Was zu tun ist, wenn Dateien auf .odin enden:
Die Endung .odin taucht normalerweise dann auf, wenn die entsprechende Datei vom .odin-Virus (bzw. besser als Erpressungsprogramm ODIN bekannt) verschlüsselt worden ist. Der destruktive Virus modifiziert die Daten auf spezielle Weise, sodass man sie nicht mehr öffnen kann. Das dahintersteckende Ziel ist sich Geld von den Opfern zu erbeuten. Für die Entschlüsselungssoftware, die angeblich alle auf .odin endende Dateien reparieren kann, muss man nämlich zahlen. Wenn Sie auf der Suche nach einem ODIN-Entschlüsselungsprogramm sind, müssen wir Ihnen leider direkt mitteilen, dass es noch kein solches Tool gibt. Erpressungsprogramme sind so extrem gefährlich, weil es nach dem angerichteten Schaden keinen Weg mehr zurückgibt. Es sei denn, man hat Back-ups von den Dateien angefertigt. In solch einem Fall kann man die Dateien ohne Probleme und kostenfrei wiederherstellen, nachdem man den Virus beseitigt hat. Wenn Sie kein Back-up haben, haben wir trotzdem ein paar Vorschläge für die Wiederherstellung. Wir weisen aber darauf hin, dass es keine Garantie gibt, dass die Dateien wiederhergestellt werden können. Nun möchten wir aber erst einmal erklären, was ODIN ist, wie der Virus vorgeht und warum er den Computer angreifen konnte.
Was ist der ODIN-Virus und was ist sein Ziel?
Der Virus erreicht den Computer in der Form eines verschlüsselten DLL-Installationsprogramms. Die DLL wird anschließend entschlüsselt und mithilfe des Prozesses rundll32.exe von Windows ausgeführt. Das Programm befiehlt dann das Öffnen und das Ausführen der im Ordner %TEMP% befindlichen schädlichen DLL. Daraufhin fängt der Virus an diversen Dateien in den Ordnern auf dem Computer zu verschlüsseln, wobei nur Systemordner umgangen werden, damit das System nicht kaputt gemacht wird und der Computer weiterhin läuft. Der Virus identifiziert die Zieldateien anhand ihres Typs. Unseren Recherchen zufolge kann der Virus über 390 verschiedene Dateitypen verschlüsseln. Ferner kann er Dateien verschlüsseln, die sich auf nicht zugeordneten freigegebenen Netzwerklaufwerken befinden. Für die Verschlüsselung wird eine Kombination aus RSA-2048 und AES-128 verwendet. Leider bedeutet dies, dass es nicht möglich ist die Dateien ohne den einzigartigen Schlüssel, den nur die Autoren des Erpressungsprogramms kennen, wiederherstellen lassen. Sie nutzen für jedes Opfer ein anderes Verschlüsselungs- und Entschlüsselungspaar, weshalb das Weitergeben der Entschlüsselungssoftware an andere Opfern nicht helfen wird.
Nachdem die Verschlüsselung der Daten fertiggestellt ist, erstellt der Virus mehrere Dateien mit einer Lösegeldforderung und Informationen, wie man die mit .odin versehenen Dateien entschlüsseln kann. Die Lösegeldforderungen befinden sich in den Dateien namens _[zweistellige Zahl]_HOWDO_text.html, _HOWDO_text.html oder _HOWDO_.bmp. Jedes Opfer bekommt seine eigene einzigartige Identifizierungsnummer und einen individuellen Link für die Bezahlseite, wo die Entschlüsselungssoftware erworben werden kann. Die Bezahlseite kann außerdem nur via dem Tor-Browser erreicht werden. Sobald man die Seite betritt, wird jedoch schnell klar, dass der Virus lediglich eine weitere Version vom Locky-Virus ist. Hier findet man nämlich die gleiche Beschreibung wie bei Locky “We present a special software – Locky Decryptor, which allows to decrypt and return control to all your encrypted files.” Das Entschlüsselungsprogramm ist zum Preis von 0,7 BTC erhältlich, was zurzeit ungefähr 420 Euro entspricht. Aus ersichtlichen Gründen raten wir davon ab das Lösegeld zu bezahlen. Zunächst einmal kann man sich auf Cyberkriminelle nicht verlassen. Es gibt keine Garantie, dass sie wirklich die Entschlüsselungssoftware aushändigen und selbst wenn, kann sich darin Schädliches verbergen. Zudem treibt man damit das Erpressungsprogrammgeschäft an und gibt Cyberkriminellen einen Grund weiterzumachen. Falls Sie sich also mit diesem erpresserischen Virus infiziert haben, sollten Sie ihn so schnell wie möglich entfernen. Für die Entfernung vom .odin-Virus können Sie FortectIntego oder eine ähnliche Anti-Malware verwenden.
Wie verbreitet sich der Virus?
Betroffene von Locky (oder ODIN) berichten, dass sie sich durch einen schädlichen E-Mail-Anhang infiziert haben. Diese Art der Verbreitung von Schadsoftware bleibt weiterhin die beliebteste und effektivste Methode, um Erpressungsprogramme in die Computer einzuschleusen. Die dahintersteckenden Verbrecher versenden E-Mails mit erlogenen Berichten, Rechnungen, Lebensläufen, Strafzetteln und anderen Dokumenten, die die Schadsoftware verbergen und in den Computer lassen. Wir empfehlen daher nachdrücklich keine E-Mails von unbekannten Absendern zu öffnen, denn solche E-Mails bringen häufig Schadsoftware mit sich. Obwohl bei ODIN auch weitere Methoden für die Verbreitung verwendet werden, sind beeinträchtigte E-Mail-Anhänge immer noch die Hauptursache für eine Infizierung. Schadsoftware kann jedoch auch auf dem Computer installiert werden, wenn man gefälschte Softwareupdates herunterlädt oder auf Schadsoftware belastete Anzeigen klickt.
.odin-Virus entfernen
Wenn die Dateien durch den .odin-Virus gesperrt wurden, muss man sich damit nicht abfinden. Sie sollten den .odin-Virus so schnell wie möglich mit einer zuverlässigen Anti-Malware entfernen. Wie wir bereits erwähnt haben, ist unser empfohlenes Tool für die Entfernung von ODIN FortectIntego. Allerdings wird der Virus mit hoher Wahrscheinlichkeit die Sicherheitssoftware blockieren. In diesem Fall sind dann folgende Informationen interessant:
Hat diese Anleitung geholfen?
Schreiben Sie den ersten Kommentar