Schweregradskala:  
  (99/100)

Cerber 4.1.1. Richtig entfernen? (Anleitung für die Deinstallation)

Olivia Morelli - - | Virustyp: Ransomware
12

Cerber 4.1.1 greift Computernutzer an. Was ist über das Erpressungsprogramm bekannt?

Cerber 4.1.1 tauchte am selben Tag wie Cerber 4.1.0 auf. Beide dieser Viren gehören zu der berüchtigten Schadsoftwarefamilie Cerber. Die Virengruppe hat bereits mehrere Updates gehabt und befindet sich immer noch oben an der Spitze aller erpresserischen Viren. Wenn man eine Infizierung verhindern möchte, muss man vorsichtig sein. Welche Funktionen bringt die neueste Version des Cerber-Virus jedoch mit sich? Dem Anschein nach ist die größte Änderung der eingeblendete Desktop-Hintergrund, der die Opfer über die Verschlüsselung der Dateien und den Erwerb des speziellen Entschlüsselungsprogramms informiert. Frühere Versionen des Virus konnten übrigens an den verschlüsselten Daten erkannt werden, da sie sie mit .cerber, .cerber2 und .cerber3 gekennzeichnet haben. Wenn Ihre Dateien solche Endungen aufweisen, sollten Sie das Erpressungsprogramm vom Computer entfernen. Sie können dies mit einer aktuellen Anti-Malware wie Reimage bewerkstelligen. 

Wie wir bereits erwähnt haben, ist Cerber 4.1.1 die neueste Version der berüchtigten Krypto-Erpressungsprogramme und verrichtet seine Arbeit absolut unbemerkt. Wird der Virus gestartet, sucht er nach bestimmte Dateitypen und zwar als Erstes in tiefliegenden Systemverzeichnissen. Auf diese Weise bemerken die Betroffenen nichts Verdächtiges. Während der Verschlüsselung könnte lediglich ein Langsamwerden des Computers Fragen aufwerfen. Bei dem Verschlüsselungsprozess generiert Cerber bestimmte Dateiendungen und hängt sie an die verschlüsselten Dateien an. Die persönlichen Daten werden mit einer 4 Zeichen langen Markierung gekennzeichnet, wie zum Beispiel .dep3. Nachdem Cerber 4.1.1 alle Ordner verschlüsselt hat, stellt es seinen schädlichen Prozess fertig, indem es Dateien auf dem Desktop verschlüsselt, die Datei README.HTA (die Lösegeldforderung) auf dem Desktop erstellt, eine .vbs-Datei mit einer Sprachnachricht abspielt und dann den Desktop-Hintergrund durch folgenden Text ersetzt:

Your documents, photos, databases and other important files have been encrypted by “Cerber ransomware 4.1.1”!
[…]
There is a list of temporary addresses to go on your personal page below:

Der neue Desktop-Hintergrund liefert kaum Informationen, aber stellt URLs für die „Bezahlseiten“ bereit, wo Betroffene erfahren wie sie Bitcoins erwerben können und wie man sie an die Bitcoin-Wallet der Verbrecher überweist. Dieselben Informationen, inklusive der URLs, findet man auch in der HTA-Datei. Die URLs können normalerweise nicht mit regulären Browsern geöffnet werden und müssen mit dem Tor-Browser besucht werden. Die Lösegeldforderung gibt detaillierte Informationen darüber, wie man die Webseiten öffnet, sodass selbst unerfahrene Computernutzer das Lösegeld bezahlen können. Alle angegebenen URLs leiten zu einer Seite, wo der Cerber Decryptor präsentiert wird. Wie bei den Vorgängern des Erpressungsprogramms wählt man die gewünschte Sprache aus, bestätigt, dass man kein Roboter ist und erhält anschließend die Informationen, wie man das Entschlüsselungsprogramm erwerben kann. Überraschenderweise verlangt Cerber 4.1.1 ein geringeres Lösegeld als üblich. Bei der neuen Bedrohung wird gefordert, dass man innerhalb 5 Tage nach dem Angriff 0,1188 Bitcoins (≈ 76€) oder nach 5 Tagen 0,2376 Bitcoins (≈ 152€) bezahlt.

