Was steckt hinter dem Anonymous-Virus?
Wenn Sie im IT-Bereich Nachrichten verfolgen, haben Sie wahrscheinlich bereits von dem neuen Anonymous-Virus gehört, der die virtuelle Welt erreicht hat. Der erpresserische Virus ist wieder eine Bedrohung, die mit dem Verschlüsseln von persönlichen Daten die Internetnutzer terrorisiert. Zudem fordert der Virus seine Opfer auf das Geld innerhalb von 72 Stunden zu überweisen, ansonsten werden alle verschlüsselten Dateien für immer gelöscht. Diese Masche ist keine Neuheit unter den Entwicklern von Erpressungsprogrammen. Manche Hacker tendieren dazu bei ihren Bedrohungen dramatisch zu sein, um die Betroffenen in Panik zu versetzen. Die verschlüsselten Dateien können natürlich sehr wichtig sein, weshalb man sicherlich kein Risiko eingehen möchte. Ein Lösegeld von 125 USD (zurzeit ungefähr 112 Euro) scheint dann nicht ein allzu hoher Betrag zu sein. Trotzdem möchten wir aber darauf hinweisen, dass das Lösegeld nicht bezahlt werden sollte. In Anbetracht der Gewinntendenz, die Cerber und CryptXXX aufweisen, ist die Herausgabe der verschlüsselten Dateien nicht garantiert. Finden Sie lieber heraus, wie Sie den Anonymous-Virus entfernen können.
Anonymous scheint unter den derzeitigen Erstellern von Erpressungsprogrammen sehr beliebt zu sein. Obwohl die originale Version dieser Bedrohung bereits vor einigen Monaten zum Vorschein kam, sieht es so aus als teilt man gerne das Rampenlicht von diesem beliebten Hackerkollektiv. Die neueren erpresserischen Viren MIRCOP und .Locked versuchen vergleichsweise die Gruppe nachzunahmen, indem sie einen ähnlichen Schreibstil verwenden. All diese drei Viren nutzen das typische Bild von Guy Fawkes. Trotz der Ähnlichkeiten gibt es aber auch einige Unterschiede in der Art und Weise wie die Viren die Computer infizieren und arbeiten. Der Anonymous-Virus verwendet die berühmten Verschlüsselungsverfahren AES und RSA, um eine einwandfreie Verschlüsselung sicherzustellen. Alltägliche Computernutzer werden demzufolge ihre Dateien nicht mehr so einfach entschlüsseln können.

Darüber hinaus nutzt die Schadsoftware bekannte Einschüchterungsmethoden, um die Betroffenen dazu zu bringen das Lösegeld innerhalb 24 Stunden bzw. 72 Stunden zu bezahlen. Verstreicht die Zeit, werden die verschlüsselten Dateien gelöscht. Tatsache ist leider, dass wenn der Anonymous-Virus den Computer infiziert, man sich mit dem Datenverlust abfinden muss. Die Bezahlung des Lösegelds verbessert die Chance der Datenwiederherstellung nicht. Bezüglich der Funktionsweise des Erpressungsprogramms lässt sich feststellen, dass es im Task-Manager den Prozess „anonpop“ ausführt. Dieser Prozess ist auch für das Öffnen der Datei payment_instructions.jpg verantwortlich, welche die weiteren Anweisungen enthält. Ferner wurde beobachtet, dass mehrere unterschiedliche E-Mails zum Kontakt angegeben werden: [email protected], [email protected] und [email protected].
Manche haben außerdem den Verdacht, dass das Anonymous-Erpressungsprogramm mit einer anderen Bedrohung dieser Art in Verbindung steht – dem TowerWeb-Virus. Dem Anschein nach gibt es im Bereich Erpressungsprogrammen einige Hackergruppen, die eine Reihe gleichartiger Programme herausbringen. Während noch vor kurzer Zeit Viren, die die Endung .xtbl hinzufügen und E-Mail-Adressen mit @india.com bereitstellen, einem nach dem anderen aufgetaucht sind, herrschen nun Cyberkriminelle über den Markt der Erpressungsprogramme, die mit Anonymous sympathisieren. Der Virus meldet einen übrigens vom Betriebssystem ab. Sie sollten also schon vorher schnell den Prozess „anonpop“ im Taskmanager beenden. Dies kann verhindern, dass der Virus mehr Schaden auf dem Computer anrichtet. Wenn Sie es nicht rechtzeitig geschafft haben, sollten Sie sich auf die Entfernung vom Anonymous-Virus konzentrieren. Zu diesem Zweck ist FortectIntego sehr nützlich.
Wie verbreitet sich die Bedrohung?
Der Anonymous-Virus wird durch Spammailanhänge verbreitet. Bedauerlicherweise haben die Gauner erhebliche Fortschritte dabei gemacht Computernutzer davon zu überzeugen die Anhänge mit versteckten Erpressungsprogrammen zu öffnen. Überstürzen Sie auf keinen Fall das Öffnen einer E-Mail und insbesondere nicht des Anhangs, wenn es sich um eine Nachricht von einer Telekommunikationsfirma oder dem Zoll handelt. In manchen Fällen werden Computernutzer auch damit gelockt Formulare für mögliche Steuerrückzahlungen auszufüllen. Werfen Sie lieber einen prüfenden Blick auf den Absender und den eigentlichen Text der E-Mail. Normalerweise lassen sich dann Grammatik- oder Rechtschreibfehler finden. Abgewandelte Firmennamen, Namen oder Sonstiges können ebenfalls Verdächte bestärken.
Die Entfernung vom Anonymous-Virus
Hinsichtlich der Komplexität und des aggressiven Verhaltens des Virus ist es ratsam keine Zeit zu verschwenden und für die Entfernung des Anonymous-Virus von einer Anti-Spyware Gebrauch zu machen. Sie können sich dann sicher sein, dass die Software ihre Aufgabe erfüllt und das Betriebssystem komplett bereinigt. Das Problem ist, dass der Virus so programmiert ist, dass er die Entfernung nicht so einfach durchgehen lässt. Wenn Sie keine Sicherheitsanwendungen öffnen können oder keinen Internetzugriff haben, befolgen Sie einfach die unten aufgeführten Anweisungen. Nach der Entfernung der Bedrohung können Sie sich über Alternativen für den Schutz Ihrer wichtigen Daten Gedanken machen. Speichern Sie Dateien am besten an mehreren Orten. Für die Datenspeicherung können natürlich mehrere Geräte verwendet werden.
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