrigens von dem oben besprochenen .xtbl-Virus und heißt How to decrypt your files.txt. Trotz kleiner Unterschiede ist dieser Virus genauso gefährlich wie .xtbl und sollte daher umgehend vom Computer entfernt werden.
[email protected]. Diese Version ist eigentlich identisch zu [email protected]. Der Virus wird durch Spammails verbreitet und verschlüsselt die Dateien mit einem Algorithmus militärischen Niveaus, sobald er ins System gelangt. Er nutzt außerdem das gleiche Dokument namens How to decrypt your files.txt, um seine Opfer über die Dateiverschlüsselung aufzuklären und die E-Mail-Adresse [email protected] bereitzustellen, damit man mit den Kriminellen Kontakt aufnehmen kann. Der Virus kann negative Auswirkungen auf die Systemleistung haben und eine Gefahr für die zukünftigen Dateien sein, weshalb der Virus auch hier so schnell wie möglich entfernt werden sollte.
[email protected]. Ähnlich wie bei den oben erwähnten Varianten, gelangt dieser Virus auf listige Weise in den Computer und gibt vor ein legitimes Dokument oder ein Softwareupdate zu sein. Sobald sich der Virenüberträger allerdings auf dem Computer eingenistet hat, fängt er an das System nach Dateien zu scannen und sie zu verschlüsseln. Mit diesem Virus auf dem Computer sind keine Bilder, Dokumente oder Archive sicher. Merkt man also, dass man auf die Dateien nicht mehr zugreifen kann, muss man den Virus direkt beseitigen.
[email protected]. Dieses Erpressungsprogramm verschlüsselt ebenfalls Daten und fordert seine Opfer dazu auf mit den Drahtziehern über die angegebene E-Mail-Adresse Kontakt aufzunehmen. Es ist immer noch unbekannt, wieviel Geld für den Entschlüsselungsschlüssel verlangt wird. Vermutlich ist man sogar zum Verhandeln bereit. Falls Ihr Computer aber mit diesem Virus infiziert ist, sollten Sie von der Bezahlung des Lösegelds absehen, denn aller Voraussicht nach werden Sie den Schlüssel nicht erhalten.
Wie verbreitet sich und infiziert der Virus die Computer?
Der .xtbl-Virus und alle seine anderen Varianten werden mithilfe von Spammails verbreitet. Auf dem ersten Blick kann der Anhang solch einer E-Mail legitim aussehen, aber in Wahrheit befindet sich darin ein schädliches Skript. In der Regel sind sie in JavaScript geschrieben oder sehen aus wie ein Word-Dokument. Wenn Sie versehentlich einen JavaScript-Anhang herunterladen, lässt sich der Virus nicht mehr aufhalten, denn JavaScript aktiviert diesen automatisch. Bei den Word-Dokumenten besteht allerdings Hoffnung. Die Bedingung für die Aktivierung des Virus ist, dass die Makros in Word eingeschaltet sein müssen. Wenn die Markos nicht aktiviert sind, kann der Computer auch nicht infiziert werden. Der Virus kann natürlich mit allerlei Maschen versuchen Sie davon zu überzeugen die Makros zu aktivieren. Offensichtlich sollten Sie dem nicht Folge leisten, da Sie ansonsten einer schädlichen Bedrohung erlauben ihr Unwesen auf dem Computer zu treiben.
Hinweise für die Entfernung vom .xtbl-Virus:
Bei solchen erpresserischen Viren ist es besonders bedauerlich, dass sie nur in seltenen Fällen die Computer unbeschädigt lassen. In der Regel bleiben die Dateien gesperrt und manchmal ist sogar eine komplette Neuinstallation des Systems notwendig, um die Auswirkungen vollständig zu beseitigen. Anders als die meisten Computernutzer annehmen, bedeutet die Entfernung von .xtbl nicht, dass die gesperrten Dateien wieder entschlüsselt werden. Trotzdem ist die Entfernung von großer Bedeutung, wenn man den Computer wieder normal verwenden möchte. Wenn Reste vom Virus auf dem Computer übrigbleiben, könnte der Virus beispielsweise wieder zurückkommen. Ebenfalls ist denkbar, dass die Virenreste das System anfälliger für andere Schadsoftware machen. Sie sollten daher von den besten Tools Gebrauch machen, um den Virus vollständig zu entfernen. Es gibt allerdings noch zu beachten, dass der .xtbl-Virus möglicherweise die Antivirenprogramme blockiert. In solch einem Fall sollten Sie die Anweisungen am Ende des Artikels befolgen und dann den Scan starten. Falls Sie bei der Virenentfernung auf Schwierigkeiten treffen, können Sie uns gerne kontaktieren.
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