Dateiendung .wcry weist auf eine gefährliche Cyberinfizierung hin
Der .wcry-Virus ist eine datenverschlüsselnde Schadsoftware, die auch unter den Namen WannaCry, WanaCrypt0r, Wana Decrypt0r, WanaCrypt0r 2.0 und WannaCryptor bekannt ist. Das Erpressungsprogramm wurde im Februar 2017 entdeckt und verschlüsselt die Dateien nach dem Algorithmus AES-128, woraufhin es sie noch mit der Endung .wcry markiert. Nach der Datenverschlüsselung blendet der Virus seinen Opfern eine Lösegeldforderung ein, worin die Cyberkriminellen für die Datenwiederherstellung eine Überweisung von 0,1 Bitcoins fordern. Mittlerweile wurde Virus aktualisiert und am 12. Mai 2017 weltweit ein massiver Angriff gestartet. Die Schadsoftware hat bereits über 200.000 Geräte infiziert und sich über 50.000 USD erpresst. Es wird erwartet, dass die Zahl der Angriffe, sowie das geforderte Lösegeld weiterhin steigt. Die Cyberkriminellen forderten bei der neuen Version anfänglich 300 USD, aber schon ein paar Tage später stieg der Preis auf 600 USD an. Auch wenn Sie unter dieser Cyberbedrohung leiden, sollten Sie nicht zu der Kreditkarte greifen oder sich hierfür Geld leihen. Am wichtigsten ist, dass Sie den .wcry-Virus entfernen. Die Schadsoftware kann nämlich nicht nur Dateien verschlüsseln, sondern auch weitere Schadsoftware installieren. Zögern Sie also nicht und führen Sie mit einem professionellen Schadsoftware-Entferner wie FortectIntego einen vollständigen Systemscan aus.

Sobald Erpressungsprogramme ihre Verschlüsselung starten, ist die Prozedur nicht mehr aufzuhalten, denn die Programme verrichten ihre Aufgabe unglaublich schnell. Eventuell merkt man, dass das System langsamer wird. Erpressungsprogramme ziehen typischerweise keine Aufmerksamkeit auf sich und erregen während der Verschlüsselung keinen Verdacht. Sobald die Datenverschlüsselung allerdings vollbracht ist, blendet der .wcry-Virus folgende Mitteilung ein:
Your files have been securely encrypted!
Most of your files are encrypted with strong AES-128 ciphers.
To decrypt files you need to obtain the private keys, and it is the only possible way.
To obtain the keys you should pay with bitcoin.
The cost will double by the specified time.
Das beschriebene Programmfenster beinhaltet außerdem einen Countdown für die nächste Erhöhung des Lösegelds. Direkt darunter befindet sich eine „What to do, How to do“-Anleitung in der erklärt wird, dass das Opfer 0,1 BTC (zurzeit ungefähr 160 Euro) an die angegebene Bitcoin-Adresse überweisen soll. Nach der Überweisung wird laut dem Erpresserbrief innerhalb von 12 Stunden Zugriff zum Entschlüsselungsprogramm gewährt. Wenn Sie sich mit dem .wcry-Virus infiziert haben, empfehlen wir jedoch den Virus zu entfernen und das Lösegeld nicht zu bezahlen. Die Verbrecher könnten sich mit dem Geld einfach aus dem Staub machen und die Dateien sehen Sie dann nie wieder. Es sei denn, Sie haben natürlich ein Back-up. Sie sollten daher den .wcry-Virus entfernen und sich vor weiteren Cyberinfizierungen schützen. Danach können Sie die Dateien durch Back-ups ersetzen. Back-ups sind zurzeit leider die einzige Möglichkeit, um die Dateien kostenfrei wiederherzustellen. Geben Sie aber trotzdem nicht auf, wenn Sie keine Sicherheitskopien angefertigt haben. Sie können immerhin noch alternative Wiederherstellungsoptionen ausprobieren. Hoffentlich können Sie damit wenigstens ein paar Ihrer wichtigen Dateien retten.

Die Verbreitungsmethoden von Erpressungsprogrammen
Als der .wcry-Trojaner entdeckt wurde, wurde er mit schädlichen E-Mail-Anhängen verbreitet. Computernutzern wurde demzufolge geraten sich vor betrügerischen E-Mails in Acht zu nehmen. Oftmals geben sich die Betrüger hierbei als vertrauenswürdige Individuen aus, die angeblich für große Firmen wie Amazon oder PayPal arbeiten. Die angehangenen Rechnungen und Zahlungsbestätigungen enthalten dann jedoch typischerweise Schadsoftware. Wir empfehlen daher dringendst den Absender sorgfältig zu überprüfen, bevor Sie eine E-Mail oder die darin befindlichen Dateien öffnen. Einige erpresserische Viren sind etwas anspruchsvoller (wie bspw. Spora oder Cerber) und werden mit modernen Tools wie Exploit-Kits verbreitet. Hiervor schützt man sich, indem man eine bewährte Anti-Malware auf dem Computer installiert. Wir empfehlen außerdem nachdrücklich von Webseiten fernzubleiben von denen man keine Ahnung hat. Lassen Sie sich nicht von Klickködern, prägnanten Anzeigen usw. verleiten und seien Sie besonders vorsichtig, wenn eine suspekte Seite versucht davon zu überzeugen ein Programm oder ein Update zu installieren. Aller Wahrscheinlichkeit nach fangen Sie sich damit eine Schadsoftware ein.
Seit Mitte Mai findet bei der Schadsoftware eine neue Verbreitungs- und Infiltrierungsstrategie Anwendung. Man nutzt zurzeit eine Sicherheitslücke in Windows aus und verbreitet die Schadsoftware mithilfe des EternalBlue-Exploits. Die Hackergruppe „Shadow Brokers“ haben das Spionage-Tool von der NSA gestohlen und nun machen es sich Cyberkriminelle zunutze und visieren die Sicherheitslücke CVE-2017-0145 in Windows an. Computernutzern wird dringendst geraten das Betriebssystem zu aktualisieren, sowie alle darauf befindliche Software. Die Sicherheitslücke wurde bereits von Microsoft gepatcht und selbst für Nutzer von Windows XP, Windows 2003, Windows 7 und Windows Server 2008 stehen Updates zur Verfügung. Das Sicherheitsupdate sollte unverzüglich installiert werden.
.wcry-Virus sicher entfernen
Bei einer Infizierung mit einem Erpressungsprogramm raten wir davon ab das Lösegeld zu bezahlen und empfehlen die umgehende Entfernung des Virus. Auf diese Weise schützen Sie den Computer vor weiteren Angriffen. Schließlich weiß man nie mit Sicherheit, was der Virus sonst noch kann. Die neuesten Versionen des Erpressungsprogramms können nämlich weitere Schadsoftware auf dem Gerät installieren. Hinsichtlich der Tatsache, dass Erpressungsprogramme sehr gefährliche Viren sind, ist es äußerst ratsam eine Anti-Malware für deren Entfernung zu verwenden. Wir können für diese Aufgabe gerne FortectIntego, SpyHunterCombo Cleaner oder MalwarebytesMalwarebytes empfehlen. Eine vollständige Anleitung für die Entfernung des Erpressungsprogramms finden Sie weiter unten.
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