
Hochgefährlich und lästig: Der .code-Virus
Ein gleichbleibender Trend scheint das Herausbringen von neuen Arten von Erpressungsprogrammen zu sein, welche bestimmte Endungen zu den verschlüsselten Dateien hinzufügen. Der .code-Virus gehört ebenfalls zu dieser Art Bedrohungen. Wie jeder andere erpresserische Virus, dringt er heimlich in den Computer ein, macht Benutzerdaten unzugänglich und verlangt im Anschluss ein Lösegeld. Der Virus ist bereits dafür bekannt erstaunliche Summen von Geld zu verlangen. Falls Sie ihm also zum Opfer fallen, sollten Sie die Bezahlung nicht überstürzen. Immerhin besteht die Möglichkeit, dass die Dateien nicht wiederhergestellt werden und Sie dann auch noch Ihr Geld los sind. Sie sollten daher lieber anfangen sich Gedanken über die Entfernung vom .code-Virus zu machen.
Im Anbetracht der hohen Geldsumme, die von dem Virus verlangt wird, lässt sich der Virus als sehr gierig beschreiben. Gelangt das Erpressungsprogramm einmal in den Computer, verlangt er mit seinen geforderten 5 Bitcoins zurzeit etwas über 2800 Euro. Außerdem nutzt der Virus das geläufige Verschlüsselungsverfahren RSA-2048, welches bereits von berüchtigten Viren wie CryptoMix, Cerber, und TeslaCrypt 4.2 verwendet wurde. Die Gauner haben außerdem von der Nutzung eines anonymen Browsers zur Verwendung von bestimmten E-Mail-Adressen gewechselt. Die Betroffenen müssen im Falle einer Infizierung mit den Entwicklern über xoomx_@_dr.com und xoomx_@_usa.com Kontakt aufnehmen. Obwohl diese Methode weniger anonym ist, konnten IT-Experten immer noch nicht die Quelle des Virus ausfindig machen. Die Anzahl der verschlüsselbaren Dateien ist ebenfalls in die Höhe geschossen. Der .code-Virus kann etliche Dateien des Typs .doc und .odt und Medienformaten wie .mp3, .mp4, .avi, .ns2, .ns3, .ns4 und .nw verschlüsseln.
Wie verbreitet sich der Virus?
Der .code-Virus verbreitet sich häufig mit infizierten Spammailanhängen. Die Methode, Computernutzer mit falschen Rechnungen, Vorladungen zum Gericht, Konteninformationen und anderer Post zu täuschen, scheint recht gut zu funktionieren, denn eine große Anzahl von Internetnutzern haben sich bereits mit dem .code-Virus infiziert. Sobald man den Anhang öffnet, wird der Virus geladen und nach Dateien gesucht. Abhängig von der Größe der Festplatte und der Bearbeitungsgeschwindigkeit des Computers, lässt sich für eine Weile nicht bemerken, dass ein Virus gerade sein Unwesen auf dem Computer treibt. Später macht sich Help_Your_Files.txt auf dem Bildschirm bemerkbar, worin über die Übeltat des Virus aufgeklärt wird. Es lässt sich feststellen, dass alle gesperrten Dateien mit der Endung .code versehen worden sind. Das Orten der korrupten Dateien kann dann zur lästigen Arbeit werden. Trotz großer Verzweiflung über die wichtigen Daten sollte man ruhig bleiben und vernünftig nachdenken. Man kann in solch einem Fall nämlich von Datenwiederherstellungsprogrammen (PhotoRec oder R-Studio) Gebrauch machen. Allerdings ist es nicht garantiert, dass die Wiederherstellung erfolgreich verläuft. Die Bezahlung des Lösegelds ist keine Option, weshalb man sich lieber um die Entfernung des Virus kümmern sollte. Der effektivste Weg dafür ist mit einer Anti-Spyware wie FortectIntego einen Systemscan durchzuführen.
Kann man den .code-Virus entfernen?
Für die Entfernung von Erpressungsprogrammen hat man zwei Möglichkeiten. Die erste wäre die manuelle Entfernung. Sie können dafür entweder im Internet nach einer Anleitung suchen oder unsere weiter unten verwenden. Wenn Sie Schwierigkeiten dabei haben die Anweisungen korrekt durchzuführen, sollten Sie sich die Zeit und Mühe sparen, indem Sie einen Entferner installieren. Solche Programme wurden speziell für die Entfernung vom .code-Virus entwickelt und hinterlassen sicherlich keine Virenreste, sodass eine Neuinfizierung ausgeschlossen ist. Eine Anti-Spyware ist außerdem dazu in der Lage Trojaner und Schadsoftware ausfindig zu machen, die mit dem .code-Virus in Verbindung gebracht werden.
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