Arrow-Virus – Eine neue Ransomware der Dharma-Familie

Die Erpressersoftware Arrow ist eine neue Variante der Dharma-Ransomware und ist seit März 2018 im Umlauf. Die Schadsoftware nutzt das Verschlüsselungsverfahren AES und versieht betroffene Dateien mit der Endung .arrow, um sich Geld von ihren Opfern zu erpressen. Die Anweisungen für die Bezahlung des Lösegelds sind im Erpresserbrief zu finden, welcher direkt nach der erfolgreichen Verschlüsselung heruntergeladen wird.
| Name |
Arrow |
|---|---|
| Familie | Dharma |
| Dateiendung, um infizierte Dateien zu markieren | .id-[beliebige Zeichen].[[email protected]].arrow, [[email protected]].arrow, .marat20.cock.li].arrow |
| E-Mail-Adresse | [email protected] |
| Verbreitung | Spammails, infizierte E-Mail-Anhänge, illegale Software |
| Entschlüsselungsprogramm | Dharma Decryptor |
Der Arrow-Virus verbreitet sich üblicherweise durch schädliche Spammails, die einen verwirrenden Anhang beinhalten. Wenn das Opfer das Dokument öffnet, werden die Schadsoftware-Daten auf dem System geladen und ausgeführt. Die Schadsoftware startet dann umgehend mit Änderungen am System, wie bspw.:
- Einholen von Adminrechten für bestimmte Windows-Prozesse oder Systemdateien
- Erstellen oder Modifizieren von Einträgen in der Registrierungsdatenbank
- Löschen von Schattenkopien
All diese Veränderungen ermöglichen der Arrow-Schadsoftware ihr Einnisten im Computer und ihre Ausführung nach jedem Systemstart. Das größte Problem ist jedoch, dass sie die Schattenkopien löscht, die für die Datenwiederherstellung notwendig sind. In seltenen Fällen schlägt das Löschen dieser Dateien fehl, was zur Folge hat, dass man die verschlüsselten Dateien mit einer Drittsoftware wiederherstellen kann.
Die Erpressersoftware hat die beliebtesten Dateitypen als Ziel, einschließlich diverser Dokumente, Bilder, Audiodateien, Videos usw. Der Kryptovirus versieht die verschlüsselten Dateien außerdem mit einem langen Zusatz, bestehend aus der E-Mail-Adresse für die Kontaktaufnahme, einer Opfer-ID und einer einzigartigen Dateiendung. Im Anschluss der Verschlüsselung sind alle Dateien mit der Endung .id-[beliebige Zeichen].[[email protected]].arrow, [[email protected]].arrow oder [.marat20.cock.li].arrow gesperrt.
Opfer werden dazu angehalten via [email protected] mit den Autoren von Arrow Kontakt aufzunehmen. Sicherheitsexperten raten hiervon jedoch ab. Der Informationsaustauch mit Cyberkriminellen und das Befolgen ihrer Anweisungen kann finanzielle Verluste zur Folge haben. Außerdem kann niemand versichern, dass sie wirklich das Entschlüsselungsprogramm haben oder sie es nach der Bezahlung aushändigen.
Zudem darf man nicht vergessen, dass es mehrere Versionen von Dharma gibt, die entschlüsselbar sind. Es ist also einen Versuch wert Arrow zu entfernen und den Dharma Decryptor auszuprobieren. Das Entschlüsselungsprogramm könnte zu jeder Zeit aktualisiert werden und auch Opfern von Arrow bei der Wiederherstellung ihrer Dateien helfen. Des Weiteren gibt es andere Tools, die man ausprobieren kann, wenn man keine Back-ups von seinen Dateien gemacht hat.
Bevor Sie sich aber mit der Datenwiederherstellung auseinandersetzen, müssen Sie den Computer bereinigen. Für die Entfernung von Arrow benötigen Sie einen professionellen Schadsoftware-Entferner. Wir empfehlen hierfür gerne FortectIntego, aber Sie können auch von einer anderen zuverlässigen Sicherheitsanwendung Gebrauch machen.

Zum Schutz vor Ransomware: E-Mail-Anhänge nicht überstürzt öffnen!
Schädliche Spammails sind das Hauptverbreitungsmedium von dateiverschlüsselnden Viren. Die Programmdateien von Ransomware verbreiten sich typischerweise als getarnte Word-, PDF- oder ZIP-Dateien. Man kann sich folglich leicht zum Öffnen eines infizierten Dokuments überlisten lassen.
Wenn Sie aufmerksam sind und keine Spammails oder anderen verdächtigen E-Mails öffnen, können Sie Ihre Dateien vor einer Verschlüsselung schützen. Wenn Sie die Inhalte einer E-Mail dubios finden oder Sie Ihnen fremd erscheinen, helfen diese Tipps eine schädliche E-Mail zu identifizieren:
- Suchen Sie Grammatik- und Rechtschreibfehler, denn schädliche E-Mails sind dafür bekannt Tipp- und Sprachfehler zu enthalten.
- Prüfen Sie die Informationen über den Absender sorgfältig. Suchen Sie im Internet Informationen über die E-Mail-Adresse und den Absender, insbesondere, wenn die Nachricht von einer Bank, Behörde oder einem Unternehmen stammt.
- Prüfen Sie die Referenzen. Bei Phishing-Mails fehlen oftmals Signaturen oder Logos.
Die Experten von avirus.hu erinnern daran auch bei Freeware-Downloads, Updates und aggressiven Pop-ups vorsichtig zu sein, denn diese können ebenfalls in der Verbreitung von Ransomware involviert sein. Für einen ausreichenden Schutz ist die Installation eines bewährten Antivirenprogramms und die Erstellung von Back-ups schon fast unerlässlich.
Arrow-Virus sicher entfernen
Wir möchten direkt darauf hinweisen, dass man den Arrow-Virus nicht manuell vom Computer entfernen sollte. Der dateiverschlüsselnde Virus kann in legitime Systemprozesse schädlichen Code einspeisen und zahlreiche zusätzliche Dateien einschleusen oder Anwendungen installieren, die schädliche Aktivitäten auslösen.
All diese Einträge ohne eine Sicherheitssoftware zu beseitigen, ist nahezu unmöglich. Besonders, wenn man kein erfahrener IT-Experte ist. Sie sollten sich aus diesem Grund für die automatische Entfernung der Arrow-Erpressersoftware entscheiden. Für eine sichere Entfernung der Schadsoftware empfehlen wir eins dieser Tools zu verwenden: FortectIntego, MalwarebytesMalwarebytes oder SpyHunterCombo Cleaner. Bei Schwierigkeiten befolgen Sie die Anleitung unten.
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