Das Ziel vom [email protected]
Der [email protected] ist die neueste Variante des Erpressungsprogramms Dharma, welches auch als unknackbarer CrySiS-Remake bekannt ist. Der Virus wurde programmiert, um Systemverzeichnisse zu scannen und darin gefundene Dateien unbrauchbar zu machen. Hierfür nutzt der [email protected] die starken Verschlüsselungsmethoden AES u. RSA, die die Dateien sicher auf dem Computer sperren. Während des Prozesses markiert der Virus die verschlüsselten Dateien im Dateinamen außerdem mit
Das Schlimmste ist, dass man die .dharma- bzw. .wallet-Dateien nicht ohne einen speziellen Entschlüsselungsschlüssel öffnen kann, welcher nach der Verschlüsselung an die C&C-Server der Verbrecher gesendet wird. Der Schlüssel ist ohne die Hilfe der Verbrecher unmöglich zu erreichen und diese Hilfe kostet natürlich. Der Virus ändert den Bildschirmhintergrund, um seine Nachricht ans Opfer zu bringen. Opfer werden in dem neuen Hintergrund dazu aufgefordert mit den Cyberkriminellen über [email protected] (oder in manchen Fällen [email protected]) Kontakt aufzunehmen, um zu erfahren, wie man den Schlüssel für die Dateien bekommt. Es gibt keinen Zweifel darüber, was die Cyberkriminellen möchten. Wie die meisten erpresserischen Viren und alle anderen Varianten von CrySiS wird hier verlangt, dass man Bitcoins über Seiten wie LocalBitcoin oder CoinCafe kauft und sie an das angegebene Bitcoin-Wallet überweist. Die Informationen zur Transaktion sollen ebenfalls gemailt werden, denn die Transaktionsnummer dient als Beweis für die Bezahlung des Lösegelds, wodurch der Decodierer ausgehändigt werden kann. Allerdings kann die Situation auch böse ausgehen, denn man könnte neben den Dateien auch noch sein Geld verlieren. Es spielt keine Rolle, was solche Betrüger versprechen. Man hat keine Macht gegen sie und kann demzufolge nichts machen, wenn sie sich dazu entscheiden einen zu ignorieren. Das Lösegeld zu bezahlen ist das Risiko nicht wert, weshalb wir davon abraten. Vergessen Sie außerdem nicht, dass Sie Ihre Dateien mit Back-ups wiederherstellen können. Entfernen Sie hierfür zuerst den [email protected] mit einer Anti-Malware wie FortectIntego und verbinden Sie dann Ihr Back-up-Laufwerk mit dem Computer

Wann ist eine Infizierung mit dieser Variante von CrySiS zustande gekommen?
Das Erpressungsprogramm CrySiS wird hauptsächlich durch Spamaktionen verbreitet. Sie sollten sich daher vor E-Mails von unbekannten Absendern in Acht nehmen und niemals deren Anhänge öffnen oder generell keine der Links darin anklicken. Manchmal ist es schwierig Phishing-Mails auszumachen, da sie sehr überzeugend und professional aufbereitet wurden. Betrüger tendieren dazu sich als bekannte Firmen wie Amazon, eBay, PayPal oder Organisationen in der Gesundheitsbranche auszugeben. Die Betrüger geben sogar vor medizinische Testergebnisse zu liefern und behaupten, dass man Krebs hätte. Offensichtlich kann dies für großen Schock sorgen und manch einer überstürzt daraufhin alles und öffnet den falschen Bericht. Allerdings ist das Dokument im Anhang nicht echt, sondern enthält eine schädliche Datei mit einem Erpressungsprogramm. Das Öffnen solch eines Dokuments kann verheerende Folgen haben. Schenken Sie unbekannten Absendern also keinen Glauben und öffnen Sie ja nicht deren Links und Anhänge!
Wie man den [email protected] am schnellsten entfernt
Wenn Ihre Dateien von diesem schädlichen Virus gesperrt worden sind, haben Sie leider nicht viele Optionen. Die Dateien können nur durch ein Back-up vollständig wiederhergestellt werden. Wenn Sie keines angefertigt haben, müssen wir Sie leider enttäuschen, denn die Datenwiederherstellung ist ansonsten unmöglich. Sie sollten aus diesem Grund den [email protected] so schnell wie möglich entfernen und Vorkehrungen treffen, damit dies zukünftig nicht noch einmal passiert. Die unten aufgeführte Anleitung wird Ihnen bei der Entfernung von [email protected] behilflich sein.
Hat diese Anleitung geholfen?
Schreiben Sie den ersten Kommentar