Image of Cerber 4.1.1 virus version

Es ist kein Geheimnis, dass Cerber unter den anderen Erpressungsprogrammen hervorsticht. Der Virus ist präzise programmiert und wurde entworfen, um die Opfer zum Bezahlen zu bringen. Die Bezahlseite weist mehrere Abschnitte auf, wie unter anderem „FAQ“, „Support“ und „Decrypt 1 File for FREE“. Beim letzteren können Betroffene eine verschlüsselte Datei hochladen, um das Entschlüsselungsprogramm zu testen und sich zu vergewissern, dass es tatsächlich existiert und funktioniert. Wenn Ihr Computer mit diesem schädlichen Erpressungsprogramm infiziert wurde, raten wir davon ab das Lösegeld zu bezahlen. Die Entscheidung liegt natürlich trotzdem bei Ihnen. Vergessen Sie aber nicht, dass so lange Opfer das Lösegeld bezahlen, Cyberkriminelle neue Viren erstellen werden. Wir bitten daher darum deren Motivation nicht zu unterstützen. Wenn Sie dennoch in Erwägung ziehen das Lösegeld zu bezahlen, sollten Sie außerdem wissen, dass nur 20% der Betroffene, die sich ebenfalls dazu entschieden haben, den benötigten Code erhalten haben. Im Falle einer Infizierung sollten Sie als Erstes sicherstellen, dass Sie Cerber 4.1.1 entfernen. Anschließend können Sie sich mithilfe der unten aufgeführten Datenwiederherstellungsschritte Ihren Daten zuwenden.

Wie dringt der schädliche Virus in den Computer ein?

Cerber wird laut den aktuellsten Neuigkeiten mittels dem WordPress-Webseiten angreifenden Pseudo-Darkleech übertragen. Wenn man eine kompromittierte Webseite besucht, wird man zu einer Seite mit dem Exploit-Kit RIG umgeleitet. Das Exploit-Kit nutzt Schwachstellen auf dem Computer aus, um die Schadsoftware heimlich zu installieren. Es inspiziert dafür veraltete Programme und macht sich Sicherheitslücken zunutze. Der Angriff ist gut organisiert und kann für Computernutzer, die mit den Tricks ausgeklügelter Schadsoftwareersteller nicht vertraut sind, absolut unbegreiflich sein. Die Autoren von Cerber 4.1.1 nutzen für das Infizieren von Computern außerdem eine alte, aber dennoch sehr wirksame Strategie. Sie versenden listige E-Mails mit destruktiven Anhängen. Sobald man solch einen Anhang öffnet, lädt die schädliche Datei die Schadsoftware herunter und fängt an Dateien zu verschlüsseln. Bitte lassen Sie Ihre Neugier nicht gewinnen und öffnen Sie keine vagen E-Mails. Öffnen Sie insbesondere keine zwielichtigen E-Mails, die behaupten, dass Sie den Empfang einer Bezahlung in Höhe von 500 USD bestätigen müssen, welche kürzlich über Paypal überwiesen wurde. Ignorieren Sie außerdem dubiose Rechnungen, Dokumente und andere suspekte Dateien, die von unbekannten Absendern an Sie geschickt wurden. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie zum Öffnen eines Anhangs gedrängt werden, sollten Sie ihn auf keinen Fall öffnen!

Die Entfernung von Cerber 4.1.1

Cerber 4.1.1 ist ein neues Erpressungsprogramm und kann nur mit einer aktuellen Anti-Malware bzw. einem aktuellen Antivirenprogramm entfernt werden. Achten Sie darauf, dass Sie für die Prozedur eine geeignete und leistungsstarke Anti-Malware nutzen. Denn bleiben schädliche Komponenten auf dem System über, können sie die Dateien beschädigen, ohne dass eine Hoffnung auf eine Wiederherstellung besteht. Die automatische Entfernung von Cerber 4.1.1 garantiert außerdem die vollständige Entfernung der Schadsoftware. Wir möchten zu guter Letzt noch darauf hinweisen, dass man Cerber 4.1.1 nicht manuell entfernen sollte. Das ist nämlich eine Aufgabe, die man nur mit viel Computererfahrung lösen kann. Die von dem Virus verschlüsselten Dateien können Sie mit einem früher angefertigten Back-up wiederherstellen. Wenn Sie keine solche Datensicherung gemacht haben, haben Sie nicht viele Möglichkeiten übrig. Sie können natürlich immerhin folgende Datenwiederherstellungsoptionen ausprobieren.

