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  • Geprüft · Apr. 2021

VirLockRichtig entfernen?

Eine Schritt-für-Schritt-Entfernungsanleitung für betroffene Geräte. Folgen Sie dem geprüften Verfahren unten — die meisten Leser sind in unter 10 Minuten fertig.

Julie Splinters · Expertin im Bereich Schadsoftwareentfernung

Wesentliche Informationen über den VirLock-Virus:

Der VirLock-Virus ist ein fürchterliches Erpressungsprogramm, das sich genauso wie die Viren Your Computer Was Automatically Blocked, Crypt0l0cker, Locky usw. verhält. Ist der Virus einmal installiert, führt er mehrere Kopien seiner ausführbaren Datei aus. Die erste Kopie registriert sich als Windows-Dienst und wird durchgehend ausgeführt. Die zweite Kopie ist quasi eine Ersatzkopie und stellt die Ausführung und die Verschlüsselung der Dateien sicher. Der Virus wurde so entwickelt, dass er bestimmte Dateitypen anvisiert. Das Resultat davon ist, dass er alle Dateien des entsprechenden Typs verschlüsselt. Berücksichtigen Sie, dass der VirLock-Virus eine Vielzahl von wichtigen Dateien unwiederbringlich zerstören kann, darunter gehören Fotos, Videos, Dokumente, Präsentationen, Musik und andere Arten von Dateien. Zudem wurde festgestellt, dass sich diese Variante von Erpressungsprogramm auch mit Wechseldatenträger, DropBox usw. verbinden kann. Es wäre daher ratsam über Alternativen für die Datenspeicherung nachzudenken (lesen Sie mehr darüber in – Wie sichere ich meine Dateien?). Der trügerische Virus blendet außerdem eine besorgniserregende Mitteilung ein, wo behauptet wird, dass Raubkopien auf dem Computer gefunden worden sind und aufgrund dessen der Computer gesperrt worden ist.

In der Mitteilung wird man darüber informiert, dass eine Strafe von bis zu fünf Jahren Gefängnisaufenthalt und ein Bußgeld in Höhe von 250.000 GBP verhängt werden kann. Als „Ersttäter“ muss man jedoch nur 250 GBP bezahlen. Ferner wird mitgeteilt, dass das Bußgeld via Bitcoins oder bei einem Besuch eines lokalen Gerichts bar bezahlt werden kann. Wir vermuten, dass die Verbrecher die Barbezahlung nur als Möglichkeit bereitstellen, um die Nachricht legitimer wirken zu lassen, denn normalerweise verlangen Justizbehörden es nicht Bußgelder in Bitcoins zu bezahlen. Die Mitteilung ist also einfach gesagt ein Erpresserbrief, in welchen man zur Bezahlung eines Lösegelds aufgefordert wird. Zu Letzt wird noch damit gedroht, dass alle Dateien gelöscht werden, wenn die Strafe nicht innerhalb von drei Tagen bezahlt wird oder man versucht die „Mitteilung zu entfernen“.

VirLock ransomware note

Die guten Nachrichten für Opfer von VirLock sind, dass die Verfasser sich zwar große Mühen gemacht haben und versucht haben einen starken Virus zu erstellen, es ihnen aber nicht gelungen ist und den Fehler begangen haben nicht die Volumeschattenkopien zu löschen. Mit diesen Kopien kann man die früheren Versionen von Dateien wiederherstellen und damit die Daten kostenlos wieder in Ordnung bringen. Wenn Ihr Computer infiziert ist, sollten Sie FortectIntego oder eine andere bewährte Anti-Spyware herunterladen, VirLock entfernen und die Dateien dank der Volumeschattenkopien einfach wiederherstellen.

Wie kann der Virus den Computer infizieren?

Der VirLock-Virus wird in den meisten Fällen von irreführenden E-Mails übertragen, welche vorgeben wichtige Mitteilungen von bekannten Firmen zu sein. Solche E-Mails könnten über wichtige Zahlungen, Strafen, Käufe oder andere Sachen informieren, die normalerweise dazu veranlassen den Anhang herunterzuladen. Tatsächlich aber sollte man genau das nicht machen. Denn auf diese Weise verbreitet sich der VirLock-Virus. Es gibt natürlich noch viele weitere Wege, wie Erpressungsprogramme auf dem Computer auftauchen können. Wenn Sie einen Virus wie diesen vermeiden möchten, sollten Sie auch bei diversen Pop-ups vorsichtig sein. Zudem sollten Sie darauf verzichten illegale Seiten zu besuchen, denn dort kann man den Computer sehr schnell infizieren.

Wie schützt man den Computer vor Bedrohungen wie Erpressungsprogrammen?

Wenn Sie den Computer vor einem Angriff von Erpressungsprogrammen schützen möchten, müssen Sie mehrere Schutzschichten aufbauen. Hier unsere top Tipps dafür, wie man Daten sichert und Infizierungen mit Erpressungsprogrammen verhindert:

    1. Öffnen Sie keine verdächtigen E-Mails und öffnen Sie insbesondere nicht deren Dateien im Anhang. Selbst wenn der Anhang eine Word-Datei ist, heißt dies nicht, dass sie sicher ist. Cyberkriminelle nutzen heutzutage fortschrittliche Methoden und müssen keine .exe-Datei mehr versenden, um den Computer zu infizieren.
    2. Aktualisieren Sie Ihre Programme zu den neuesten Versionen, damit Kriminelle keine Softwareschwachstellen ausnutzen können.
    3. Sichern Sie Ihre Dateien. Nur auf diese Weise lassen sie sich effektiv und zu 100% wiederherstellen, wenn sie verschlüsselt worden sind. Wir empfehlen für das Speichern der Dateien keine Cloud-Lösungen zu verwenden, da Viren die Dateien über die Internetverbindung verschlüsseln können.
    4. Installieren Sie eine gute Anti-Malware und legen Sie geplante Systemscans fest, damit der Computer virenfrei bleibt.

Hinweise für die Entfernung von VirLock

Im Vergleich zu normalen Computerprogrammen gibt es bei einem Erpressungsprogramm wie VirLock kein Deinstallationsprogramm. Wenn man keine anständige Anti-Malware hat, ist der Virus leider auch sehr schwer zu entfernen. Wir raten davon ab die Entfernung des Virus auf eigene Faust anzugehen, da man den Computer dabei mehr schaden als nützen kann. Am einfachsten, schnellsten und sichersten ist die Virenentfernung, wenn man sie einer Anti-Spyware überlässt. Laden Sie dafür eine bewährte Sicherheitssoftware herunter und führen Sie damit einen Systemscan durch. Wir empfehlen immer wieder gerne die Verwendung von FortectIntego.

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