Und wieder eine neue Variante von Cerber…
Mit dem Erscheinen von Cerber 4.1.5 zeigen die Autoren des Cerber-Virus offensichtlich, dass sie eher auf die Quantität und nicht auf die Qualität ihrer Viren bedacht sind. Aus irgendeinem Grund sind in den letzten Wochen 4 neue Varianten der vierten Version des Virus erschienen, welche sich zudem noch kaum voneinander unterscheiden. Cerber 4.1.0, Cerber 4.1.1, Cerber 4.1.4 und nun sogar die fünfte Version der Reihe (bis jetzt haben uns noch keine Klagen über 4.1.2 und 4.1.3 erreicht) verschlüsseln die Dateien mit den gleichen Verschlüsselungsverfahren und hinterlassen ihren Opfern eine Lösegeldforderung auf dem Computer. Jede Version von Cerber ersetzt den Desktop-Hintergrund mit einem Bild, wo Informationen über das Geschehnis auf dem Computer zu finden sind. Ferner werden dort URLs für persönliche Bezahlseiten angegeben, wo weitere Informationen über die Infizierung enthalten sind und erfährt, wie man das Lösegeld bezahlt. Der Virus speichert außerdem in jedem Ordner mit verschlüsselten Daten die Datei README.hta, welche beim Anklicken ein Fenster namens “Cerber Ransomware Instructions” öffnet. In diesem Fenster wird erklärt, dass die Dateien verschlüsselt worden sind und sie nicht beschädigt, sondern lediglich „gesichert“ wurden. Wenn man sie wiederhaben möchte, muss man das geforderte Lösegeld bezahlen. Des Weiteren findet man dort einen Link für eine „persönliche Seite“.
Cerber 4.1.5 verändert wie seine Vorgänger die Dateinamen, indem es die originalen Dateinamen mit 10 beliebigen Zeichen ersetzt und die ursprüngliche Dateiendung entfernt und stattdessen 4 beliebige Zeichen anhängt. Wenn der Virus zum Beispiel eine Datei namens DCM_0182.jpg verschlüsselt, könnte sie anschließend YhapFV86Ax.tf6a heißen. Interessant ist, dass jede Datei einen anderen Namen bekommt, aber die zufällig generierte Dateiendung für alle Dateien gilt. Bedauerlicherweise gibt es noch kein Entschlüsselungsprogramm, das die korrupten Dateien wieder in Ordnung bringen kann. Dies ist nur den Autoren des Virus möglich und diese wissen, dass die Opfer ihre Dateien wiederhaben möchten, weshalb sie einen „Kompromiss“ vorschlagen. Bezahlt man das Lösegeld, bekommt man die Dateien zurück. Sie verlangen hierfür 0,6967 BTC, was zurzeit ungefähr 485 Euro entspricht. Wenn man das Geld nicht in der gegebenen Frist bezahlt, kann sich der Betrag erhöhen. Wir empfehlen den Forderungen trotzdem nicht Folge zu leisten. Obwohl die dahintersteckenden Gauner den für das Retten der Dateien benötigten Schlüssel haben, gibt es keine Garantie, dass sie ihn wirklich herausgeben. Aus diesem Grund ist es äußerst ratsam den Virus so schnell wie möglich zu entfernen. Cerber 4.1.5 entfernt man am besten mit einer professionellen Anti-Malware automatisch. Eine Anti-Malware kann alle Komponenten des Virus und alle anderen schädlichen Dateien auf dem System erkennen und entfernen, wohingegen die manuelle Entfernung durchaus einen halben Tag in Anspruch nehmen könnte. Für die Entfernung von Cerber 4.1.5 empfehlen wir FortectIntego zu verwenden.

Die Infiltrierungsmethoden
Es gibt diverse Methoden, die dem Cerber-Virus helfen sich auszubreiten. Meistens erreicht der Virus seine Opfer in Schadsoftware infizierten E-Mail-Anhängen. Wenn man sie öffnet, schlägt die Schadsoftware ihre Wurzeln im System nieder und fängt direkt an die Dateien zu verschlüsseln. Die Anzeichen einer Infizierung lassen sich nur schwer erkennen. Der Computer wird für eine geraume Zeit langsamer, aber das stört Computernutzer nur selten. Das Resultat hiervon ist leider, dass alle Daten verschlüsselt werden. Um diese Situation zu vermeiden, ist es ratsam keine E-Mails von unbekannten Personen oder Individuen zu öffnen, welche sich als Mitarbeiter von bekannten Firmen ausgeben, aber „offizielle“ Benachrichtigungen von suspekt aussehenden E-Mail-Adressen senden.
Die vierte Generation von Cerber ist dafür bekannt durch PseudoDarkleech verbreitet zu werden, welches durch kompromittierte Webseiten Erpressungsprogramme befördert. PseudoDarkleech speist hierfür einen Link, der zum Exploit-Kit RIG führt, in die Webseite ein oder leitet Benutzer zu einem Weiterleitungsserver, der zu dem gleichen Exploit-Kit führt. Berichten zufolge wird Cerber außerdem mithilfe des Exploit-Kits Neutrino verbreitet. Angriffe dieser Art können nur mit einer aktuellen und zuverlässigen Anti-Malware verhindert werden.
Wie entfernt man Cerber 4.1.5?
Bitte denken Sie daran, dass der Virus ein gravierendes und bösartiges Computerprogramm ist, das Ihre Dateien illegal wegsperrt. Für die Entfernung von Cerber 4.1.5 ist daher dringendst geraten von einer starken Anti-Malware Gebrauch zu machen. Die Schadsoftware bearbeitet Schlüssel in der Registrierungsdatenbank von Windows und fügt eine beträchtliche Anzahl an neuer Dateien zum System hinzu, welche sehr schwer zu erkennen und zu entfernen sind. Das gilt natürlich insbesondere, wenn man kein IT-Experte ist. Nutzen Sie für die Entfernung von Cerber 4.1.5 eine unserer vorgeschlagenen Schadsoftwareentferner, aber starten Sie den Computer zuerst wie unten beschrieben in den abgesicherten Modus.
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