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  • Geprüft · Apr. 2021

Cerber 4.1.0Richtig entfernen?

Eine Schritt-für-Schritt-Entfernungsanleitung für betroffene Geräte. Folgen Sie dem geprüften Verfahren unten — die meisten Leser sind in unter 10 Minuten fertig.

Julie Splinters · Expertin im Bereich Schadsoftwareentfernung

Kein Ende bei Cerber in Sicht? Cerber 4.1.0 nun im Umlauf

Wie Sie wahrscheinlich vermuten, ist Cerber 4.1.0 wieder ein dateiverschlüsselnder Virus der berüchtigten Cerber-Viren. Cyberkriminelle haben sich dazu entschlossen die Internet-Community mit Cerber 4.1.0 und dem darauffolgenden Update 4.1.1 gleich doppelt anzugreifen. Die Ersteller der Plage haben dem Anschein nach keinerlei Absicht die Internet-Community in der nächsten Zeit in Ruhe zu lassen. Noch vor einem Monat wurde Cerber bezüglich der angehangenen Endungen überarbeitet. Während die ursprünglichen Versionen des Erpressungsprogramms .cerber2 bzw. .cerber3 an die verschlüsselten Dateien anhängen, ist es bei der neuesten Version nun ein 4-stelliger Zahlencode. Wenn das Unglück den Computer überfällt und die Daten gesperrt sind, gilt: Ruhe bewahren und Cerber 4.1.0 vom Computer entfernen. Für eine schnelle Entfernung empfiehlt sich die Verwendung von FortectIntego.

Die sich am schnellsten entwickelnde Cyberbedrohung ist wahrscheinlich derzeit Cerber. Im Vergleich zu anderen Bedrohungen, wie bspw. dem sieben Jahren alten CryptoWall, hat die erste Version von Cerber das Tageslicht im März entdeckt. Zu diesem Zeitpunkt war es noch ein Erpressungsprogramm, das nur einzelne Länder angriff und für seine Ausführung ein Systemneustart notwendig war. Innerhalb einiger Monaten wurde die Bedrohung jedoch in Windeseile verbessert, sodass selbst IT-Experten ständig darum bemüht sind mit den neuesten Versionen Schritt mitzuhalten. Zusammen mit dem neuerschienen Locky besetzt Cerber nach CryptoWall und dem alten Locky den dritten Platz im Wettstreit der schädlichsten Computerviren. Die aktuelle Version von Cerber hängt keine spezifische Kennzeichnung an die verschlüsselten Daten an, sondern lässt sie komplett weg oder markiert sie mit einem numerischen Code. Cerber macht allerdings immer noch von der Datei README.hta Gebrauch, um seine Opfer über das korrupte Gerät zu informieren. Die darin enthaltene Nachricht lautet wie folgt:

You documents, photos, databases and other important files have been encrypted!
To decrypt your files you need to buy the special software – „Cerber Decryptor“
All transactions should be performed via Bitcoin network only
Within 7 days you can purchase this product at a special price: B 1.24 ($524)
After 7 days the price of this product will increase up to B 2.48 ($1048) 

The image showing Cerber 4.1.0 virus

Wie wird das Erpressungsprogramm verbreitet?

Glücklicherweise wurde aufgedeckt, dass Cerber 4.1.0 mit dem Exploit-Kit pseudoDarkleech verbreitet wird. Damit die Schadsoftware wirksam wird, muss man einen infizierten Link oder eine infizierte Software anklicken. Das im Link enthaltene Exploit-Kit macht dann die vorhandenen Sicherheitslücken in der auf dem System befindlichen Software ausfindig und schleust sich infolgedessen ins Gerät ein. Im Anschluss entpackt das Exploit-Kit seinen Inhalt, welcher sich häufig als Erpressungsprogramm entpuppt. Das Exploit-Kit Rig (normalerweise mit dem Virus CrypMIC in Verbindung gebracht) ist gegen das durchstartende Neutrino vergleichsweise weniger aktiv. Es gibt aber trotzdem niemanden, der vor dieser Bedrohung absolut sicher ist. Darüber hinaus kann man sich mit Cerber 4.1.0 infizieren, wenn man auf gefälschte E-Mails hereinfällt, die vorgeben von staatlichen Behörden, finanziellen Organisationen oder selbst sozialen Netzwerken zu sein. Überprüfen Sie also jede E-Mail von unbekannten Personen sorgfältig, bevor Sie sie öffnen! Kontrollieren Sie zum Beispiel den Absender und den Inhalt der Nachricht, um zu erfahren, womit Sie es zu tun haben. Wenn Sie Tipp- oder Grammatikfehler finden, haben Sie es der Wahrscheinlichkeit nach mit Hackern zu tun. Der zuverlässigste Weg, um sich vor irreführenden Nachrichten und einer möglichen Infiltrierung von Cerber 4.1.0 zu schützen, ist ein anständiges Sicherheitsprogramm zu installieren.

Das Erpressungsprogramm Cerber 4.1.0 entfernen

Hinsichtlich der Entfernung des Virus lässt sich sagen, dass der Prozess nicht allzu kompliziert ist, wenn man ihn einer Anti-Spyware überlässt, wie bspw. FortectIntego oder MalwarebytesMalwarebytes. Hierbei ist es wichtig, dass das Programm auf dem neuesten Stand ist, damit es beim Systemscan alle Komponenten der Schadsoftware erkennen kann. Nachdem Sie Cerber 4.1.0 entfernt haben, können Sie sich der Datenentschlüsselung zuwenden. Manche Sicherheitsanbieter haben kostenlose Entschlüsselungsprogramme für die ursprüngliche Version von Cerber veröffentlicht, diese funktionieren allerdings nicht für die aktuellsten Versionen des Virus. Trotzdem gibt es keinen Grund für Verzweiflung, denn wir haben einige Anregungen für andere Datenentschlüsselungsmöglichkeiten vorbereitet. Falls Sie übrigens bei der Entfernung von Cerber 4.1.0 auf Probleme treffen, können Sie mit den unten aufgeführten Anweisungen wieder Zugriff auf den Computer bekommen.

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