Wie schädlich ist der ODCODC-Virus?
Für viele ist der Sommer die Zeit für Erholung und Urlaub, aber nicht für Hacker, denn die überraschen lieber mit dem im Sommer erschienen ODCODC-Virus, eine dateiverschlüsselnde Schadsoftware. Die Schadsoftware nutzt bedauerlicherweise für ihre Übeltat das Verschlüsselungsfahren RSA-2048 und verlangt wie so üblich im Gegenzug für die Entschlüsselung Geld. Betroffene, die geduldig auf ein Entschlüsselungsprogramm gewartet haben, können nun endlich aufatmen. Der IT-Spezialist BloodDolly hat sich an die Arbeit gemacht und einen Decodierer erstellt. Der kostenlose ODCODC-Decodierer ist hier erhältlich. Die Bedrohung lädt für jede verschlüsselte Festplatte einen einzigartigen Schlüssel von ihrem C&C-Server herunter. Wenn die Verbindung zum Server nicht gelingt, wählt sie stattdessen eine von 200 festhinterlegten Verschlüsselungsschlüssel aus. In den Anweisungen des Decodierers kann man die verwendete Methode (online oder offline) identifizieren. Bevor man jedoch von dem Decodierer Gebrauch macht, muss man sicherstellen, dass die Bedrohung komplett entfernt ist, da ansonsten die Entschlüsselung sinnlos ist. Der ODCODC-Virus lässt sich mit einer Anti-Spyware wie FortectIntego entfernen.
Das Erpressungsprogramm gehört zu einer Familie von Viren, die von einer bestimmten Gruppe von Hackern zu stammen scheint. Eine gemeinsame Eigenschaft dieser Viren ist beispielsweise, dass sie dieselbe Domäne bei den E-Mail-Adressen verwenden. Das Erpressungsprogramm Shade zum Beispiel nutzt @india.com. ODCODC verweist seine Opfer ebenfalls auf [email protected], worüber man mit den Cyberkriminellen Kontakt aufnehmen soll, um Informationen über das geforderte Lösegeld für die Entschlüsselung zu erhalten. Überraschenderweise hilft den Behörden für Internetsicherheit diese Methode der Kommunikation nicht dabei die Hacker ausfindig zu machen. Selbstverständlich sollte man den Forderungen der Hacker trotzdem nicht Folge leisten und davon absehen eine Überweisung vorzunehmen. Selbst wenn man das Geld bezahlt, ist das Freilassen der Daten nicht garantiert.

Die Schadsoftware ODCODC versieht die verschlüsselten Dateien zudem mit einer Markierung. Eine korrupte Datei würde dann beispielsweise wie folgt aussehen: [email protected]. Demzufolge lässt sich schnell unterscheiden, welche Dateien bereits anvisiert wurden. Hinzu kommt, dass der Virus die bereitgestellten Texte in Englisch und Russisch anbietet, obwohl letzteres eher in gebrochener Form. Es lässt sich dadurch immerhin eingrenzen, dass Russisch nicht die Muttersprache ist. Manche vermuten, dass die Hacker aus der Ukraine stammen könnten. Gelingt die Infiltrierung in den Computer, hinterlässt der Virus den besagten Erpresserbrief in der Datei readthis.txt. Die Lösegeldsumme hängt von den Präferenzen der Hacker ab. Wenn die verschlüsselten Dateien von äußerster Wichtigkeit sind, ist es besser sich damit abzufinden, dass sie verloren sind, wenn keine Back-ups gemacht wurden. Wir können höchstens noch empfehlen Programme wie PhotoRec oder R-Studio auszuprobieren, aber bedauerlicherweise ist eine Wiederherstellung der Dateien nicht garantiert.
Die Verbreitung des ODCODC-Virus
Wie viele andere Viren dieser Art wird auch ODCODC mithilfe von Spammails, Exploit-Kits und File-Sharing-Seiten verbreitet. Den Computer kann man vor virenverseuchten Spammails schützen, indem man keine E-Mails von unbekannten Absendern öffnet. Allerdings gilt zu beachten, dass Hacker meisterhaft darin sind zum Öffnen des infizierten Anhangs zu überzeugen und sie die Empfänger gerne mit falschen Rechnungen, Zustellungen und Vorladungen zum Gericht alarmieren. Versucht der Virus jedoch über Trojaner ins System zu gelangen, hilft selbst das Vorsichtigsein nicht. Für solche Fälle ist es wichtig, dass man eine Anti-Spyware installiert hat. Einige gute Programme hierfür sind FortectIntego oder MalwarebytesMalwarebytes. Eine Anti-Spyware ist außerdem bei der Entfernung von ODCODC sehr hilfreich.
ODCODC restlos vom Computer entfernen
Das Erpressungsprogramm lässt sich erfolgreich entfernen, wenn man von einer Anti-Spyware Gebrauch macht. Eine Anti-Spyware erkennt die Schadsoftware in wenigen Minuten und entfernt sie automatisch. Sie stellt dabei sicher, dass alle Dateien vom ODCODC-Virus permanent gelöscht werden. Zudem bietet sie zusätzlichen Schutz für das System, denn wie bereits erwähnt blockiert sie Schadsoftware und Trojaner. Wenn das Programm ODCODC entfernt hat, sollten Sie sich über die Alternativen für die Speicherung Ihrer Daten Gedanken machen. Nutzen Sie hierfür am besten mehrere Online-Lösungen, USB-Sticks oder Ähnliches, damit Sie im Falle einer Infizierung mehrere Lösungen parat haben.
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