Red Cerber verbreitet weiterhin Panik unter Internetbürger
Der Red-Cerber-Virus ist das neueste Exemplar des Erpressungsprogramms Cerber, welches in 2016 für Chaos gesorgt hat. Die Entwickler dieser zerstörerischen Krypto-Schadsoftware haben es bereits geschafft 5 Versionen dieser Bedrohung herauszubringen. Cerber 5.0.1 ist hiervon die aktuellste. Alle haben ihre eigenen unverkennbaren Eigenschaften. Der Erpresserbrief ist jedoch bei allen Versionen nahezu identisch. Die älteren Varianten tendierten dazu die Schattenkopien zu löschen, womit die letzte Hoffnung auf ein Retten der Dateien für diejenigen, die keine Back-ups gemacht haben, zunichtegemacht wurde. An der letzten und neuesten Version wurden allerdings Änderungen vorgenommen. Ein kleines Beispiel hierfür ist, dass die Anweisungen auf einem roten Hintergrund statt dem traditionellen grünen Hintergrund angezeigt werden. Wenn Sie sich mit dieser virtuellen Bedrohung infiziert haben, geraten Sie nicht in Panik und konzentrieren Sie sich auf die Entfernung von Red Cerber.
Ein Blick auf die bisherige Entwicklungsgeschichte von Cerber lässt daran erinnern, dass die Schadsoftware nur bestimmte Länder anvisiert hat. Die ursprüngliche Version enthielt einige Mängel, die die Fähigkeiten von Cerber eingeschränkt haben. Der Computer musste beispielsweise neugestartet werden, damit der Virus ihn vollständig lahmlegen konnte. Es hat allerdings nicht lange gedauert bis die Gauner angefangen haben die Bedrohung blitzschnell weiterzuentwickeln. Sie haben diverse Kanäle und Techniken ersucht, um den Traffic der zerstörerischen Infizierung anzutreiben. Selbst Sicherheitslücken im Browser wurden ausgenutzt, um die Computer zu infizieren. Die aktuelleren Versionen bombardieren Computernutzer mithilfe von gefälschten Kreditkartenmails.

Im Vergleich zu anderen Bedrohungen ist der bedeutendste Unterschied, dass der Virus nicht die Schattenkopien löscht. Diese Kopien ermöglichen ein Wiederherstellen verlorener Dateien nach einem Systemabsturz oder einem anderen unerwarteten Datenverlust. Trotz des Hoffnungsschimmers ist für Virenforscher die Entschlüsselung von Cerber immer noch eine Herausforderung. Die IT-Experten konnten bislang nur eine Entschlüsselungssoftware für die Ursprungsversion entwickeln. Die neuen Versionen sind immer noch unschlagbar.
In Red Cerber wurde außerdem eine Präferenz für die Verschlüsselung bestimmter Ordner und Dateien einprogrammiert. Die Anzahl an zu verschlüsselnden Dateitypen ist mit dem Ausschluss folgender Typen aber immer noch beträchtlich: .cmd, .com, .cpl, .exe, .hta, .msc, .msi, .msp, .pif, .scf, .scr und .sys. DOC-Dateien sind weiterhin eine Präferenz des Virus, sowie weitere neue Dateiformate, die nun alle zusammen 493 zu verschlüsselnde Dateitypen zählen. Kurzgefasst: Man sollte Red Cerber so schnell wie möglich entfernen.
Wie verbreitet sich die virtuelle Bedrohung?
Die Tüftler haben wieder neue Wege für die Infizierung von so vielen Computernutzern wie nur möglich entdeckt. Der größte Teil von Infizierungen geht von Spammails aus. In der Regel werden hierbei gefälschte Berichte über Zahlungen oder Rechnungsinformationen von gewöhnlichen E-Mail-Adressen gesendet, die angeblich von einem weiblichen Adressaten stammen. Man muss allerdings kein Genie sein, um falsche Zuordnungen und offensichtliche Fehler zu sehen. Vorherrschend bei mit Erpressungsprogrammen infizierten Spammails sind Tipp- und Rechtschreibfehler. Hinzu kommt, dass der Absender häufig nicht mit denen der Referenzen in der Mitteilung übereinstimmt. Zudem wird die Cyberbedrohung auch mithilfe von Exploit-Kits, insbesondere RIG und Nemucod, verbreitet. Diese können auf korrupten Webseiten angetroffen werden, wie bspw. illegale File-Sharing-Seiten. Des Weiteren wird immer wieder gerne der Flash Player von Schadsoftware-Entwicklern missbraucht. Auch die Entwickler von Red Cerber lassen sich diese Möglichkeit nicht entgehen.
Red Cerber bezwingen? Ist das möglich?
Installieren Sie eine Anti-Spyware wie FortectIntego oder MalwarebytesMalwarebytes, wenn Sie Red Cerber vollständig entfernen möchten. Vergessen Sie außerdem nicht die Sicherheitsanwendung vorher zu aktualisieren, bevor Sie den Entfernungsprozess durchführen. Wir möchten zudem anmerken, dass es möglich ist, dass die Schadsoftware bei der Entfernung für Probleme sorgen kann. Hierfür haben wir aber eine Anleitung vorbereitet, die helfen sollte. Darüber hinaus sollten Sie beachten, dass nur nach der vollständigen Entfernung von Red Cerber die Entschlüsselung der Daten angegangen werden sollte.
Hat diese Anleitung geholfen?
Schreiben Sie den ersten Kommentar