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  • Geprüft · Juli 2021

TroldeshRichtig entfernen?

Eine Schritt-für-Schritt-Entfernungsanleitung für betroffene Geräte. Folgen Sie dem geprüften Verfahren unten — die meisten Leser sind in unter 10 Minuten fertig.

Ugnius Kiguolis · Experte in der Schadsoftwareentfernung

Was ist über die neueste Version vom Troldesh-Virus bekannt?

Der Troldesh-Virus ist zwar bereits seit einer Weile im Umlauf, aber dennoch hat die Gefahr noch nicht abgenommen. Tatsächlich sogar gibt es einen eindeutigen Beweis dafür, dass er sich selbst aktualisiert. Wie jedes andere Erpressungsprogramm, kann auch der Troldesh-Virus ein breites Spektrum an Audio-, Video-, Dokument- und Excel-Dateien sperren. Mit dem neuesten Update fügt er nun zu den verschlüsselten Daten die Endungen .da_vinci_code und
.magic_software_syndicate hinzu. Des Weiteren ersetzt er den Hintergrund mit seiner Lösegeldforderung voller Links für Tor-Adressen. Wie beim Vorgänger sind in der Warnung Symbolfehler. Ferner wird für den speziellen Entschlüsselungscode mehrere hundert Dollar verlangt und angeblich nach der Bezahlung an die E-Mail-Adresse des Opfers versandt. Selbstverständlich sollte man auf den Druck der Hacker nicht eingehen und das Geld nicht überweisen, denn es ist nicht garantiert, dass man auf diese Weise die verschlüsselten Dateien wiedererlangt. Stattdessen ist es ratsam sich auf die Entfernung von Troldesh zu konzentrieren. Zu diesem Zweck kann FortectIntego hilfreich sein.

Der Troldesh-Virus verhält sich wie die meisten Erpressungsprogramme. Abgesehen vom Sperren des Computers verschlüsselt er alle Dateien seines Opfers und bittet um Bezahlung für den speziellen Entschlüsselungsschlüssel. Troldesh nutzt einen mathematisch zusammenhängenden privaten und öffentlichen Schlüssel. Mit dem öffentlichen Schlüssel verschlüsselte Daten können nur mit dem privaten Schlüssel wieder entschlüsselt werden. IT-Experten haben daher Schwierigkeiten dabei eine effektive Entschlüsselungsmethode zu entwerfen. Wenn Ihre Dateien von Troldesh verschlüsselt worden sind, können Sie Datenwiederherstellungsprogramme wie PhotoRec oder R-Studio ausprobieren. Sie sollten aber trotzdem nicht allzu große Hoffnungen haben. Wenn Sie von Ihren Dateien Sicherheitskopien angefertigt hätten, würden Sie es nie in Betracht ziehen das Lösegeld zu bezahlen. Wir empfehlen Ihnen daher nachdrücklich sich mit Back-ups zu beschäftigen! Sie haben dafür mehrere Möglichkeiten. Genauere Informationen über Back-ups finden Sie in diesem Artikel: Warum muss ich Back-ups machen und welche Optionen habe ich dafür?

The note of Troldesh virus

Es ist bekannt, dass das Erpressungsprogramm Troldesh mit anderen Bedrohungen verwandt ist: Virus Encoder und Shade. Beide nutzen die AES-Verschlüsselung, um die Daten zu sperren. Der Virus hat außerdem eine weitere unverwechselbare Eigenschaft – er fügt zu allen korrupten Dateien die Endung .xtbl hinzu. Zumindest kann man deswegen die normalen und die modifizierten Dateien problemlos unterscheiden. Hinsichtlich der Besonderheit der xtbl-Endung könnte es auch wahrscheinlich sein, dass die Bedrohung mit den Viren .xtbl, Green_Ray, Ecovector und [email protected] verwandt ist, welche ebenfalls xtbl anhängen und derzeit im Aufschwung sind. Scannt der Troldesh-Virus das System, verschlüsselt er direkt im Anschluss die anvisierten Dateien. Zudem speichert er eine Datei namens „README.txt“. In dieser Datei erhalten Betroffene klare Informationen über die Vorgehensweise für die Bezahlung und wie sie den Entschlüsselungsschlüssel bekommen. Laut den aktuellsten Informationen verlangt Troldesh für den Entschlüsselungsschlüssel $250 – $278 (zurzeit ungefähr 220-245 Euro).