Anleitung für die manuelle Entfernung des Cerber 4.1.1-Virus:

Wir können mit jedem Produkt, dass wir auf unserer Seite empfehlen, affiliiert sein. Weitere Auskunft in unsern Nutzungsbedingungen. Mit dem Herunterladen einer vorausgesetzten Anti-spyware Software, um Cerber 4.1.1 zu entfernen, stimmen sie unserer Datenschutz und Nutzungsbedingungen.
Jetzt säubern!
Herunterladen
Entferner: Reimage garantierte
Zufriedenheit
Herunterladen
Entferner: Reimage garantierte
Zufriedenheit
mit Microsoft Windows kompatibel mit OS X kompatibel

Was ist zu tun, wenn das Programm nicht hilft?
Wenn Sie die Infizierung nicht mit Reimage beseitigen konnten, kontaktieren Sie unser Support-Team unter Frage stellen und geben Sie so viele Informationen wie möglich.
Für die Deinstallation von Cerber 4.1.1 ist Reimage empfehlenswert. Der kostenlose Scanner lässt einen überprüfen, ob der Computer infiziert ist oder nicht. Falls Sie Schadsoftware entfernen müssen, müssen Sie die lizenzierte Version von Reimage erwerben.

Weitere Informationen über das Programm können Sie in der Beurteilung von Reimage finden.

Weitere Informationen über das Programm können Sie in der Beurteilung von Reimage finden.
Pressebeiträge auf Reimage
Pressebeiträge auf Reimage
Alternative Software
Plumbytes Anti-Malware
Wir haben die Effizienz von Plumbytes Anti-Malware bei der Entfernung von Cerber 4.1.1 getestet (2016-11-10)
Malwarebytes Anti Malware
Wir haben die Effizienz von Malwarebytes Anti Malware bei der Entfernung von Cerber 4.1.1 getestet (2016-11-10)
Hitman Pro
Wir haben die Effizienz von Hitman Pro bei der Entfernung von Cerber 4.1.1 getestet (2016-11-10)
Webroot SecureAnywhere AntiVirus
Wir haben die Effizienz von Webroot SecureAnywhere AntiVirus bei der Entfernung von Cerber 4.1.1 getestet (2016-11-10)

Entfernen Sie Cerber 4.1.1 mit Safe Mode with Networking

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Networking

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Safe Mode with Networking von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Networking'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Networking. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Networking'
  • Schritt 2: Entferne Cerber 4.1.1

    Melden Sie sich am infizierten Computer an und starten Sie den Browser. Laden Sie Reimage oder eine andere legitime Anti-Spyware herunter. Aktualisieren Sie das Programm bevor Sie einen vollständigen Systemscan ausführen und entfernen Sie die schädliche Dateien, die zu der Ransomware gehören und stellen Sie die Entfernung von Cerber 4.1.1 fertig.

Probieren Sie folgende Methode aus, falls die Ransomware Safe Mode with Networking blockiert.

Reimage ist ein Programm zum Erkennen von Schadsoftware. Für die Beseitigung von Infizierungen ist die Vollversion notwendig. Weitere Informationen über Reimage.

