Die Fortsetzung von Locky: Der .Shit-Virus
Der .Shit-Virus ist eine neue und gefährliche weiterverarbeitete Variante vom Locky-Virus und wurde kürzlich im Internet entdeckt. Trotzdem sorgt er bereits für die neuen Viren ODIN und Zepto für Konkurrenz. Er hat in Frankreich schon auf zahlreichen Computern Dateien verschlüsselt und fordert seine Opfer zur Bezahlung auf. Selbst wenn man in einem anderen Land ansässig ist, ist Vorsicht empfehlenswert. Aufgrund seiner regen Verbreitung wird der Shit-Virus mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nach andere Ländern in Europa überschwappen und letzten Endes dann auch weltweit.
Obwohl er vom Namen her keinen besonderen Eindruck einer ausgeklügelten Cyberbedrohung hinterlässt, ist das Erpressungsprogramm leider nicht das Werk von Amateuren. Es kann genau wie Locky und diverse andere Erpressungsprogramme ernsten Schaden auf dem Computer anrichten. Die Virenentwickler haben anscheinend das Beste von diesen Infizierungen übernommen. Sie haben in der Schadsoftware die Verschlüsselung AES-CBC-256, die auf militärischem Niveau liegt, implementiert und können damit die Dateien auf dem infizierten Computer sperren, ohne dass Hoffnung auf ihre Wiederherstellung besteht. Das gleiche Verschlüsselungsverfahren wird auch bei Locky, ODIN und eine Reihe weiterer fortschrittlicher Erpressungsprogramme verwendet. Der Virus ändert ihrem Beispiel zufolge auch die Dateinamen zu zufälligen Zeichen um und hängt gewagt die Endung .SHIT an alle verschlüsselten Dateien an. Mit dieser Endung hat der Virus auch seinen fiesen Namen verdient. Obwohl es so gut wie unmöglich ist die persönlichen Dateien nach einem Angriff der Schadsoftware wiederherzustellen, darf man die Infizierung auf keinen Fall so belassen. Wenn man den Computer zukünftig weiter nutzen möchte, muss man den .Shit-Virus vollständig vom System entfernen. Sie können hierfür eine professionelle Antivirensoftware wie FortectIntego nutzen. Nach der Virenentfernung haben Sie die Möglichkeit ein paar der verschlüsselten Dateien zu retten.

Der .Shit-Virus hat reichlich Eigenschaften, die dabei helfen es als Mitglied der Locky-Familie zu klassifizieren. Nicht nur bietet er für die Entschlüsselung der Dateien den berüchtigten Locky Decryptor an, sondern speichert er auch die folgenden drei Dateien auf dem Computer: _WHAT_is.html, _[zweistellige Ziffer]_WHAT_is.html und _WHAT_is.bmp. Ähnliche Varianten der Dateien sind auch bei anderen Versionen des Virus zu finden. Obwohl die Dateinamen unterschiedlich sein können, ist der eigentliche Inhalt derselbe. Die Links für die Bezahlseiten, die Identifizierungsnummern und das Lösegeld variieren natürlich bei den individuellen Versionen. Der .Shit-Virus verlangt für die Datenentschlüsselung zurzeit 0,5 BTC (ungefähr 300 Euro). Von der Bezahlung ist allerdings abzuraten. Der Virus ist noch relativ neu und es lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, ob die Entwickler die Dateien wirklich entschlüsseln oder sie sich einfach mit dem Geld aus dem Staub machen. Die sicherste Option wäre hier den .Shit-Virus direkt nach der Feststellung der Infizierung zu entfernen. Anschließend können Sie einen Blick auf unsere Anregungen für die Datenwiederherstellung werfen.
Die gängigsten Verbreitungsmethoden von Erpressungsprogrammen:
Genau wie Locky und seine diversen anderen Versionen wird der .Shit-Virus hauptsächlich mit schädlichen Spammails verbreitet. Der Virus erreicht die Posteingänge der potenziellen Opfer gewöhnlich in der Form von JavaScript- oder WS-Dateien, die sich im Anhang der E-Mail befinden und von den Opfern heruntergeladen werden, weil sie annehmen, dass sie Rechnungen, Strafzettel, Kaufbestätigungen oder offizielle Briefe enthalten. Das Öffnen solch einer E-Mail aktiviert das schädliche Skript, das den Virus auf dem Computer herunterlädt und die Verschlüsselung beginnt. Man sollte übrigens auch sicherstellen, dass man Softwareupdates nur von bewährten Quellen durchführt und keine Software von verrufenen Seiten oder Pop-ups, die willkürlich beim Surfen auftauchen, herunterlädt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit findet man in einigen von diesen den .Shit-Virus.
Tipps für die Entfernung vom .Shit-Virus:
Wenn Sie sich den Kopf darüber zerbrechen, dass Sie den .Shit-Virus wahrscheinlich nicht selbst vom Computer entfernen können, haben wir gute Nachrichten für Sie. Wir haben eine Anleitung vorbereitet, die Sie schrittweise von der Entfernung des .Shit-Virus zur Datenwiederherstellung führt. Als Erstes müssen Sie Ihr Antivirenprogramm testen und kontrollieren, ob es vom Virus blockiert wird. Wenn ja, dann sollten Sie unsere Anleitung für die Aufhebung der Blockierung befolgen. Andernfalls können Sie direkt einen Systemscan starten und den .Shit-Virus damit vom Computer entfernen. Sie finden weiter unten außerdem ein paar Tipps für die Datenwiederherstellung, die Sie nach der Entfernung des Virus ausprobieren können. Sie werden damit zwar nicht alle Daten wiederherstellen können, aber zumindest ein paar der wichtigen Dokumente, die Sie wahrscheinlich benötigen.
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