Da die Anweisungen in Russisch und Englisch angegeben werden, ist naheliegend das russisch- und englischsprachige Länder das Ziel sind. Es mag zwar den Anschein haben, dass es am einfachsten ist das Lösegeld zu bezahlen, um den Virus zu entfernen, aber leider sieht es wohl eher so aus, dass man dann am Ende ohne Geld und ohne Dateien dasteht. Zudem unterstützt man auf diese Weise die Hacker und ihre zukünftigen Verbrechen. Zu Anfang nutzte der Virus für die Bezahlung den Tor-Browser. Seit kurzer Zeit wurde allerdings beobachtet, dass er andere Wege für die Kommunikation verwendet. In der README.txt wird bspw. eine E-Mail-Adresse aufgeführt. Wenn man die Cyberkriminellen kontaktiert, erfährt man die Höhe des geforderten Lösegelds. Überraschenderweise konnten manche Betroffenen sogar mit den Hackern direkt verhandeln und einen niedrigeren Preis ausmachen. Spaß beiseite, es ist von äußerster Wichtigkeit, dass der Troldesh-Virus entfernt wird.

Die Verbreitungsmethoden von Erpressungsprogrammen

Troldesh und ähnliche Bedrohungen können ziemlich einfach durch Spam in den Computer gelangen. Sicherheitsexperten warnen Computernutzer schon seit langem vor irreführende E-Mails, die sich als wichtige Nachrichten von staatlichen Behörden, bekannte Firmen usw. tarnen. Häufig sind solche E-Mails leider mit infizierten Anhängen versehen. Cyberkriminelle haben ihre Überredungskünste leider so gemeistert, dass sich die infizierten Webseiten kaum von den originalen und legitimen Webseiten der echten Firmen unterscheiden. Wenn Sie also neulich eine E-Mail über ein ankommendes Paket oder eine neue Rechnung erhalten haben, sollten Sie das Öffnen nicht überstürzen. Bevor Sie solche E-Mails bzw. Anhänge öffnen, sollten Sie mit der Firma Kontakt aufnehmen und sich deren Legitimität vergewissern. Wenn Sie den Verdacht haben, dass die E-Mail gefälscht ist und zu Spammern oder Hackern gehört, sollten Sie auf keinen Fall auf den Anhang klicken.

Es ist außerdem ratsam von verdächtigen Webseiten fernzubleiben und keine irreführenden Pop-ups anzuklicken, die kostenlose Updates, unglaubliche Preise und Ähnliches anbieten. Wenn Sie auf solche eine Anzeige klicken oder eine dieser suspekten Webseiten besuchen würden, könnte dies dem Troldesh-Virus die Möglichkeit geben den Computer zu infizieren und alle wichtigen Dateien zu sperren. Zu guter Letzt sollten Sie noch wissen, dass die Schadsoftware den Computer mittels Trojaner angreifen kann. Trojaner haben die spezifische Eigenschaft unerkannt durch das Sicherheitssystem schlüpfen zu können. Cybersicherheitsexperten haben erkannt, dass der Virus als Trojan-Ransom.Win32.Shade in den Computer eindringen kann. Wenn Sie das System vor solchen Viren schützen möchten, müssen Sie die Systemsicherheit verbessern, indem Sie eine Anti-Spyware installieren. Wenn Ihr Antivirenprogramm die Bedrohung nicht erkennen konnte, können Sie sich sicher sein, dass die Anti-Spyware greift.

Entfernungsschritte für Troldesh

Wenn Sie eine große schwarze Warnmitteilung sehen, die behauptet Ihre Dateien seien gesperrt, sollten Sie den Computer mit einer aktuellen Anti-Malware scannen. Wir empfehlen für diese Aufgabe immer wieder gerne FortectIntego und MalwarebytesMalwarebytes. Eine für die Entfernung von Viren gedachte Software ist im Vergleich zur manuellen Entfernung verständlicherweise besser im Erkennen von schädlichen Dateien. Sie können sich dann zumindest absolut sicher sein, dass der Troldesh-Virus vollständig entfernt wird. Wenn Sie den Troldesh-Virus entfernt haben, sollten Sie sich über die Speicheralternativen für Ihre Dateien Gedanken machen. Sie können sie zum Beispiel auf USB-Sticks, DVDs oder Cloud-Lösungen lagern. Vergessen Sie nicht regelmäßig Ihre Daten zu sichern. Um eine Infizierung mit Erpressungsprogrammen zu verhindern, ist es empfehlenswert keine Spammails mit suspekten Anhängen zu öffnen, keine unsicheren File-Sharing-Seiten zu besuchen und Sicherheitsprogramme regelmäßig zu aktualisieren. Wenn Sie bei der Entfernung von Troldesh auf Probleme treffen, nutzen Sie am besten unsere unten aufgeführte Anleitung.

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