Entfernen Sie Cerber 4.1.1 mit System Restore

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Command Prompt

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Command Prompt von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Command Prompt'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Command Prompt. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Command Prompt'
  • Schritt 2: Stellen Sie Ihre Systemdateien und -einstellungen wieder her.
    1. Sobald das Fenster Command Prompt auftaucht, geben Sie cd restore ein und klicken Sie auf Enter. Geben Sie 'cd restore' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    2. Geben Sie nun rstrui.exe ein und drücken Sie erneut auf Enter.. Geben Sie 'rstrui.exe' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    3. Wenn ein neues Fenster auftaucht, klicken Sie auf Next und wählen Sie einen Wiederherstellungspunkt, der vor der Infiltrierung von Cerber 4.1.1 liegt. Klicken Sie anschließend auf Next. Wenn das Fenster 'System Restore' auftaucht, wählen Sie 'Next' Wählen Sie den Wiederherstellungspunkt und klicken Sie auf 'Next'
    4. Klicken Sie nun auf Yes, um die Systemwiederherstellung zu starten. Klicken Sie auf 'Yes' und starten Sie die Systemwiederherstellung
    Nachdem Sie das System zu einem früheren Datum wiederhergestellt haben, vergewissern Sie sich, dass die Entfernung von Cerber 4.1.1 erfolgreich war, indem Sie Reimage herunterladen und damit den Computer scannen.
Reimage ist ein Programm zum Erkennen von Schadsoftware. Für die Beseitigung von Infizierungen ist die Vollversion notwendig. Weitere Informationen über Reimage.

Bonus: Wiederherstellung der Daten

Die oben aufgeführte Anleitung soll dabei helfen Cerber 4.1.1 vom Computer zu entfernen. Für die Wiederherstellung der verschlüsselten Dateien empfehlen wir eine ausführliche Anleitung von den Sicherheitsexperten von dieviren.de zu nutzen.

 Wenn der Computer mit Cerber 4.1.1 infiziert wurde, ist der erste Gedanke wahrscheinlich, ob Sie das Lösegeld bezahlen sollen oder nicht. Zunächst einmal würde dies die Verbrecher dazu motivieren weitere Erpressungsprogramme zu entwickeln. Zudem ist es auch nicht sicher, ob Sie anschließend die benötigte Hilfe bekommen. Schließlich kann man Verbrecher nicht dazu zwingen ihren Versprechen Folge zu leisten. Überlegen Sie es sich also sehr gut, ob Sie für diesen Zweck Bitcoins erwerben möchten.

Wenn Ihre Dateien von Cerber 4.1.1 verschlüsselt worden sind, haben Sie für die Wiederherstellung mehrere Möglichkeiten:

Data Recovery Pro ausprobieren

Schadsoftwareforscher arbeiten immer noch an einem Entschlüsselungsprogramm für Cerber 4.1.1. Es ist leider sehr schwierig den Master-Key von dem Erpressungsprogramm herauszufinden. Wir empfehlen eine Kopie von den verschlüsselten Daten zu machen und an diesen Data Recovery Pro auszuprobieren. Vergessen Sie natürlich nicht zuerst Cerber 4.1.1 zu entfernen!

  • Laden Sie Data Recovery Pro (https://dieviren.de/download/data-recovery-pro-setup.exe) herunter;
  • Führen Sie die Schritte der Data Recovery aus und installieren Sie das Programm auf dem Computer;
  • Starten Sie es und scannen Sie den Computer nach Dateien, die von Cerber 4.1.1 verschlüsselt worden sind;
  • Stellen Sie sie wieder her.

Als Letztes sollten Sie sich natürlich immer über den Schutz vor Crypto-Ransomware Gedanken machen. Um den Computer vor Cerber 4.1.1 und anderer Ransomware zu schützen, sollten Sie eine bewährte Anti-Spyware, wie beispielsweise Reimage, Plumbytes Anti-MalwareWebroot SecureAnywhere AntiVirus oder Malwarebytes Anti Malware, nutzen.

Olivia Morelli
Olivia Morelli - Schadsoftwareanalystin

Wenn Ihnen die kostenlose Entfernungsanleitung geholfen hat und Sie mit unserem Service zufrieden sind, möchten wir Sie um eine Spende bitten, sodass wir unsere Hilfe weiter anbieten können. Jeder noch so kleine Betrag ist herzlich willkommen.

quelle: http://www.2-spyware.com/remove-cerber-4-1-1-ransomware-virus.html

Entfernungsanleitungen in anderen Sprachen