Was genau die „Microsoft Critical Alert“-Betrugsmasche ist und wie man ihr nicht zum Opfer fällt:

Der “Microsoft Critical Alert”-Virus ist ein allgemeiner Begriff für diverse schädliche Programme, die versuchen ahnungslose Computernutzer dazu zu überlisten Support-Betrüger anzurufen. In der Regel installieren solche Programme Komponenten auf dem System und in mehreren Webbrowsern, um das Opfer mit zahlreichen aufdringlichen Pop-ups quälen zu können und dazu zu drängen eine bestimmte Telefonnummer anzurufen, damit sie Hilfe von „zertifizierten Microsoft-Technikern“ bekommen können.
Die vermeintlichen Techniker sind in Wahrheit Betrüger, die beabsichtigen Geld zu erschwindeln. Es gibt hierbei verschiedene Arten von Support-Betrugsmaschen und jeder Virus blendet eine andere Mitteilung ein. Am häufigsten trifft man auf Mitteilungen wie „Your Computer has been infected with a virus and spyware. The following information is being stolen…“, woraufhin empfohlen wird die kritische Warnung nicht zu ignorieren und für Hilfe die gebührenfreie Telefonnummer anzurufen.
Im Falle einer Infizierung mit einer Betrugssoftware beginnen die Browser an Phishing-Webseiten zu öffnen, die bspw. die Microsoft Support-Seite imitieren. Zudem gibt es betrügerische Mitteilungen, die nicht existente Probleme wie „.net frame work file missing due to some harmful virus„, “You have a ZEUS virus” oder ähnlich ungewöhnliche Fehler melden. Die beliebtesten Fehlercodes, die von solchen betrügerischen Pop-ups verwendet werden, sind “Error # 7XX07”, “Error # 3658ad79cc3021a” und “Error #268D3.”
Wenn Ihnen eine dieser Fehlercodes bekannt vorkommt, sollten die Entfernung des „Microsoft Critical Alert“-Virus an oberste Stelle stehen.

Supportbetrüger registrieren normalerweise Domains, die mit „security“, „alert“, „microsoft“ oder ähnlich Relevantem im Namen locken. Erfahrene Computernutzer sehen meist schnell, dass es sich hierbei um dubiose Seiten handelt. Weniger bewandte Computernutzer erkennen den Trick nicht immer und glauben, dass die Webseite wirklich von Microsoft stammt.
Ein weiterer Hinweis auf einen Betrugsversuch ist, dass die erschreckenden Nachrichten im Normalfall voller Grammatik- und Rechtschreibfehler sind. Microsoft würde solche Mitteilungen verständlicherweise nicht an seine Nutzer veröffentlichen. Wenn Sie festgestellt haben, dass der Browser unerwartet nach dubiosen Webseiten mit solchen Mitteilungen weiterleitet, empfehlen wir dringendst das System mit einer Anti-Malware zu scannen, um den „Microsoft Critical Alert“-Pop-up-Virus zu identifizieren und zu beseitigen.
Ein Anruf der vermeintlichen Support-Hotline wird lediglich dazu führen, dass Betrüger mit einer kostenpflichtigen und bösartigen Sicherheitssoftware erfundene Probleme beheben wollen. Die Betrüger haben es lediglich auf Geld abgesehen oder möchten Schadsoftware auf dem Computer einschleusen. Sie sollten aus diesem Grund niemals vertrauliche Daten preisgeben oder einen Fernzugriff auf den Computer erlauben. Am besten rufen Sie derartige Support-Nummern gar nicht an!
Wie installiert man solche Programme auf dem System?
„Microsoft Critical Alert“-Schadsoftware kann mithilfe von Spammails verbreitet werden, aber in den meisten Fällen installieren Computernutzer sie zusammen mit einer bedenklichen Freeware. Die Wahl einer verkehrten Downloadquelle kann zu der Installation von potenziell unerwünschten Programmen und sogar Schadsoftware führen, weshalb es empfehlenswert die Downloadquelle zuerst sorgfältig zu recherchieren.
Darüber hinaus ist es sehr wichtig die Installationseinstellungen korrekt anzupassen, denn selbst legitime Downloadseiten können voller Softwarepakete sein. Wenn Sie den Computer nicht mit mehreren dubiosen Programmen infizieren möchten, sollten Sie immer nur das Hauptprogramm installieren.
Hierfür ist es wichtig, dass Sie die benutzerdefinierte bzw. die erweiterte Installation wählen, da dort alle unerwarteten Zusätze preisgegeben werden und abgewählt werden können. Schenken Sie der „empfohlenen“ Installation wie der Standard- oder Basisinstallation keine Beachtung, denn hierbei sind die zusätzlichen Anwendungen meist inbegriffen oder werden empfohlen. Zu guter Letzt ist es natürlich ratsam eine Sicherheitsanwendung auf dem Computer zu haben, die immer im Hintergrund läuft und eindringende schädliche Dateien und Programme erkennt.
Wie findet und entfernt man die „Microsoft Critical Alert“-Schadsoftware?
Wenn der Browser angefangen hat irreführende Warnungen einzublenden und dazu drängt eine gebührenfreie Hotline anzurufen, weil vermeintliche „Microsoft-Techniker“ davon überzeugt sind, dass der Computer verseucht ist, sollten Sie den „Microsoft Critical Alert“-Virus umgehend beseitigen.
Verschwenden Sie nicht Ihre Zeit damit die Betrüger anzurufen und überprüfen Sie Ihr System stattdessen mit einem Schadsoftware-Entferner. Wir versichern Ihnen, dass Ihr Antivirenprogramm oder Ihre Anti-Malware anstelle des angeblichen suspekten Trojaners einen Supportvirus entdecken wird.
Für die Entfernung vom „Microsoft Critical Alert“-Virus empfehlen wir die Software FortectIntego zu verwenden. Es ist möglich, dass Sie zum Starten der Sicherheitsanwendung den Computer in den abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten müssen (Anleitung unten).
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