Warnung für Linux-Nutzer: Der FairWare-Virus kommt!
Während die meisten Erpressungsprogramme es auf Windows-Nutzer abgesehen haben, hat der FairWare-Virus nun Linux-Nutzer im Visier. Der Virus scheint sich allerdings von seinen Gegenstücken in einigen wenigen Funktionen zu unterscheiden. Obwohl die Bedrohung versucht Server und bestimmte Webseiten zu sperren, ist es dennoch möglich den FairWare-Virus zu entfernen. Manche spekulieren, dass die Bedrohung bevorzugt Firmen angreift, da es dort größeren Schaden verursachen kann und demzufolge die Wahrscheinlichkeit steigt, dass das Lösegeld bezahlt wird. Wir empfehlen auf alle Fälle keine Überweisung zu tätigen, denn es gibt keine Garantien auf einen Erfolg. Stattdessen ist es ratsam die Entfernung von FairWare anzugehen. Sie können dafür FortectIntego verwenden.
Die Bedrohung wird als Erpressungsprogramm klassifiziert, aber das Verblüffendste ist, dass sie die Dateien nicht wie so üblich verschlüsselt, sondern sie an einen Remote-Server überträgt. Es gibt einige Fälle, wo frühere Erpressungsprogramme die persönlichen Daten einfach gelöscht haben, aber dies scheint in diesem Fall nicht wahrscheinlich. Nichtsdestotrotz verlangt FairWare die Bezahlung von 2 BTC, was zurzeit ungefähr 1116 Euro entspricht.
Ein Blick in die READ_ME.txt zeigt, dass die Hacker sich mit ihren Schikanen amüsieren. Sie setzen im Durchschnitt eine Frist von 2 Wochen, wo man die Daten wiederbekommen kann. Die Cyberkriminellen fordern außerdem auf nur den Kontakt über [email protected] zu suchen, wenn man bereit ist die Bezahlung vorzunehmen oder sie schon durchgeführt hat. In der Mitteilung wird man weiterhin davor gewarnt keine „dummen Fragen“ zu stehlen. Es wird auch keine Software angeboten mit der man überprüfen kann, ob die Dateien wirklich in den Händen der Hacker liegen.

Nach eingehender Betrachtung scheint die derzeitige Version nur ein Experiment zu sein. Linux-Nutzer konnten den Virus aufspüren, nachdem manche ihrer Webseiten nicht erreichbar waren. Die Datei mit den Anweisungen wird normalerweise im Root-Verzeichnis gespeichert. Da die Schadsoftware Webseiten und Server sperrt, könnte dies der Beginn einer größeren Cyberkampagne sein.
Wie infiziert der Virus die Computer?
Diese Frage kann in der Tat, abgesehen von der Entfernung, Neugier wecken. Voraussichtlich verbreitet sich FairWare via Spammails, die schädliche Anhänge enthalten. Bedauerlicherweise haben die Hacker an ihren Fertigkeiten gefeilt, denn es ist nicht gerade leicht eine gefälschte offizielle E-Mail von einer echten zu unterscheiden. Nutzer wurden in der letzten Zeit von angeblichen E-Mails von Telekommunikationsfirmen, Transportfirmen, Zöllen und Steuerbehörden angegriffen. Solche E-Mails können sehr überzeugend sein. Nur wenige Nutzer vermuten die Gefahr beim Öffnen der schädlichen Anhänge, nachdem Sie das Logo und die Referenzen gesehen haben. Es ist zudem wichtig, dass man die Sicherheit des Betriebssystems verbessert, indem man eine anständige Sicherheitsanwendung installiert. Später könnte das Erpressungsprogramm nämlich auch Trojaner oder Exploit-Kits als Übertragungswege nutzen. Nur einer Anti-Spyware, die auf dem neuesten Stand ist, ist es möglich Infizierungen zu erkennen, bevor sie ins Betriebssystem schleichen. Zu guter Letzt sollten Sie natürlich auch bei File-Sharing-Seiten wachsam sein. Im Allgemeinen reduziert ein vorsichtiges Verhalten im Internet die Chancen auf eine Infizierung mit FairWare.
Die erfolgreiche Entfernung vom Erpressungsprogramm
Die einzige Lösung zurzeit ist wahrscheinlich die automatische Entfernung. Sie können dafür jede Anti-Spyware nutzen, wir empfehlen allerdings die Verwendung von FortectIntego oder MalwarebytesMalwarebytes. Die Bedrohung auf eigene Faust zu entfernen wird voraussichtlich nicht das gewünschte Ergebnis mit sich bringen. Eine Sicherheitssoftware andererseits ist für solche Viren erstellt worden und kann FairWare in nur wenigen Minuten entfernen. Anschließend ist es ratsam in Betrachtung zu ziehen, wo Sie Ihre Dateien zukünftig speichern, damit Sie ein ähnliches unerwünschtes Szenario in der Zukunft verhindern können. Selbst wenn der FairWare-Virus die Volumeschattenkopien löscht, kann man die frustrierenden Konsequenzen umgehen, wenn man seine privaten Daten auf Wechseldatenträgern speichert und sie separat vom Computer hält.
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